Bayerische Voralpen

Grasleitenkopf (1434 m), Grasleitenstein (1268 m)

Grasleitenkopf
Aufstieg 2:00 h Abstieg 1:30 h
2
750 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (48) Gipfelbuch (1)
Karte GPS-Track

Parkplatz Hohenburg (708 m) - Grasleitenstein (1268 m) - Grasleitenkopf (1434 m) - Lenggrieser Hütte (1338 m) - Parkplatz Hohenburg (708 m)

Charakter: Leichte Kammwanderung, die Schwindelfreiheit und ein Mindestmaß an Trittsicherheit erfordert. Der Weg zum Grasleitenkopf ist nicht ausgeschildert, dennoch ist die Orientierung nicht schwierig.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, über Holzkirchen Richtung Bad Tölz und über die B 13 weiter nach Lenggries. Bei Lenggries nicht die erste Auffahrt zur Ortsmitte, sondern die zweite Ausfahrt nach Hohenburg wählen. Hier links und immer geradeaus bis zum gebührenpflichtigen Wanderparkplatz am Eingang zum Hirschbachtal fahren (2 Euro Parkgebühr pro Tag/Stand 2012).

Karte: Kompasskarte 182 - Isarwinkel (1:50 000)

Während sich der Grasleitensteig als Anstiegsweg zur Lenggrieser Hütte höchster Beliebtheit erfreut, erhält der darüber liegende Doppelgipfel von Grasleitenstein und Grasleitenkopf deutlich weniger Besuch. Da die Lenggrieser Hütte in umittelbarer Nähe zum Gipfel liegt, ist die relative Bergruhe umso erstaunlicher. Doch kein Wunder: Der Weg zum Grasleitenkopf ist nirgendwo ausgeschildert, weder am Startpunkt in Lenggries noch an der Hütte selbst. Aber die Orientierung zum Grasleitenkopf nicht weiter schwierig. Sobald man einmal den richtigen Weg erwischt hat, ist die Anstiegsroute zu den beiden Aussichtsgipfeln leicht zu finden.

Aufstieg: Am Parkplatz in Lenggries-Hohenburg orientieren wir uns in südlicher Richtung und folgen der Ausschlilderung Richtung Grasleitensteig und Lenggrieser Hütte. Wir spazieren über eine Brücke und gelangen nach wenigen Minuten zum Bauernhof mit der Hausnummer 5. Gleich nach dem Gebäude biegen wir links ab, gehen über den Hof und erreichen an dessen Ende einen Feldweg. In der Folgezeit wandern wir über den breiten Weg vorbei an Almwiesen ohne nennenswerte Steigung in südöstliche Richtung. Nach gut zehn Minuten passieren wir einen Holzstadel. Wir wandern geradeaus weiter. In der Folgezeit nimmt die Steigung des Weges langsam etwas zu.

Nach einer weiteren Viertelstunde passieren wir wiederum ein Gebäude. Im Anschluss wird der Weg, dem wir alle Abzweigungen ignorierend immer geradeaus folgen, ruppiger. 15 Minuten nach Passieren des letzten Gebäudes erreichen wir einen ramponierten Weidezaun. An einem Durchlass schlüpfen wir auf der rechten Seite des Zauns hindurch und spazieren im Anschluss über einen gut erkennbaren Wiesenpfad weiter. Der Weg bringt uns nach drei Minuten in schattigen Bergwald hinein. Der Pfad führt nun einen bewaldeten Hang hinauf und trifft nach kurzer Zeit auf einen breiteren Weg.

Wir folgen dem Weg und verlassen diesen wenige Minuten später nach rechts (roter Pfeil und rote Markierungen). Der deutlich erkennbare Pfad quert zuerst den bewaldeten Hang und führt uns im Anschluss auf den grasigen Rücken des Grasleitensteins hinauf. Der nun steilere Weg leitet uns am und links des Kammverlaufs zum Gipfelkreuz des Grasleitensteins hinauf. Am Gipfel eröffnet sich ein überraschend weitreichender Blick über das Isartal und das Brauneck zum Karwendel und zum Wettersteingebirge. Wenige Meter neben dem großen Holzkreuz thront an exponierter Stelle eine kleine Sitzbank, die zum Verweilen einlädt.

Zwischen Gipfelkreuz und Sitzbank führt zur Bank blickend nach links der Weiterweg zum Grasleitenkopf hinunter. Nach einem kurzen Abstieg folgt der Weg dem nun breiten grasigen Verbindungsrücken in östlicher Richtung. Nach einer knappen Viertelstunde verzweigt sich am Fuße des Grasleitenkopfs der Weg. Wir nehmen den linken (oberen) Weg und steigen die Grasflanke hinauf. Der rechte (untere) Weg würde direkt zur Lenggrieser Hütte führen. Nach einem steileren Anstieg erreichen wir den Bergrücken des Grasleitenkopfs, der uns in sanfter Steigung bis zum kleinen Gipfelkreuz leitet.

Abstieg: Wir überschreiten den Gipfel des Grasleitenkopfs und folgen dem Kammverlauf abwärts. Zu Beginn des Abstiegs haben wir das Seekarkreuz und die Seekaralm stets vor Augen. Nach einem Übertritt vollzieht der Pfad einen Rechtsbogen und leitet uns zu einer Hütte hinab. Wir wandern links an der Hütte vorbei und steigen im Anschluss leicht linkshaltend den bewaldeten Hang hinunter. Wenige Minuten später erreichen wir die Terrasse der Lenggrieser Hütte. Auch an der Hütte können wir nocheinmal bei einer ausgiebigen Rast den schönen Ausblick genießen, der bis zur Zugspitze reicht.

Um zurück nach Lenggries zu gelangen lassen wir die Hüttenterrasse links liegen, spazieren an einem zweiten Gebäude vorbei und auf ein kleines Holzhaus zu. Vor dem Holzhaus zweigt nach rechts der beschilderte Grasleitensteig ab. Über den ruppigen und mit unzähligen Wurzeln durchsetzten Steig wandern wir durch schattigen Bergwald abwärts. Nach gut 20 Minuten erreichen wir eine Verzweigung. Wir wählen den rechten Weg Richtung Lenggries und lassen die Abstiegsvariante nach Fleck links liegen. Eine Viertelstunde später verlassen wir an einem Durchlass den Bergwald. Über einen Wiesenpfad wandern wir an einem kleinen Gebäude vorbei. Im Anschluss vollzieht der Pfad eine Rechtskurve und mündet schließlich in einen Forstweg, der uns zurück nach Lenggries bringt.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Lenggrieser Hütte (1338 m), DAV Sektion Lenggries, Tel.: +49 (0)8042/9671120, Dienstag Ruhetag, Ende März bis Mitte April geschlossen.


  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Aufstieg 708 m - 1268 m + 1:30 1:30 Grasleitenstein
Aufstieg 1268 m - 1434 m + 0:30 2:00 Grasleitenkopf
Abstieg 1434 m - 1338 m + 0:10 2:10 Lenggrieser Hütte
Abstieg 1338 m - 708 m + 1:20 3:30 Parkplatz Hohenburg

Autor: Didi Hackl
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