Frankreich Dauphiné-Alpen

Cime du Pied de Barry (2637 m)

Charakter 4
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  4:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  3:00 Stunden
Höhenmeter 1702 Höhenmeter

Le Bourg d'Arud (935 m) - Refuge et Lac de la Muzelle (2115 m) - Cime du Pied de Barry (2637 m)

Charakter: Mittelschwierige, im Gipfelanstieg ernste Bergtour mit steilen und sehr steilen Strecken. Im Gipfelbereich sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, sowie gutes Orientierungsvermögen erforderlich.

Anfahrt: In südlicher Richtung fährt man hinter Grenoble auf der A480/E712 und nimmt die Ausfahrt nach Le Pont-de-Claix auf die D1085. In Vizille fährt man auf der D1091 weiter Richtung Le Bourg-d'Osians. 7 km später in Les Clapiers biegt man rechts Richtung La Bérarde ab (enge, kurvige, teils steile Bergstraße). Von Les Clapiers sind es ca. 8 km bis Le Bourg d'Arud. Der Parkplatz ist nach der Brücke rechts.

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Aufstieg: Läuft man den Parkplatz weiter Richtung Ort und folgt der bergan gehenden Straße, gelangt man zu einer Orientierungstafel, von der links der Weg zum See und zur Hütte du Muzelle führt. Von hier ab führt der mit Steinen gepflasterte Weg ca. eine Stunde lang durch ein hübsches, schattiges Waldstück. Mittendrin gelangt man an eine Gabelung, an der links der Pfad einer kleinen Rundwanderung abgeht und kurz dahinter ein kleiner Rastplatz zur Pause einlädt. Der Wanderer hält sich rechts in Richtung Lac du Muzelle. Am Ende des Waldstückes kündigt sich mit tosendem Geräusch ein Wasserfall an. Von einem am Rande gelegenen Felsstück aus lässt sich genauer beobachten, wie sich das Wasser in mehrere Becken stürzt.

Der Pfad führt uns an diesem vorbei in das zweite Teilstück dieser Wanderung. Dieses liegt größtenteils im Sonnenschein und wird von einer Vielfalt an Pflanzen und Insekten gesäumt, die dem Wanderer herrliche Anblicke gewähren. Links vom Pfad schlängelt sich der Gebirgsbach, den man zuvor an der Weggabelung in Form des Wasserfalls traf, und der im folgenden Verlauf des Weges von weiteren Bächen und kleinen Wasserfällen aus den umliegenden Bergen gespeist wird. Auf diesem Pfad geht es für ca. eine Stunde in das Talinnere, die meiste Zeit jedoch nicht allzu steil ansteigend.

Man gelangt schließlich an einen Steg, der über den Gebirgsbach führt. Die Ausschilderung nennt optimistische 45 Minuten bis zum Ziel. Ab hier wird der Weg steil und schlängelt sich einen von schwarzen Schiefer charakterisierten Berg hinauf. Hier bedarf es guter Kondition. Oben angekommen schlängelt sich der Pfad für weitere 10 Minuten einen letzten Grashang hinauf bis endlich der Bergsee und die zugehörige Hütte sichtbar werden. Vorbei an Schafen, Eseln, Ziegen und Pferden, die von beinahe ebenso großen Hunden in dieser Hochebene gehütet werden, gelangt man zur Refuge, die warme wie kalte Speisen und Getränke der Region anbietet, oder zum klaren Bergsee, dessen Wiesenränder ebenso zum Rasten einladen. Mutige können ebenso ein Bad in diesem wagen und sich damit zu den anderen Wenigen, Juchzenden, gesellen. Vom See aus bietet sich ein schöner Blick über umliegende Berge und Gipfel, von denen nur wenige, wie der Cime du Pied de Barry, auch begehbar oder überquerbar sind.

Der Weg zu diesem Gipfel zweigt unmarkiert am letzten Grashügel (5 min) vor dem Lac de Muzelle nach links ab. Allgemein kann man zu diesem Aufstieg sagen, dass er gar nicht bis schlecht markiert ist. Man folgt einem der vielen Pfade am Hang entlang von denen schließlich nur einer übrig bleibt, der zu einem Wasserlauf führt. Je nach Jahreszeit und im Winter gefallenen Schnee kann die Überquerung mehr oder weniger anspruchsvoll sein. Auf der anderen Seite folgt man dem Pfad nach rechts gradewegs nach oben (sehr steil). Hier kann man an dem aus dem Fels herausgewaschenem Bachbett sehen, wieviel Wasser hier zur Schneeschmelze wohl fließen mag.

Nach ca. 20 min führt der Weg links zum nächsten Bergkamm. Ab hier muß man sich auf seine Orientierung verlassen können, denn es gibt sehr viele Pfade von Mensch und Tier die unvermittelt enden können. Wichtig ist, dass man auf dem Bergrücken zur linken ankommt, dem man bis zum Beginn der Felsen nach oben folgt. Hier findet sich die erste Wegmarkierung in Form eines Steinmannderls, die den Einstieg zur leichten Kletterei markiert. Die Schwierigkeit ist hier, dass viel loses Geröll herumliegt und der Fels brüchig ist (Trittsicherheit! Schwindelfreiheit!). Auf dem Bergkamm angekommen folgt man diesem noch fünf Minuten nach oben, dann hat man, zumindest laut Höhenmesser, den "Gipfel" erreicht, der nur von einem weiteren Steinmannderl markiert wird. Der etwas trostlose Gipfel wird von der herrlichen Aussicht wett gemacht, die über die Gipfel des "Parc National des Écrins" hinaus reicht.

Abstieg: Wie Aufstieg.
Auf der Karte ist ein alternativer Rundweg nach unten eingezeichnet, der auf den ersten Blick von oben gut erkennbar ist. Leider zweigen auch von diesem unmarkiert diverse Pfade ab und es ist nicht auszumachen welcher der Richtige ist. Der Autor ist ordentlich im Wald gelandet.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
Refuge de la Muzelle (2115 m), geöffnet Mitte Juni bis Ende September, Tel. +33 (0)4 76 79 02 01

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Abstieg 935 m - 2115 m + 3:15 3:15 Refuge de la Muzelle
Aufstieg 2115 m - 2637 m + 1:15 4:30 Cime du Pied de Barry
Abstieg 2637 m - 2115 m + 1:00 5:30 Refuge de la Muzelle
Abstieg 2115 m - 636 m + 2:00 7:30 Bourg d'Arud

Autor: Isa Papke
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