Romantisch verschneite Laubensteinalm

Winterwandern

Hier finden Sie Berge, die im Winter auch ohne Hilfsmittel wie Schneeschuhe oder Skier erklommen werden können. Beim Winterwandern sind neben Teleskopstöcken auch Grödeln sehr hilfreich. Bei hoher Schneelage kann es schwierig und auch gefährlich sein, die jeweiligen Gipfel zu erreichen. Bitte beachten Sie daher den Lawinenwarndienst und planen Sie Ihre Tour dementsprechend! Bei ungünstigen Verhältnissen bieten sich auch die Hütten, die hier vorgestellt werden, als lohnende Endstation der Winterwanderung an.

1. Rauschberg (1645 m), Chiemgauer Alpen

Rauschberg
Anstieg über eine gewaltze Trasse: Der Rauschberg bei Ruhpolding ist der ideale Berg für eine Winterwanderung. Über die teils präparierte ehemalige Familienabfahrt lässt sich der Gipfel auch bei tief winterlichen Verhältnissen recht einfach erreichen. Die Trasse reicht bis zum Gipfelkreuz, ein Einsinken in hüfthohem Schnee droht am Rauschberg nicht. Nur die uneingeschränkte Bergeinsamkeit wird man am Rauschberg nicht erleben, da der Berg auch mit einer Seilbahn erschlossen ist. Dafür punktet der Chiemgauer Aussichtberg mit einem wunderschönen Ausblick und einer Einkehrmöglichkeit kurz unterhalb des Gipfels. Das Rauschberghaus ist zur Winterzeit ab Mitte Dezember geöffnet (Aufstieg 2 ½ Stunden, Abstieg 1 ¾ Stunden).

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2. Rotwand (1884 m), Mangfallgebirge

Rotwand
Höchster Berg am Spitzingsee: Vom Spitzingsee führt ein komfortabler breiter und geräumter Forstweg bis zum Rotwandhaus hinauf. Bis zum Gipfel der Rotwand sind es von der Hütte nur noch 150 Höhenmeter, die zwar in einer anstrengenden Schneestapferei enden können, aber auch meist gut gespurt sind. Der geräumte Weg zum Rotwandhaus wird im Winter zudem als Rodelstrecke genutzt. Die Schlittenfahrt fällt aufgrund einiger Flachstücke nicht sonderlich rasant aus, dennoch überwiegt die Freude über einen im Winter recht leicht erreichbaren Aussichtsberg. Zudem lockt das ganzjährig bewirtschaftete und herrlich gelegene Rotwandhaus mit hervorragender Küche. Bei ungünstigen Verhältnissen drohen aus den steilen Flanken des Rotwandkamms Lawinen, daher sollte im Vorfeld der Tour der Lawinenwarndienst studiert werden (Aufstieg 2 ½ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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3. Riesenberg (1444 m), Chiemgauer Alpen

Riesenberg
Kurzer Tiefschneeanstieg und langes Rodelvergnügen: Vom Parkplatz Lederstube bei Frasdorf leitet im Winter ein geräumter breiter Fahrweg vorbei an der Frasdorfer Hütte hinauf bis zur Riesenhütte. Nach dem ungemein komfortablen Anstieg kann der Hausberg der Riesenhütte, der Riesenberg, in einem finalen Schneegestapfe von knapp 20 Minuten erreicht werden. Der Anstieg wird im Winter oft gemacht und sollte daher meist gut gespurt sein. Aber auch wenn man auf den Gipfel verzichten sollte: Schon allein die Wanderung zur Riesenhütte ist mehr als reizvoll und mit gut zwei Stunden Gehzeit auch nicht gerade kurz. Nicht fehlen darf eine rasante Rodelfahrt von der Riesenhütte hinunter zur Lederstube. Schlitten können an der Hütte geliehen werden (Aufstieg 2 ½ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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4. Wallberg (1722 m), Mangfallgebirge

Wallberg
Besuchermagnet am Tegernsee: Der Wallberg ist auch zur kalten Jahreszeit kein Garant für Bergruhe und Einsamkeit. Im Winter zieht der beliebte Aussichtsberg die Wintersportler und Rodler an. So liegt bei einer Winterwanderung die größte Gefahr darin, von einem übermütigen Rodler überfahren zu werden. Nach der Bergstation der Seilbahn kehrt dann auch langsam Ruhe ein, der Weiterweg bis zum Gipfel ist etwas anspruchsvoller und nichts mehr für Bergtouristen mit schlechtem Schuhwerk. Am großen Gipfelkreuz kommt man in den Genuss eines herrlichen Tiefblicks hinunter zum Tegernsee und einer Fernsicht, die bis zu den Hohen Tauern und den Zillertaler Alpen reicht (Aufstieg 2 ¾ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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5. Fockenstein (1564 m), Mangfallgebirge

Fockenstein
Der Hausberg der Aueralm: Die Aueralm oberhalb von Bad Wiessee ist zu jeder Jahreszeit ein sehr begehrtes Ziel. Der Anstieg zur Aueralm ist auch zur kalten Jahreszeit völlig unproblematisch. Der Weiterweg von der Aueralm zum Fockenstein ist etwas anspruchsvoller. Doch Dank seiner Beliebtheit ist der Weg zum Gipfel meist gut gespurt und ausgetreten. Die Aueralm hat im Winter ab dem 2. Weihnachtsfeiertag von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Eine Abfahrt von der Alm zurück zum Parkplatz beim Sonnenbichl ist möglich, wegen der vielen Flachstücke allerdings nicht sonderlich ergiebig (Aufstieg 2 ½ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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6. Laubenstein (1351 m), Chiemgauer Alpen

Laubenstein
Chiemseeblick und Rodelvergnügen: Ein im Winter häufig besuchtes Ziel ist die Frasdorfer Hütte in den Chiemgauer Alpen. Von der Hütte lässt es sich im Winter über den breiten und mäßig steilen Fahrweg zum Parkplatz Lederstube rodeln. Wer eine längere Abfahrt wünscht der wandert weiter zur Riesenhütte. Von der Frasdorfer Hütte erreicht man zudem mit dem Laubenstein ein ideales Winterziel. Über die romantisch verschneite Laubensteinalm gelangt man zu dem kleinen Gipfel, der eine schöne Aussicht auf den Chiemsee und die Kampenwand ermöglicht (Aufstieg: 2 ¼ Stunden, Abstieg 1 ¾ Stunden).

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7. Gindelalmschneid (1335 m), Mangfallgebirge

Gindelalmschneid
Panoramatour zwischen Schliersee und Tegernsee: Der Berggasthof Neureuth lockt auch im Winter Wanderer aus dem Tegernseer Tal ins Gebirge. Wer einen Gipfel dranhängen möchte, der wandert weiter zur Gindelalmschneid, einem langgezogenen und mit einem riesigen Gipfelkreuz verzierten Graskamm. Besonders reizvoll und abwechslungsreich gestaltet sich eine Überschreitung von Hausham oder Schliersee über die Gindelalmschneid hinunter zum Tegernsee. Mit der Bayerischen Oberlandbahn lässt sich diese Exkursion problemlos durchführen (Aufstieg: 2 Stunden, Abstieg inkl. Überschreitung: 2 Stunden).

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8. Naunspitze (1633 m), Zahmer Kaiser

Naunspitze
Steiler Felszinken im Zahmen Kaiser: Die Naunspitze ist ein kleiner Felszinken im westlichen Ausläufer des Zahmen Kaisers. Ihre felsige Südseite apert an sonnigen Tagen schnell aus und wird daher auch im Winter viel begangen. Der Anstieg bis zur Vorderkaiserfeldenhütte über den breiten Fahrweg ist im Winter meist unproblematisch. Der Weiterweg durch schattigen Wald kann vereist sein, daher ist die Mitnahme von Grödeln empfehlenswert. Den felsige und sonnenverwöhnten Gipfelaufbau selbst erlebt man zur kalten Jahreszeit oft schneefrei. Bei Vereisung sollte man im felsigen Terrain allerdings sehr vorsichtig zu Werke gehen. Ob mit oder ohne Gipfel: In jedem Fall ist die aussichtsreich gelegenene und auch im Winter bewirtschaftete Vorderkaiserfeldenhütte einen Besuch wert (Aufstieg 3 Stunden, Abstieg 2 ¼ Stunden).

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9. Hirschberg (1670 m), Mangfallgebirge

Hirschberg
Der Münchner Hausberg schlechthin: Ruhe kehrt am Hirschberg zu keiner Jahreszeit ein. Bekommt dieser beliebte Berg am Tegernsee im Sommer schon reichlich Besuch, tummeln sich im Winter die Skitourengeher und Winterwanderer an diesem Münchner Paradehausberg. Zum Hirschberg wandert man im Winter von Scharling über den breiten Forstweg und folgt später der Ausschilderung "Winterweg". Über den breiten Rücken stapft man vom Hirschberghaus in einer halben Stunde über den breiten Bergrücken zum Gipfelkreuz (Aufstieg: 2 ½ Stunden, Abstieg: 2 Stunden).

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10. Hochgern (1748 m), Chiemgauer Alpen

Hochgern
Aussichtsloge im Chiemgau: Der Hochgern bei Marquartstein erhält auch im Winter Besuch von Wanderern. Der Aufstieg zum beinahe ganzjährig bewirtschafteten Hochgernhaus erfolgt ziemlich problemlos über Forstwege. Von der Agergschwendtalm, die auf halber Strecke zum Hochgernhaus liegt, dient dieser Weg als beliebte Rodelbahn. Der Weiterweg zum Hochgern, von dem man eine fantastischen Ausblick auf die Tiroler Bergwelt hat, kann bei tiefem Schnee allerdings recht beschwerlich werden. Doch schon ein Besuch des Hochgernhauses stellt sich als eine mehr als nur lohnende Exkursion heraus (Aufstieg: 3 Stunden, Abstieg 2 ¼ Stunden).

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11. Seekarkreuz (1601 m), Mangfallgebirge

Seekarkreuz
Beliebtes Ziel oberhalb von Lenggries: Die Lenggrieser Hütte hält ihre Pforten beinahe den ganzen Winter geöffnet. Wer der nicht ganz kurzen Wanderung zu dieser Apenvereinshütte noch eins draufsetzen möchte, der stattet dem Seekarkreuz einen Besuch ab. Über einen steilen Anstieg, der nur bei sicheren Vehältnissen angegangen werden sollte, erreicht man den aussichtsreichen Gipfel ab der Hütte in einer Dreiviertelstunde (Aufstieg: 3 Stunden, Abstieg 2 ¼ Stunden). Überaus lohnenswert ist auch eine Überschreitung des Seekarkreuzes mit Abstieg über die Aueralm zum Tegernsee.

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12. Brünnstein (1619 m), Mangfallgebirge

Brünnstein
Rasante Rodelpiste im Inntal: Das Brünnsteinhaus lockt im Winter mit einer langen und rasanten Rodelstrecke. Der Gipfel selbst, der Brünnstein, erhält dabei weniger Besuch, sind für den steilen Aufstieg gute und lawinensichere Verhältnisse notwendig. Wer seinen Schlitten im Tal vergessen hat, der kann sich beim Hüttenwirt einen Rodel gegen eine kleine Gebühr ausleihen. Das gute Essen am Brünnsteinhaus und die rasante Abfahrt sorgen dafür, dass man an diesen Ort Winter für Winter zurückkehrt (Aufstieg: 2 ¾ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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13. Teufelstättkopf (1758 m), Ammergauer Alpen

Teufelstättkopf
Felsiger Zinken oberhalb des Pürschlinghauses: Das Pürschlinghaus ist im Winter eine beliebte Anlaufstelle für Wanderer und auch alljene, die mit dem Rodel wieder zurück nach Unterammergau gleiten möchten. Bei guten Verhältnissen kann man dem Teufelstättkopf von der Hütte aus einen Besuch abstatten. Hierzu wählt man im Winter allerdings nicht den Weg über die Kühalm, sondern steigt von Unterammergau über die Rodelstrecke zum Pürschlinghaus und weiter zum Teufelstättkopf auf (Aufstieg: 2 ¾ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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14. Schildenstein (1613 m), Mangfallgebirge

Schildenstein
Winterziel in den Blaubergen: Ruhiger als an den Nachbarn Hirschberg und Wallberg geht es im Winter am Schildenstein zu. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Königsalm, die bei einer Besteigung passiert wird, nur im Sommer bewirtschaftet wird. Der Anstieg bis zur Alm ist problemlos: Über einen Forstweg, der auch als Rodelbahn genutzt wird, erreicht man die Königsalpe. Nach der Alm wird der Weg zunehmend steiler, der Gipfelanstieg sogar richtig steil. Lawinensichere Verhältnisse sind Grundvoraussetzung für diese Winterexkursion (Aufstieg: 2 ½ Stunden, Abstieg 2 Stunden).

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