Steinadler

Aquila chrysaetos

Der Mensch sah den Steinadler von jeher als Gefahr für die eigenen Nutztiere und als Konkurrent für die Jagd an und verfolgte ihn gnadenlos. In Mitteleuropa wurde der Steinadler in den meisten Regionen ausgerottet. Nur in den unzugänglichen und abgelegenen Gebieten der Alpen und der Karpaten konnte der große Raubvogel überleben. In Deutschland gibt es nur noch wenige Brutpaare in den Bayerischen Alpen. Der Vogel nistet nur in abgelegenen Winkeln und reagiert sehr empfindlich auf Störungen durch Hubschrauber oder Gleitschirmflieger. Außerhalb Europas ist der Steinadler auch in Nordamerika, Asien und auch in nördlichen Teilen Afrikas beheimatet. Der Steinadler ist nach dem Seeadler die zweitgrößte Adlerart in Deutschland.

Merkmale: Der Steinadler erreicht eine Körperlänge von bis zu 100 cm, wobei die männlichen Vögel etwas kleiner sind. Die Spannweite bemisst bei den Männchen bis zu 210 cm, bei den Weibchen bis zu 230 cm. Das Gefieder der Steinadler ist einfarbig dunkelbraun mit einer goldenen Färbung im Nacken. Jüngere Steinadler sind leicht an den weißen Federpartien an den Flügeln zu erkennen. Erst mit der Geschlechtsreife (4. bis 5. Lebensjahr) beginnt die weiße Färbung zu verschwinden. Der gebogene Schnabel hat eine dunkelgraue Farbe. Männliche Steinadler werden zwischen drei und viereinhalb Kilo schwer, die weiblichen Artgenossen bringen dagegen zwischen vier und sechseinhalb Kilogramm auf die Waage.

Lebensweise: Der Steinadler bevorzugt einsame Gebiete und scheut die Nähe des Menschen. Durch die Verfolgung hat sich der Steinadler in Mittel- und Westeuropa ausschließlich in gebirgige Regionen zurückgezogen und jagt zumeist oberhalb der Waldgrenze.

Ernährung: Der Steinadler ernährt sich von verschiedenen Vögeln und Säugetieren. Auf dem Speiseplan stehen z. B. Schneehasen, Murmeltiere, jungen Gämsen, Rauhfußhühner, Alpenschneehühner oder Steinbockkitze. Der Steinadler verschmäht also auch keine Kost, dessen Körpergewicht deutlich schwerer ist als das eigene.

Fortpflanzung: Steinadler bauen ihre Horste auf Felsvorsprünge und gelegentlich auch auf hohe Bäume. Im Winter ist für die Steinadler Paarungszeit, das Weibchen brütet im Frühjahr zwischen März und Juni. Nach einer Brutzeit von etwa 45 Tagen schlüpfen meist zwei Junge, von denen oft nur eines überlebt. Nach 80 Tagen verlassen die Jungvögel erstmals ihren Horst. Die erste Zeit nach dem Verlassen des Nests und manchmal bis zum Jahresende wird der Nachwuchs von den Eltern mit Futter versorgt.

Feinde: Der größte Feind des Steinadlers ist der Mensch. Anstelle der intensiven Bejagung sind nun die vom Menschen verursachten Umweltgifte und die Störung seines Lebensraums getreten.

Lebenserwartung: Steinadler werden 20 Jahre alt, in Gefangenschaft auch älter.

Steinadler-Steckbrief:
Klasse: Vögel
Ordnung: Greifvögel
Unterordnung: Aquilinae
Familie: Habichtartige
Gattung: Echte Adler
Wissenschaftlicher Name: Aquila chrysaetos

Steinadler-Galerie:



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