Italien Sarntaler Alpen

Stoanerne Mandln (2003 m)

Charakter 1

Tourdaten:

Aufstieg Aufstieg:  2:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  1:45 Stunden
Höhenmeter 500 Höhenmeter

Kampidell (1560 m) - Jenesier Jöchl-Alm (1664 m) - Putzwiesen (1942 m) - Stoanerne Mandln (2003 m) - Möltener Kaser (1763 m) - Jenesier Jöchl-Alm (1664 m) - Kampidell (1560 m)

Charakter: Leichte Bergwanderung, die über breite Forstwege und kleine Wald- und Wiesenpfade zu einem sanftem Aussichtsgipfel führt. Der Waldweg zwischen dem Möltener Kaser und der Jenesier Jöchl-Alm ist im Frühjahr oft vereist und im Sommer bei Nässe matschig. Die Runde ist auch bei moderater Schneelage gut machbar.

Anfahrt: Autobahn München - Innsbruck - Brenner - Bozen bis zur Ausfahrt Bozen Nord. Nach der Ausfahrt rechts in die Staatsstraße 12 Richtung Bozen abbiegen und diese bei der nächsten Ausfahrt verlassen. Bei Kreisverkehr in die Staatsstraße 22 nach Bozen einbiegen und durch den Stadtteil Rentsch den Schildern Richtung Sarntal/Jenesien folgen. Nach der Sankt-Anton-Brücke links und nach 200 Metern rechts Richtung Jenesien abbiegen. Der Bergstraße SP 99 über Jenesien nach Flaas folgen und in Flaas rechts nach Kampidell abbiegen. Der schmalen Teerstraße folgt man für 4 km vorbei am Stegerhof hinauf zum großen gebührenpflichtigen Wanderparkplatz (3 Euro pro Tag, Stand 2015).

Mit Bus & Bahn: Vom Busbahnhof in Bozen mit der Bus-Linie 156 nach Schermoos (zur Fahrplanauskunft) und von dort zu Fuß über den Wanderweg Nr. 5 Richtung Jenesier Jöchl (zusätzliche Gehzeit im Auf- und Abstieg von insgesamt gut 1 ½ Stunden).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:

46.607672, 11.29928 (in Google Maps öffnen)

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Einer der bekanntesten Orte in den südlichen Sarntaler Alpen ist der sagenumwobene Almrücken der Hohen Reisch, der von unzähligen mannshohen Steinmännern geziert wird. Der Legende nach war der Platz in gut 2000 Metern Höhe ein Treffpunkt für Hexentänze und Teufelsanbetungen. Eine Gerichtsschrift aus dem 16. Jahrhundert deutet darauf hin, dass die Steinmänner seit einem halben Jahrtausend existieren. Funde von Felsgravuren und Werkzeugen unterstützen die Theorie, dass der Platz sogar schon von den Kelten genutzt wurde. Heute sind die Stoanernen Mandl besonders bei Wanderern beliebt. Der unschwierige Anstieg zum sanften Gipfelrücken ist aus mehreren Himmelsrichtungen möglich. Sehr empfehlenswert ist es, die Stoanernen Mandln von Kampidell über das Jenesier Jöchl und die Putzwiesen zu erwandern. Während der schönen und aussichtsreichen Runde werden gleich zwei urige Einkehrmöglichkeiten passiert.

...vorbei an einem Hof Aufstieg: Vom Parkplatz folgen wir dem breiten Fahrweg in nordwestlicher Richtung bergauf. Nach wenigen Metern passieren wir ein Marterl und einen ersten Wegweiser ("Jenesier Jöchl"). Nur zwei Minuten später treffen wir auf einen Querweg und biegen rechts ab. Wir folgen nun dem Weg Nr. 5 Richtung Jenesier Jöchl und wandern durch ein kleines Waldstück. Kurz darauf passieren wir einige Gebäude und spazieren über den breiten und flachen Weg in nordöstlicher Richtung. Nun können wir erste Ausblicke in Richtung Dolomiten zum Rosengarten und zum Latemar genießen. Nach einer Gehzeit von 25 Minuten gelangen wir zu einem Abzweig Richtung Möltner Kaser, den wir links liegen lassen. Wir bleiben auf unserem Fahrweg, der nach einem Rechtsknick wieder etwas steiler bergauf führt.

Wir folgen von der Jenesier Jöchl-Alm dem Weg Nr. 5... Nach einer Gehzeit von einer guten halben Stunde erreichen wir die Jenesier Jöchl-Alm (1664 m), die sich etwas unterhalb des Weges befindet. Wir ignorieren den Abzweig zur Alm und folgen in einem Linksbogen dem breiten Forstweg (Weg Nr. 5 Richtung Putzer Kreuz und Sarnthein). Etwa sieben Minuten später gelangen wir zu einer Weggabelung und schlagen den linken Forstweg ein (Wegweiser "Nr. 5 - Putzer Kreuz"). Nach einem Rechtsbogen gabelt sich der Weg nochmals. Hier wählen wir den linken (oberen) Forstweg (Wegweiser "Nr. 5 - Putzer Kreuz"), der uns etwas steiler durch den Wald bergauf führt. Nach gut 10 Minuten passieren wir eine Lichtung mit einem Jägerstand. Kurz darauf erreichen wir eine Verzweigung. Hier verlassen wir den Weg Nr. 5 und biegen nach links zu den Stoanernen Mandln ab (beschildert).

Blick zum Villanderer Berg und zur Sarner Scharte Nun folgen wir dem schmäleren Waldweg in nördlicher Richtung bergauf und gelangen gut fünf Minuten später zu einem Querweg. An der Kreuzung biegen wir links und wenige Schritte später gleich wieder rechts ab (Wegweiser "Weg Nr. 23b - Stoanerne Mandln"). Im Anschluss wandern wir über den Waldweg in nordwestlicher Richtung sanft bergauf. Gut 10 Minuten später verlassen wir den Bergwald und erreichen die Putzwiesen. Wir folgen dem freien und breiten Bergrücken nordwärts und bleiben dabei links von einem Holzzaun. Zu unserer Rechten schauen wir nun über das Sarntal zum Villanderer Berg und zur Sarner Scharte. Einige Minuten später tauchen vor uns der Große Ifinger, die Verdinser Plattenspitze und der Große Mittager auf.

Gebetsfahnen Zu unserer Linken erkennen wir bereits die Stoanernen Mandln. Nach einer Gehzeit von gut 1 ¾ Stunden erreichen wir den höchsten Punkt der Putzwiesen (1942 m), der von einem Tisch und zwei Sitzbänken geschmückt wird. Nun wenden wir uns in Aufstiegsrichtung nach schräg links (Nordwesten) und spazieren in die Senke zwischen Putzwiesen und Stoanerne Mandln hinunter. In der Senke passieren wir einen auffälligen Wegweiser und einen markanten Felsblock. Im Anschluss wandern wir in einem Gegenanstieg von 70 Höhenmetern zu einem Schilderbaum am Fuße der Ostflanke der Stoanernen Mandln hinauf. Dort wenden wir uns nach scharf links (Wegweiser "Stoanerne Mandln") und steigen über die Ostflanke zur großen mit unzähligen Steinmännern übersäten Gipfelfläche (2003 m) und zum Gipfelkreuz hinauf.

Der Möltner Kaser Abstieg: Wir überschreiten den Gipfel und folgen dem Bergrücken in südwestlicher Richtung zu einem Wegweiser ("Weg Nr. 23a - Möltner Kaser"). Nun wandern wir über den breiten Rücken zuerst südwestwärts und später in südlicher Richtung bergab. Wir passieren einen überdachten Unterstand und erreichen einige Minuten später ein Waldstück. Der Weg 23a schlängelt sich nun zügig durch den Bergwald zum Möltner Kaser (1763 m) hinunter, den wir 40 Minuten nach Aufbruch am Gipfel erreichen. Für den Weiterweg zur Jenesier Jöchl-Alm gehen wir links an der Almwirtschaft vorbei und treffen am Weidezaun auf einen Wegweiser ("Jenesier Jöchl"). Hier halten wir uns rechts und folgen dem Wiesenpfad zu einem Waldstück. Der Waldweg bringt uns in sanftem Gefälle innerhalb von gut 30 Minuten zur Jenesier Jöchl-Alm, wo wir wieder auf den Aufstiegsweg treffen. Über diesen kehren wir in weiteren 30 Minuten zum Parkplatz in Kampidell zurück.

Variante: Am Möltner Kaser gibt es auch die Möglichkeit, ohne Umweg über die Jenesier Jöchl-Alm den direkten Weg Richtung Kampidell einzuschlagen (beschildert). Dieser mündet in den breiten und vom Aufstieg her bekannten Fahrweg, der zurück zum Parkplatz führt.

Einkehrmöglichkeiten:

  • Jenesier Jöchl-Alm (1664 m), Tel. 0039/338 9213269. Vom 1. April bis 15. November und vom 26. Dezember bis 6. Januar täglich geöffnet. Vom 7. Januar bis 31. März samstags und donntags sowie an Feiertagen geöffnet.
  • Möltner Kaser (1763 m), Tel. 0039/349 1243720. Geöffnet von Ende April bis Anfang November. Vom 26. Dezember bis zum ersten Wochenende nach Heilig Drei Könige täglich und danach bis Ende Februar an den Wochenenden geöffnet.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1560 m - 1664 m + 0:35 0:35 Jenesier Jöchl-Alm
1664 m - 1942 m + 1:15 1:50 Putzwiesen
1942 m - 2003 m + 0:40 2:30 Stoanerne Mandl
2003 m - 1763 m + 0:40 3:10 Möltener Kaser
1763 m - 1664 m + 0:35 3:45 Jenesier Jöchl-Alm
1664 m - 1560 m + 0:30 4:15 Kampidell

Autor: Didi Hackl


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Gesamtbewertung der Tour „ Stoanerne Mandln“:
sehr empfehlenswert
Im Durchschnitt 5 von 5 (1 Bewertung)
Letzter Eintrag (von Didi):
05.04.15   [weiter]

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