Ammergauer Alpen

Kramerspitz (1985 m)

Kramerspitz
Aufstieg 3:30 h Abstieg 2:45 h
2
1200 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (55) Gipfelbuch (5)
Karte

Garmisch (800 m) - St. Martinshütte (1028 m) - Kramerspitz (bzw. Kramer, 1985 m) - Stepbergalm (1592 m) - Garmisch (800 m)

Charakter: Mittelschwierige und lange Bergwanderung, die Trittsicherheit und eine gute Kondition erfordert

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch, nach dem Autobahnende durch Oberau hindurch fahren, gleich nach dem Tunnel nach rechts Richtung Fernpass/Reutte abbiegen. In Garmisch beim Wegweiser "Tierheim" rechts abbiegen, in der Folgezeit der Ausschilderung folgen, am Tierheim vorbei und bis zum Wanderparkplatz beim Gasthof Almhütte fahren.

Karte: Kompasskarte 5 - Wettersteingebirge, Zugspitzgebiet (1:50 000)

Wer eine lange und abwechslungsreiche Wanderung mit schöner Aussicht sucht, ist mit der Kramerspitz bei Garmisch bestens bedient. Nach einem steilen Aufstieg über die St. Martinshütte muss sich der Gipfel in einer interessanten und langgezogenen Kammwanderung erarbeitet werden. Mit einem Abstieg über die Stepbergalm und durch das Gelbe Gwänd wird aus der Besteigung eine spannende Rundtour mit schön gelegener Einkehrmöglichkeit.

Aufstieg: Wir beginnen unseren Aufstieg bei der großen Übersichtstafel gegenüber des Gasthofs Almhütte. Nach wenigen Metern biegen wir rechts ab und folgen dem Waldlehrpfad. Fast eben geht es nun über den breiten Wanderweg dahin. Nach etwa 20 Minuten treffen wir auf eine überdachte Sitzbank. Hier biegen wir links ab und folgen dem Wegweiser zur Sankt Martinshütte. Über einen breiten Fahrweg erreichen wir eine halbe Stunde später die am Grasberg gelegene Hütte. Von hier hat man bereits einen schönen Ausblick auf Garmisch und das Wettersteingebirge, allen voran auf die Alpspitze.

Hinterhalb der Hütte geht der breite Fahrweg in einen schmalen Waldpfad über. Der Weg wird nun steiler und lässt uns zügig an Höhe gewinnen. Langsam lichtet sich der Wald und gibt endgültig den Blick auf Garmisch und die umliegende Bergwelt des Ester-, Karwendel- und Wettersteingebirges frei. Eine gute halbe Stunde nach Passieren der St. Martinshütte erreichen wir die Felsenkanzel, eine kleine über dem Abgrund hängende Aussichtsplattform. Wer schon immer zur Garmischer Bevölkerung sprechen wollte kann dies hier tun.

Wir folgen weiter unserem steilen Pfad bis wir eine gute halbe Stunde später auf einen Wegweiser treffen. Hier biegen wir links ab zur Kramerspitz. Zuerst wandern wir über Wiesen bergauf und erreichen im Anschluss latschenbewachsenes Terrain. Eine Drahtseilsicherung hilft über eine kurze Schrofenpassage hinüber. Linker Hand können wir schon bald einen ersten Blick auf den Gipfel des Kramer werfen. Über einen steinigen Pfad wandern wir zu einem Bergrücken empor. Am Kamm angekommen trennt uns immer noch eine Stunde Gehzeit vom Gipfelglück.

Nun folgen wir in einem abwechslungsreichen Auf und Ab dem Kammverlauf. Der Weg ist dabei teilweise recht steil und verläuft auf schottrigem Untergrund. An einer weiteren Schrofenpassage erleichtert ein Drahtseil das Vorankommen. Wir erreichen einen grasigen Buckel und sehen nun direkt auf die steile Flanke des Nebengipfels. Hier ist der Pfad nur noch schlecht zu erkennen. Man wandert nun nicht geradeaus weiter, sondern wendet sich nach rechts und steigt an der Nordseite des Buckels nach unten. Schon nach wenigen Schritten ist der Pfad wieder sichtbar.

Nun verlieren wir einige Höhenmeter und passieren in einem Gegenanstieg die felsige Flanke des Nebengipfels. An seiner grasigen Rückseite steigen wir wieder empor und folgen dem Kammverlauf in Richtung Hauptgipfel. Über einen steilen und steinigen Pfad erreichen wir letztendlich das Gipfelkreuz des Kramer. Das Kreuz steht nicht am höchsten Punkt. Dieser wird innerhalb von zwei Minuten über einen schrofigen Steig erreicht. Vom Gipfel schauen wir nun hinunter nach Garmisch und Grainau und überblicken die felsigen Bergketten des Karwendel- und Wettersteingebirges.

Abstieg: Wir überschreiten den Kramer und folgen dem Pfad in westlicher Richtung. Steil geht es nun über einen schottrigen Pfad bergab. Wir erreichen nun einen sanften grasigen Bergrücken, dem wir weiter Richtung Westen folgen. Schließlich steigen wir nun über latschenbewachsenen Hang hinunter zur Stepbergalm, die wir eine Stunde nach Aufbruch vom Kramergipfel erreichen. An der Stepbergalm wählen wir den Abstieg durch das Gelbe Gwänd (ausgeschildert). Steil geht es nun nach Süden in bewaldetes Terrain und im Anschluss in die felsige Landschaft des Gelben Gwänds hinein. Später gelangen wir zu einem breiten Forstweg, den sogenannten Kramer-Plateauweg. Über diesen kehren wir zurück zu unserem Ausgangspunkt beim Gasthof Almhütte.


Beschriftetes Panoramafoto, Ausblick von der Kramerspitz (5745 x 720 px, 1 MB)

Einkehrmöglichkeiten:
  • St. Martinshütte am Grasberg (1040 m), privat, Tel.: +49 (0)8821 / 4970, ganzjährig geöffnet, von Mitte bis Ende November geschlossen
  • Stepbergalm (1592 m), privat, Tel.: +49 (0)171 / 546 07 88, geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober. In den Monaten Mai und Juni am Montag Ruhetag.


  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
800 m - 1040 m + 0:50 0:50 St. Martinshütte
1028 m - 1985 m + 2:40 3:30 Kramerspitz
1985 m - 1592 m + 1:00 4:30 Stepbergalm
1592 m - 800 m + 1:45 6:15 Garmisch, Gasthof Almhütte

Autor: Didi Hackl
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