Cottische Alpen

Monte Granero (3171 m)

5
Tourdaten:
Aufstieg:  0:00 Stunden
Abstieg:  0:00 Stunden
1457 Höhenmeter

Pian Melzè (1714 m) – Pian del Re (2020 m) – Pian Mait de Viso (2410 m) – Colle delle Traversette (2950 m) – Colle delle Seilierino (2884 m) – Monte Granero (3171 m) – Rifugio Granero (2350 m)

Charakter: Schwierige Bergtour. Trittsicherheit, Kondition und absolute Schwindelfreiheit erforderlich. Ebenso ist an manchen Stellen aufgrund von Steinschlaggefahr ein Helm empfehlenswert

Anfahrt: Ausgangspunkt der Tour ist die Ortschaft Pian Melzè in 1714 Metern Höhe

So wie es aussah, ist hier wildes Campen durchaus erlaubt (zumindest geduldet). Die erste dreiviertel Stunde führt uns auf einem breiten Wanderweg auf Pian del Re zu. Hierbei geht es, vorbei an einem Wasserfall des Po. Das Quellgebiet Italiens wohl bekanntesten Flusses liegt ein wenig oberhalb von Pian del Re. Eine nicht renovierte Kapelle thront majestätisch über der Kante. Auch Pian del Re bietet Übernachtungsmöglichkeiten. Die Zimmer sind zwar sehr schlicht, dafür aber ausgesprochen teuer!

Von Pian del Re geht es weiter auf dem GTA (Grande Traversata delle Alpi) Richtung Collo delle Traversette. Aufgrund der schlechten Sicht zeigten sich die imposanten Felsen der gesamten Region nur selten, trotzdem ließ sich erahnen, dass der Weg V16 durchaus im Stande wäre, einen Fotografen mehr als 3 Stunden bis zum „Collo delle Traversette“ zu beschäftigen. Vorbei, an einem vermutlich vormals militärisch genutztem Gebäude und jeder Menge alten Stacheldrahts, ist die französische Grenze aber dann doch in der vorgeschriebenen Zeit erreicht.

Hier zeigt sich deutlich, wie der Kamm der Monviso-Gegend als Wettergrenze fungiert. Kaum ist man auf der Westseite der Region herrscht strahlender Sonnenschein. Leider nur von kurzer Dauer. Nach etwa einer halben Stunde geht es nördlich (rechts) vom GTA erneut auf den Hauptkamm (Colle delle Seilierino 2884 m) zu, und wir erreichen wieder italienisches Gebiet. Nach ein paar Metern weißt uns eine grüne Markierung den Weg zum nebligen Gipfel.

Der Weg führt nun erst gemächlich, dann immer steiler werdend durch felsiges Gelände. Immer wieder kommt man an malerischen Bassins und an durch die Schneeschmelze hervorgerufene Mini-Wasserfälle vorbei. Die schlechte Sicht gab aber nur zeitweise eine Sicht auf die Umgebung frei. Zunehmend mit der Höhe ist auch hin und wieder mit leichterer Kletterei zu rechnen. Die letzen 20 HM müssen ohne jegliche Sicherungen auf Klettersteigniveau überwunden werden. Der brüchige Fels erleichtert die Sache natürlich auch nicht.

Die am Gipfel angebrachte Madonna blickt ehrfürchtig in Richtung des Monviso, konnte an diesem Tag aber vermutlich genauso wie ich außer Wolken nicht viel erkennen.

Der Abstieg erfolgt zunächst auf dem gleichen Weg. Wir folgen aber dem Weg auf der Ostseite des Grates. Der Weg ist meist gut markiert, auf Grund von Schneefeldern kann es aber durchaus passieren, mal vom Weg abzukommen. Vom Lago de Lunge ist die Hütte Refugio Granero nicht weit entfernt. Also keine Angst, wer im Ablauf des Sees nochmal nass wird hat nur noch etwa 10 Minuten zu gehen.

Ein Blick auf den Viso war mir leider der ganzen Tour verwehrt.

Weiter geht’s mir der Tour auf den Monte Manzol.

Autor: Tom Lindner
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