Ammergauer Alpen

Hochplatte (2082 m)

Hochplatte
Aufstieg 2:45 h Abstieg 2:15 h
3
1000 Höhenmeter
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Bilder (31) Gipfelbuch (14)
Karte

Ammerwaldalm (1090 m) - Fensterl (1916 m) - Ammergauer Hochplatte (2082 m) - Weitalpjoch (1780 m) - Ammerwaldalm (1090 m)

Charakter: Leichte Bergtour mit luftiger Gratwanderung und kurzer Kletterstelle. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch, nach dem Autobahnende in Oberau rechts Richtung Oberammergau abbiegen, durch Ettal durchfahren, nach dem Ortsende links Richtung Reutte abbiegen, vorbei an Linderhof bis über die Staatsgrenze fahren, kurz nach der Grenze auf der rechten Seite bei der Ammerwaldalm parken.

Karte: Kompasskarte 5 - Wettersteingebirge, Zugspitzgebiet (1:50 000)

Es gibt in den Ammergauer Alpen mit Sicherheit einsamere Gipfelziele als die Hochplatte. Kein Wunder, hat diese Genusstour einiges zu bieten: Neben schönen und weitreichenden Ausblicken stehen bei einer Überschreitung eine luftige Gratwanderung, kurze Kraxeleinlagen und ein Loch im Fels auf dem Programm. Der Aufstieg über das Fensterl ist dabei etwas anspruchsvoller als der Gipfelsturm über das Weitalpjoch. Schwindelfrei sollte man aber bei beiden Aufstiegsvarianten sein.

Aufstieg: Wir verlassen den Parkplatz an der Ammerwaldalm über den Forstweg, der links an der Alm vorbei in ein Waldstück hineinführt. Sobald wir den Roggentalbach erreichen biegen wir auf den schmalen Pfad rechts des Bachbetts ein. Nach kurzer Zeit überschreiten wir eine Brücke und wir wechseln auf die linke Seite des Bachs. Steil schlängelt sich nun der Pfad den Hang empor. Weiter oben treffen wir wieder auf den Roggenbach, welchen wir nochmals überschreiten. Nach einer Stunde Gehzeit erreichen wir den Abzweig, an dem wir nach links in Richtung Fensterl abbiegen.

Wir steigen nun durch den Roggentalgraben der Einsattelung zwischen Hochplatte und Hochblasse entgegen. Die steile und eindrucksvolle Südwand der Hochplatte begleitet uns dabei auf unserer rechten Seite. Nach einer guten Stunde stehen wir am Sattel. Erstmals können wir nun in Richtung Lechtaler und Allgäuer Alpen blicken, rechts vor uns ragt der spitze Gipfel der Krähe in den Himmel. Nach knapp 10 Minuten erreichen wir schließlich das Fensterl, ein Loch im felsigen Gipfelgrat der Hochplatte. Am Fensterl biegen wir rechts ab und steigen zuerst rechts neben der Schneide bergan.

Der unter uns liegende Forggensee und der Ammergau bieten uns bei der Gratwanderung ein wunderbares Panorma. Sobald wir einige Höhenmeter über den Grat gewonnen haben spitzt sich dieser immer mehr zu. An einem Einschnitt treffen wir auf eine kurze drahtseilgesicherte Stelle, die wir abklettern und an deren Ende an einer luftigen Stelle wieder auf den Grat wechseln. Nach einem weiteren Auf und Ab rückt das Gipfelkreuz immer näher. Ohne es zu merken steigen wir dabei über den höchten Punkt des Grates, das Kreuz selbst steht an einer mit drei Metern nur unwesentlich niedrigeren Stelle.

Abstieg: Wir verlassen den Gipfel in östlicher Richtung. Nach kurzer Zeit spitzt sich Grat wieder zu, an zwei Stellen finden sich direkt auf der Schneide Drahtseilsicherungen. Nach kurzer Zeit verlassen wir den Gipfelgrat. Steil schlängelt sich der Pfad nun nach unten und wir erreichen karstiges und latschenbewachsenes Gelände. Eine Dreiviertelstunde nach Verlassen des Gipfels stehen wir am Weitalpjoch und können einen schönen Nahblick auf die Kreuzspitze genießen. Über grasbewachsenes Terrain geht es steil bergab und nach einer weiteren guten halben Stunde treffen wir auf den Abzweig, an dem wir den Weg Richtung Fensterl eingeschlagen hatten. Ab hier gleicht der Abstiegs- dem Aufstiegsweg und wir kehren in einer knappen Stunde zum Parkplatz bei der Ammerwaldalm zurück.

Einkehrmöglichkeit:
Unterwegs keine, am Ausgangspunkt die Ammerwaldalm (1090 m)

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1090 m - 1466 m + 1:00 1:00 Abzweig am Roggentalbach
1466 m - 1916 m + 1:10 2:10 Fensterl
1916 m - 2082 m + 0:35 2:45 Hochplatte
2082 m - 1780 m + 0:45 3:30 Weitalpjoch
1780 m - 1090 m + 1:30 5:00 Ammerwaldalm

Autor: Didi Hackl
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