Frankreich Massif Central

Puy de Sancy (1885 m)

Charakter 2
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  1:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  1:30 Stunden
Höhenmeter 560 Höhenmeter

Station du Mont-Dore (1050 m) - Puy de Sancy (1885 m)

Charakter: Einfache Bergwanderung mit einer Abstiegsalternative die Trittsicherheit erfordert.

Anfahrt: Von der Autobahn A89/E70 nimmt man die Ausfahrt Nr.25 Richtung Saint-Julien-Puy-Laveze. Man fährt auf den Straßen D82 und D98 nach Le Pont und biegt dort rechts auf die D922 ab. An der nächsten großen Kreuzung geht es weiter über die D219 Richtung Murat-Le-Quaire. Man bleibt auf der D219 die zur D996 wird und nach Le-Mont-Dore führt. Man fährt durch Le Mont-Dore hindurch und auf der D983 Richtung "Station Mont-Dore" auf den Parkplatz der Seilbahn.

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Mit etwas Glück bekommt man hier Gemsen und anderes kleines wie größeres Getier zu Gesicht. Die einzige Schwierigkeit liegt in der von uns gewählten Route beim Abstieg, für die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auf Grund des sehr schmalen Pfades am Berghang notwendig sind.

Aufstieg: Wir beginnen unsere Tour am Parkplatz der Station Mont-Dore und halten uns an den breiten Weg links von der Orientierungstafel. Nach einem kurzen Blick rundum wird klar, dass hier eines der beliebtesten Skigebiete der Region liegt. Der Weg zum Gipfel erinnert auf Grund seiner Breite zunächst an eine Straße, ist jedoch nicht geteert, sondern mit Schotter beschichtet - es ist die "blaue" Abfahrts-Piste. Dieser "Straße" folgen wir ca. eine dreiviertel Stunde bergauf. Unterwegs gibt es nur wenig Schatten, die meiste Zeit laufen wir in der auf uns herunter brennenden Sonne.

Nach ca. einer Stunde weisen Schilder auf einen linken Pfad, der zum Puy de Sancy führt. Hier gilt es zu entscheiden, ob man (1) der Straße weiter folgt, bis sie schließlich an der Bergstation endet und sich von dort aus ein Pfad aus hölzernen Stufen zum Gipfel schlängelt, oder (2) auf den weichen Pfad links ausweicht, um auf diesem weiterzugehen. Der Aufstieg zum Gipfel selbst erfolgt bei diesem auf einem Geröll- und Felspfad, der recht steil angeht und eventuell etwas rutschig, jedoch nicht allzu schwierig ist.

Nach ca. 1 1/2h hat man den Gipfel erreicht, so wie zahlreiche andere Besucher auch, die sich um die Orientierungstafeln und Aussichtsplattform drängen. Etwas abseits des Weges gibt es jedoch genügend Möglichkeiten in Ruhe zu rasten. Der Blick vom höchsten Berg der Auvergne auf den umliegenden Nationalpark der Vulkane belohnt die Mühe auf jeden Fall.

Abstieg: Für den Rückweg ergeben sich mehrere Möglichkeiten:

  1. Die Route im Rother Wanderführer (Forst, Bettina: Auvergne mit Massif Central und Vallée du Lot), die eine Rundwanderung von insgesamt 15 km über die Berge Puy Redon, Puy de Clierque und Le Capucin beschreibt. Diese führt durch das Ortszentrum von Le Mont-Dore zurück (Gesamtzeit angegeben mit ca. 5h, Höhenunterschied ca. 930 m gesamt). Der Weg beginnt auf Mitte der Holzstufen und ist klar durch eine weiß-rote Markierung gekennzeichnet.
  2. Man folgt der Abzweigung vor dem Gipfel Sancy, die man beim Aufstieg (2) antraf. Sie führt über Kämme und an Vulkangestein-Formationen vorbei und ist mit einer Strecke von 8 km nach Mont-Dore ausgeschrieben.
  3. Man folgt der Route (1) am Hang des Puy Redon vorbei bis kurz vor dem Aufstieg zum Gipfel de Clierque und nimmt anschließend den nach rechts ausgewiesenen Pfad Richtung Station Mont-Dore. Dies ist ein nicht allzu schwieriger Pfad, der den Weg zurück im Vergleich zu Route (1) stark abkürzt.
  4. Man lässt sich auf eine etwas weniger gesicherte Tour ein und folgt dem anschließend beschriebenen Pfad.
  5. Man wählt den gleichen Weg wie beim Aufstieg über die breite Straße/ mittels Bergbahn.

Wir entscheiden uns für Rückweg Nr. 4 und folgen den Stufen bis ca. zur Hälfte und begeben uns auf den rot-weiß markierten Pfad. Vorbei am Gipfel Redon, auf dem Weg zum Puy de Clierque, erreichen wir einen weißen Fels rechts am Wegrand, von dem rechterhand ein sehr schmaler Pfad abgeht. Diesem folgen wir und bleiben auch auf ihm, bis er sich schmal am Hang des Berges entlang schlängelt. Seine Breite misst vielleicht 30 cm und so ganz sicher fühlt man sich nicht auf ihm angesichts der steilen Abhänge rechts. Dafür führt er uns über bunte Bergwiesen und den Kamm mehrerer kleiner Berggipfel, die ins Tal hinein laufen. Hält man hier die Augen offen und hat Glück, kann man Gemsen oder andere Tiere auf den Gipfeln beobachten. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, so belohnt doch der schöne Blick in die Täler rechts und links, auf die Bergbahn oder umliegenden Berge den Wanderer, sowie die Einsamkeit auf dieser Strecke im Vergleich zu den anderen Routen.

Beim Wandern über die Kämme sollten die Schritte vorsichtig gesetzt werden, da der Pfad nicht immer gut sichtbar ist und verworrene Grasbüschel, Zweige oder Erdlöcher schnell zu Stolperfallen werden können. Die Ab- und Aufstiege zwischendrin erfordern kaum Anstrengung, nur Trittsicherheit. Nach einiger Zeit erreicht man die letzten über diesen Weg begehbaren Felsen. Sie sehen teilweise aus, als würden sie aus locker übereinander geschichteten Steinen bestehen - ähnlich eingefallener Mauern. In der Felswand sind an mehreren Stellen Metallhaken für Klettertouren zu sehen. An der Flanke des letzten über den Pfad erreichbaren Felsens werden wir durch ein Waldstück wieder hinab zur Station Mont-Dore geführt.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
unterwegs keine

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Aufstieg 1325 m - 1885 m + 1:30 1:30 Puy de Sancy
Abstieg 1885 m - 1325 m + 1:30 3:00 Station du Mont-Dore

Autor: Isa Papke
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