Dachsteinstraße (1680 m) - Dachstein-Südwandhütte (1871 m)
- Hunerscharte (2613 m) - Hoher Dachstein (2995 m)
Charakter (über Hunerscharten-, Schulter- und Randkluft-Klettersteig):
Hochtour über Gletscher mit mittelschwierigen Klettersteigen (
B)
und ausgesetzten, ungesicherten Kletterpassagen (I+). Die Schwierigkeiten beim
Überwinden der Randkluft hängen stark von den Verhältnissen ab,
eventuell kann die Kluft auch unpassierbar sein. Gute Kondition, Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit erforderlich. Höchster Berg der Steiermark und Oberösterreichs.
Zweithöchster Berg der Nördlichen Kalkalpen.
Besondere Ausrüstung: Steinschlaghelm, Klettersteigausrüstung,
je nach Verhältnissen Steigeisen und Eispickel
Anfahrt: Autobahn Salzburg - Villach,
Ausfahrt Eben, weiter über Eben und Filzmoos bis nach Ramsau am Dachstein.
Der Ausschilderung über die mautpflichtige Dachsteinstraße bis zur
Talstation der Dachstein-Seilbahn folgen, hier parken.
Karte: Kompasskarte
031 - Dachstein, Ramsau, Filzmoos
Bergeinsamkeit findet man am Dachstein keine. Die Möglichkeit mittels Seilbahn
bequem die Gletscherfläche zu erreichen, die zudem Dank einer präparierten
Trasse auch für Nichtbergsteiger gefahrlos zu begehen ist, zieht die Besucher
in Scharen an. Wer also als ambitionierter Gipfelstürmer den Weg von der
Hunerscharte zur
Seethalerhütte
zurücklegt, kann sich reichlich deplaziert vorkommen. Aber es gibt genügend
Sehenswürdigkeiten und Schönheiten am weitläufigen Dachteinmassiv
zu entdecken, auf die man während des Gletscherspaziergangs seine Blicke
richten kann. Insgesamt bietet der Aufstieg von der Talstation bis zum Hohen
Dachstein eine sehr abwechslungsreiche und niemals langweilige Tour, bei der
es sich bedenkenlos lohnt, die ersten 1000 Höhenmeter per pedes zu bewältigen,
und auf eine Aufstiegshilfe zu verzichten.
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Aufstieg: Links neben der Talstation beginnt der Wanderweg
zur Dachstein-Südwandhütte. Der Pfad führt uns in gemächlicher
Steigung näher an die Südwände des Massivs heran. Nach 20
Minuten vollzieht der Weg einen Linksknick, in weiteren 10 Minuten erreichen
wir die Dachstein-Südwandhütte. Hinter der Hütte schängelt
sich der Weg nun steil über einen grasigen Buckel. Wir queren im Anschluss
einen felsigen Hang und erreichen einen großen Kessel, den Oberen
Schwadering. Nun durchsschreiten wir zuerst den Markierungen folgend und
ohne viel Höhengewinn das Kar, bevor der Weg uns in Serpentinen bis
zum Einstieg des Hunerscharten-Klettersteigs geleitet. |
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Der Klettersteig begrüßt uns zuerst mit einer Steilstufe (B).
Nach dem ersten Höhengewinn biegen wir nach rechts in eine Querung
(A/B) ein, bevor es in einer weiteren Querung wieder nach links auf die
Wände des Hunerkogels zugeht. Nach einer kurzen Felsstufe (A/B) und
einem schmalen Durchschlupf erreichen wir den Abzweig zum Sky-Walk-Klettersteig.
Dieser Steig ist mit E (= extrem schwierig) eingestuft, und bleibt somit
den erfahrenen und hartgesottenen Klettersteiggängern vorbehalten.
Wir folgen dem Hunerschartensteig, biegen nach rechts ab, klettern zuerst
über eine kurze senkrechte Stufe (B, ausgesetzt), und steigen unter
Zuhilfenahme von Trittstiften eine plattige Rampe bis zur Hunerscharte empor. |
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Links über uns am Hunerkogel thront die Bergstation der Seilbahn. Wir
umrunden den Hunerkogel an dessen rechter Seite, und stapfen über das
Firnfeld bis zum präparierten Gletscherweg empor, der von der Bergstation
wegführt. Rechts von uns ragt der imposante Hohe Gjaidstein aus den
weiten Gletscherflächen heraus. Die Trasse selbst führt nun leicht
bergab und an das markante Dirndl heran, das wir an ihren rechten Ausläufern
passieren. Nun steilt der Gletscherweg wieder etwas an. Vor uns baut sich
nun die Ostschulter des Hohen Dachsteins auf. Sobald die Trasse einen Linksbogen
hinüber zur Seethalerhütte vollzieht, verlassen wir dien Gletscherweg
und steuern nun den rechten Rand der Schulter an. |
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Die ersten zehn Höhenmeter des Steigs führen ohne Seilversicherung
und über Trittstifte entlang eines Risses steil empor (I+, luftig).
An einer Stufe (B) beginnt nun das Drahtseil, das uns zuerst zum Gratausläufer
der Schulter bringt. Im Anschluss queren wir zuerst die rechte Flanke der
Schulter (A/B), und steigen über mehrere Stufen zügig empor (B
und A/B). Wir erreichen eine Einschartung, die wir über eine plattige
Wand (B, Trittstifte) durchsteigen. Nun befinden wir uns direkt auf der
Schneide. Der Blick richtet sich dabei immer wieder auf den spaltigen Gletscher
rechts unter uns, an dessen oberen Ende sich der Einstieg zum Randkluftklettersteig
befindet. Über den Grat erreichen wir eine weitere senkrechte Stufe
(B), bevor wir über eine luftige Querung (A) auf den Randkluftklettersteig
treffen. |
Direkt nach dem Aufeinandertreffen beider Steige überwinden wir mit einem
großen Schritt einen Felsspalt (B). Nun führt uns der seit 2007 durchgängig
mit Drahtseil versicherte Randkluftsteig über gut gestufte Schrofen (Achtung,
Steinschlag!) und ohne Schnörkel bis zum Gipfelkreuz des Hohen Dachsteins
(meist A/B).
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Abstieg: Bis zur Verzweigung von Schulter- und Randkluftsteig
gleicht der Abstiegsweg dem Aufstiegsweg. Nun folgen wir dem Randkluftsteig
weiter nach unten: Über mehrere Felsstufen (B) und gegen Ende durch
einen kurzen Kamin leitet uns der Steig zügig nach unten. Noch bevor
wir die Randkluft erreichen endet das Drahtseil. Über Trittstifte geht
es an glattem Fels zur Kluft hinunter. Nun hängt es von den Verhältnissen
ab, wie einfach oder schwierig es ist die Randkluft zu überwinden.
Ein Eispickel und Steigeisen werden in jedem Fall gute Dienste leisten (am
besten vorher nach dem Zustand der Randkluft erkundigen). |
Sobald wir die Kluft überwunden haben steigen wir zügig über
den steilen Hallstätter Gletscher ab (Vorsicht, auf Spalten achten!).
Nach Erreichen der Gletschertrasse biegt man nun entweder nach rechts zur
Seethalerhütte ab, oder wandert über den breiten Gletscherweg
zurück zur Hunerkogelbahn. Hier hat man nun die Wahl entweder knieschonend
ins Tal zurückzuschweben (Talfahrt 18 Euro, bei einer Fahrt mit der
Bahn entfällt die Maut für die Dachsteinstraße), oder innerhalb
von zwei Stunden über den Anstiegsweg und die Dachstein-Südwandhütte
zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
- Dachstein-Südwandhütte
(1871 m), privat, Tel.: +43 (0)3687/81509, geöffnet von Ende Mai
bis Anfang November
- Seethalerhütte
(2740 m), OeAV Sektion Austria, Tel.: +43 (0)3687/81036, geöffnet
von Anfang Juni bis Mitte Oktober
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Höhe |
Gehzeit |
Gesamt |
Ziel |
 |
1680 m |
- 1871 m |
+ 0:30 |
0:30 |
Dachstein-Südwandhütte |
 |
1871 m |
- 2613 m |
+ 2:00 |
2:30 |
Hunerscharte |
 |
2613 m |
- 2995 m |
+ 2:00 |
4:30 |
Hoher Dachstein |
 |
2995 m |
- 2740 m |
+ 0:45 |
5:15 |
Seethalerhütte |
 |
2740 m |
- 2613 m |
+ 1:00 |
6:15 |
Hunerscharte |
 |
2613 m |
- 1680 m |
+ 2:00 |
8:15 |
Parkplatz Hunerkogelbahn |
Didi Hackl  |
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