Die Drei Zinnen sind das wohl bekannteste Bergmassiv der Dolomiten und ziehen im Sommer die Besucher magisch an. Durch die Nähe zur Auronzohütte, die über eine Mautstraße mit dem Auto erreicht werden kann, herrscht rund um die markanten Felstürme selten Bergeinsamkeit. Am Fuße des Paternkofels liegt die Dreizinnenhütte. Von der Terrasse der Hütte lässt sich der wunderbare Nahblick auf die steil abfallenden Nordwände der Drei Zinnen genießen. Dementsprechend gut besucht ist das Schutzhaus, das nur zur Sommersaison geöffnet hat.
Die ursprüngliche Hütte wurde 1881 vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein erbaut. Die Drei Zinnen waren im Ersten Weltkrieg Schauplatz des Dolomitenkriegs zwischen Österreich-Ungarn und Italien. 1915 wurde die Dreizinnenhütte von einer Granate zerstört. Nach einer Barracke als Übergangslösung errichtete 1935 der Italienische Alpenverein die neue Dreizinnenhütte. Am Paternkofel und Toblinger Knoten zeugen noch heute Kriegssteige und Stollen vom Dolomitenkrieg.
Vom hoch gelegenen Parkplatz an der Auronzohütte muss man mit etwa 1 ½ Stunden Gehzeit zur Dreizinnenhütte rechnen. Der Weg führt von dort über die Lavaredohütte und den Paternsattel zum Schutzhaus. Zur Hauptsaison teilt man sich diese Route mit vielen weiteren Besuchern. Reizvoller ist von der Auronzohütte der längere Weg über die Mitterscharte und die Langalm. Bei dieser Variante benötigt man etwa 2 ¼ Stunden bis zur Dreizinnenhütte. Ruhiger, aber ebenfalls alles andere als einsam, präsentiert sich der Anstieg vom Fischleinboden über die Talschlusshütte. Während des gut 3-stündigen Anstiegs müssen 1000 Höhenmeter überwunden werden.
Autobahn München - Innsbruck - Brenner bis zur Ausfahrt Brixen und ins Pustertal. Über Bruneck bis nach Toblach. Von hier
Mit der Pustertalbahn nach Toblach und von dort mit dem Bus-Linie 444 zur Auronzohütte. Alternativ mit der Bahn nach Innichen und mit der Bus-Linie 446 (Richtung Kreuzbergpass) zur Haltestelle Moos (Sexten), Fischleintalboden.
Von der Auronzohütte (2320 m) in 1 ½ Stunden, alternativ vom Fischleinboden (Sexten) und die Talschlusshütte in 3 bis 3 ¼ Stunden (1130 Höhenmeter)
Zustieg von der Auronzohütte: Vom Rifugio Auronzo dem breiten Weg ostwärts folgen. Nach einer Kapelle und einer Linkskurve zur Lavaredohütte (2344 m). Vor der Hütte linkshaltend in einen Wanderweg einbiegen und auf dem steinigen Pfad hinauf zum Paternsattel (2454 m). Alternativ dazu bleibt man an der Lavaredohütte einfach am breiten Weg. Vom Paternsattel auf der geräumigen Trasse nach Norden und zum Ende auf einem gestuften Weg empor zu einer Hochfläche. Über diese zur Dreizinnenhütte (2405 m, 1 ½ Stunden ab dem Rifugio Auronzo).
Aufstieg vom Fischleinboden: Vom Parkplatz Fischleinboden (1454 m) nach Südwesten und über den Teerweg an einem Haus vorbei spazieren. Dem breiten Weg zur Talschlusshütte (1548 m) folgen und rechts am Berggasthof vorbei. Nach einem kurzen Anstieg an der Weggabelung schräg rechts Richtung Dreizinnenhütte halten. Ins Altensteiner Tal hinein und empor zu einem Schotterfeld wandern. In Kehren hinauf zu einer Bergschulter mit einer Rastbank. Dort nach rechts und durch eine felsige Gasse über Stufen weiter aufwärts. Dann weiter auf einer Hochfläche der Bödenalm und oberhalb der Bödenseen in einem weiten Linksbogen zur Dreizinnenhütte (2405 m, 3 bis 3 ¼ Stunden ab dem Fischleinboden).