Cañadas-Straße bei Kilometer 40 (2250 m) - Refugio de Altavista (3260 m) - Pico del Teide (3718 m)
Längere aber technisch einfache Hochtour
Bei km 40 der Cañadas-Straße (C-821), der Straße, die den Teide Nationalpark durchquert. Ein großer mit Steinen ummauerter Wegweiser zeigt schematisch den Weg zum Teide.
Für die letzten Höhenmeter zum Gipfel ist eine Genehmigung erforderlich. Diese ist kostenlos in Santa Cruz im Büro der Nationalpark-Verwaltung, in der Calle Emilio Calzadilla 5, zu bekommen. Ausweis und Kopie des Ausweises aller beteiligter Personen mitnehmen!
Reservierung online: reservasparquesnacionales.es
Vom Parkplatz ausgehend führt uns zunächst ein breiter Fahrweg
Richtung Norden. Wer früh unterwegs ist sieht, verursacht durch die
langsame aufgehende Sonne, die wüstenähnliche Landschaft tief
eingetaucht in einem rötlichem Licht. Irgendwie fühlt man sich
wie Spirit auf dem Mars, oder eben wie Beagle 2 kurz bevor er dort war.
Nach kurzer Zeit zweigt eine Abkürzung nach links ab, die wir jedoch
ignorieren und bewundern weiterhin die atemberaubende karge Wüstenlandschaft.
Nach etwa einer Stunde erreichen wir die „Huevos del Teide“, die Teide Eier. Hierbei handelt es sich um verfestigte Lava, welche über noch flüssige Lava weiter gerollt ist und ähnlich wie beim Schneemann bauen gewaltige Kugeln bildete.
Eine Viertelstunde später zweigt rechts der Weg zum Refugio de Altavista
ab. Der Weg, nun zunehmend steiler, schlängelt sich in Serpentinen
durch ein helles Geröllfeld. Links von uns ist ein wesentlich dunklerer
Lavastrom zu erkennen. Eine Stunde nach der Abzeigung erreichen wir die
Schutzhütte, die zu einer ausgiebigen Brotzeit einlädt. Die Hütte
ist nicht bewirtschaftet, Essen und Getränke müssen selbst mitgebracht
werden. Unter uns erstreckt sich weitläufig der Teide Nationalpark.
Teils durch dunkle Geröllmassen, im Frühjahr teils auch durch Schnee, gehen wir weiter. Bald taucht der hell leuchtende Gipfel des Teide über dem Lavafeld auf. 20 Minuten später erreichen wir den Panaromaweg, der westlich und östlich von der Seilbahnstation den Touristen, die mit der Seilbahn gekommen sind (und uns natürlich auch), einen Überblick über das Tal verschafft.
Kurz vor der Seilbahn geht es rechts weiter auf den Gipfel. Hier ist ohne
Genehmigung wenig zu machen. Vor uns versuchte es jemand mit Überreden
und Bestechung, musste aber wieder umkehren. Nur wer früh unterwegs
ist, bevor die erste Seilbahn fährt und die Parkwächter auf ihre
Posten bringt, kommt hier ohne Genehmigung weiter. Nun geht es zügig auf den Gipfel zu. Während uns schon die ersten
Schwefeldämpfe in die Nase kriechen umrunden wir rechts den Kraterrand
und stehen, nun völlig in einer stinkenden Schwefelwolke eingehüllt,
am höchsten Punkt Spaniens. Belohnt durch die Aussicht und der Gipfelhalben
gewöhnen wir uns bald an den Geruch.
Lange lassen wir unsere Blicke noch über den Nationalpark, dem Pico Viejo mit seinen 3106 Metern (der kleinere Nebengipfel des Massivs) und den Nachbarinseln schweifen, bevor wir über den selben Weg den Rückweg antreten.
Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2250 m | - 3260 m | + 2:00 | 2:00 | Refugio de Altavista | |
| 3260 m | - 3718 m | + 2:30 | 4:30 | Pico del Teide | |
| 3718 m | - 3260 m | + 1:30 | 6:00 | Refugio de Altavista | |
| 3260 m | - 2250 m | + 1:15 | 7:15 | Parador Nacional de las Cañadas | |