Leuchtturm Pertusato (85 m) - Plage Saint Antoine (0 m) - Militär-Ruinen (85 m) - Bonifacio Chapelle Saint-Roch (30 m)
Wer die Route hin und zurück geht, ist knapp 10 km unterwegs und sollte mit rund 2-3 Stunden reiner Gehzeit rechnen. Aufgrund der zahlreichen spektakulären Aussichtspunkte und vor allem wegen dem einzigartigen Strand "Plage Saint Antoine" sollte man jedoch deutlich mehr Zeit einplanen. Festes Schuhwerk vorausgesetzt, sind die Wege gut begehbar, wenn auch im südlichen Teil nicht immer eindeutig. An der ungesicherten Steilküste und bei den ehemaligen Militäranlagen ist Vorsicht geboten. Letztere sind zum Teil zugänglich, aber baufällig und beherbergen teils einige Meter tiefe Schächte. Absturzgefahr!
Von der Ostküste erreicht man ausgehend von Porto-Vecchio über die RT10 Bonifacio, von der Westküste führt von Propriano kommend die T40 direkt zur südlichsten Stadt Korsikas. Entweder am kostenpflichtigen Parkplatz direkt gegenüber dem Hafen parken oder links hinter dem Parkplatz der D58 für etwa 500 m folgen um dann rechts auf die D260 Richtung Pertusata zu fahren. Der D260 weiter bis zu deren Ende folgen und dort parken.
41.37562752, 9.17809010
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Bonifacio oder korsisch Bunifaziu ist eine wahre Perle des korsischen Südens. Die Stadt allein, hoch über den Kalksteinfelsen und dem einzigartigen Naturhafen ist einen Besuch wert. Bei der hier vorgestellten Wanderung nähern wir uns der Stadt von Osten auf dem Pfad Campu Rumanilu. Der Blick auf die Steilküste, die Stadt oder auch nach Süden auf das Meer werden lang in Erinnerung bleiben. Jenseits der Straße von Bonifacio, der berühmt berüchtigten Meeresenge zwischen Sardinien und Korsikas, können wir wunderschön die Berge Sardiniens zu erkennen. Ein besonderes Highlight stellt auch der Strand Plage Saint Antoine, an dem man unbedingt ausgiebig Baden sollte. Wir starten die Tour im Osten, nutzen die Badestelle und spazierten zum Mittagessen nach Bonifacio, bevor es nahezu auf demselben Weg wieder zurück geht. Selbstverständlich lässt sich die Tour auch in Bonifacio starten, bzw. wenn man zwei Fahrzeuge hat als One-Way-Trip bewerkstelligen.
Von unserem Parkplatz aus spazieren wir bequem auf der Fahrstraße weiter nach Süden. Wir passieren den militärisch genutzten Leuchtturm, an dem sich die letztmöglichen Parkgelegenheiten befinden, die im Gegensatz zu dem Parkplatz in Bonifacio kostenlos sind. In einem Bogen um einen Einschnitt führt uns die Straße an die Steilküste. Erstmals können wir entlang der Hangkante den gigantischen Blick Richtung Bonifacio bewundern. Aber Vorsicht! Kein Zaun und keine Absperrung sichern die gut 40 m steilen Wände!
Auf dem Weg weiter zum Leuchtturm Pertusato folgen wir der Straße ein Stück von der Küste weg. Bald passieren wir den Abzweig, der uns auf dem Rückweg zum Strand Plage Saint Antoine führen wird. Zunächst marschieren wir aber weiter auf den historischen Leuchtturm zu. Auf der Westseite passieren wir das Ariel und stehen nur wenig später am nächsten spektakulären Aussichtspunkt. Wunderschön liegt der Strand Saint Antoine zu unseren Füßen. Spätestens jetzt ist klar, dass wir dort eine Badepause einlegen werden. Aber auch der Blick nach Süden auf die Berge Sardiniens sucht seines gleichen.
Nach einer kleinen Pause spazieren wir wieder auf dem Hinweg zurück zum Abzweig. Gleich nach dem Leuchtturm Pertusato wechseln wir auf einen Kiesweg, der uns ein Stück westlich der Straße nach Norden führt. Die mehr oder weniger ausgeprägten Wege finden wir überall, zwischen Steilküste und Straße vor. Bereits nach wenigen Minuten zweigt nach links der Zugang zum Meer ab. Steil geht es den Hang zu dem malerischen Strand hinunter. Auch wer nicht schwimmt, sollte sich den wunderschönen Anblick, den der Strand zu bieten hat, nicht entgehen lassen. Bemerkenswert ist auch der Felsenpool, der über die Grotte de Saint Antoine mit dem Meer verbunden ist. Die Badepause wird länger als gedacht. Zuviel Felsformationen gilt es zu entdecken, bevor wir wieder aufbrechen. Irgendwann können wir uns dann doch loseisen und wandern wieder zurück zur Straße. Allen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass auch allein der Strand, einen Tagesausflug wert ist.
Zurück an der Straße halten wir uns links. Gleich nach dem Parkplatz an dem wir das Auto abgestellt haben biegen wir in einen der Wege Richtung Steilküste ab. Nicht alle führen zum erhofften Ziel, bei den breiteren hat man aber gute Chancen nicht in einer Sackgasse zu enden. Immer wieder erhaschen wir eindrucksvolle Blicke auf Bonifacio. Wenig später erreichen wir die Ruinen der alten Militäranlage. Die Gebäude sind frei zugänglich, aber auch hier ist Vorsicht geboten! Bei unseren Erkundungen entdecken wir nicht nur alte Bettgestelle, sondern auch einige Meter tiefe Schächte, die sich im Dunkeln der Gänge vor uns auftuen. Wir die Gebäude nur von außen betrachtet, macht hier sicher nichts falsch.
Der Weg weiter Richtung Bonifacio führt uns wieder zurück zur Straße. Vorbei an einem Kiosk, dass mit Erfrischungen lockt, marschieren wir ein Stück bergauf, bevor wir an einer Mauer, recht unscheinbar, die Straße wieder nach links verlassen können. Der Blick zurück zeigt, auch vom Kiosk wäre ein Zugang zum Meer möglich gewesen. Im Süden zeigt sich der Leuchtturm, dahinter im Dunst Sardinien.
Unwahrscheinlich schön zieht sich nun der Weg entlang der Steilküste, immer begleitet vom Blick auf die südlichste Stadt Korsikas. Je näher wir der Stadt kommen, umso ausgeprägter werden die Wege. Auf dem Rückweg werden wir feststellen, dass sich von hier auch wunderschön der Sonnenuntergang beobachten lässt. Bald erkennen wir vor uns eine kleine Zisterne, der Umkehrpunkt vieler Wanderer, die nur einen kleinen Ausflug aus der Stadt machen. Bonifacio ist nun nicht mehr weit. Entlang einer Mauer genießen wir den Blick auf die befestigte Zitadelle. Zwei riesige Felsen im Meer kündigen zudem unser nahes Ziel an.
An der Chapelle Saint-Roch hat man die Wahl: Auf der gegenüberliegenden Seite wieder ein Stück aufsteigen und die Altstadt besuchen, oder rechts die Treppe hinunter marschieren und im Hafen essen. Wir entscheiden uns für zweiteres. In einem der vielen Restaurants lassen wir uns verwöhnen, bevor es nahezu auf demselben Weg wieder zurück zum Auto geht. Wer zu rechten Zeit unterwegs ist, kann dabei einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen!
In der nähe der Militär-Ruinen befindet sich ein kleiner Kiosk. In Bonifacio finden sich zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 100 m | - 80 m | + 0:30 | 0:30 | Aussichtspunkt Leuchtturm | |
| 80 m | - 0 m | + 0:30 | 1:00 | Plage Saint Antoine | |
| 0 m | - 85 m | + 0:45 | 1:45 | Militär-Ruinen | |
| 85 m | - 30 m | + 1:00 | 2:45 | Chapelle Saint-Roch | |
| 30 m | - 100 m | + 1:15 | 4:00 | Parkplatz D260 | |