Gardaseeberge

Cima Capi (909 m)

Cima Capi
Aufstieg 2:00 h Abstieg 1:30 h
A/B
500 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (52) Gipfelbuch (2)
Karte

Biacesa (418 m) - Cima Capi (909 m) - Bivacco Arcioni (858 m) - Chiesa San Giovanni (858 m) - Biacesa (418 m)

Charakter (über Via Ferrata Fausto Susatti): Wenig schwieriger Klettersteig (A/B) mit luftigen Passagen und ungesicherten Kletterstellen (I), die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangen.

Besondere Ausrüstung: Steinschlaghelm, Klettersteigausrüstung

Dauer des Klettersteigs: 45 Minuten im Aufstieg, 15 Minuten im Abstieg

Anfahrt: Autobahn von Innsbruck über Brenner und Bozen bis zur Ausfahrt Trento Centro. Weiter Richtung Lago di Garda. In Riva del Garda ins Valle di Ledro. In Biacesa entweder kurz nach der Bushaltestelle auf der rechten Seite parken (nur wenige Parkmöglichkeiten), oder vor der Bushaltestelle rechts abbiegen und am großen Parkplatz beim Sportplatz das Auto abstellen.

Karte: Kompasskarte 102 - Lago di Garda, Monte Baldo (1:50 000)

Auf die Cima Capi am Westufer des Gardasees führt ein zwar wenig schwieriger, allerdings auch luftiger und interessanter Klettersteig, der wunderbare Tiefblicke auf den Gardasee und Riva ermöglicht. Während des Aufstiegs trifft man auf Stellungen und Relikte des Ersten Weltkriegs. Mit einem Abstieg über die kleine Kirche San Giovanni lässt sich die Besteigung zu einer interessanten und abwechslungsreichen Rundtour ausbauen.

Aufstieg: In Biacesa biegen wir vor der Bushaltestelle rechts ab. Über den geteerten Fahrweg verlassen wir die Ortschaft und biegen nach 10 Minuten rechts in den Weg 470 zur Via Ferrata F. Susatti ein. Zwischen niedrigem Gestrüpp und lichtem Wald queren wir nun den südlichen Hang der Cima Capi. Mit dem Valica dei Bech passieren wir nach einer knappen halben Stunde eine wenig ausgeprägte Passhöhe. Nun führt uns der Pfad wieder einige Meter bergab. Wir wandern an einer in Felsen geschlagene Stellung des Ersten Weltkriegs vorbei und erreichen nun offenes Gelände. Hier genießen wir einen unverstellten Blick auf den Gardasee und den Monte Baldo. Im Anschluss steilt der Pfad immer mehr an und wir gewinnen zügig an Höhe.

Nach einer Kletterstelle (I), an der Trittstifte das Weiterkommen erleichtern, erreichen wir über steiles Gehgelände und 1 1/4 Stunden nach Aufbruch in Biacesa den Einstieg zum Sentiero Fausto Susatti. Der Auftakt wird von einem luftigen und plattigen Anstieg geprägt, der schöne Ausblicke ins Ledrotal und auf den Gardasee ermöglicht. Nach einem weiteren steilen Anstieg erreichen wir eine glatten und schmalen Gratverlauf. Nach etwas Blockkletterei und einer Querung folgt mit einem steilen Aufschwung an plattigem Fels die wahrscheinlich würzigste Passage des Steigs. Nach einem Kamin folgt eine ungesicherte Kletterei (I), an der nocheinmal kräftig hingelangt werden darf. Nach kurzem und flachem Gehgelände stoßen wir auf eine finale seilversicherte Stelle, die uns letztendlich zum Gipfel geleitet.

Abstieg: Nachdem wir ausgiebig die Tiefblicke auf den Gardasee und auf Riva genossen haben, überschreiten wir den Gipfel und folgen dem Pfad in westlicher Richtung. Wir passieren einen Hubschrauberlandeplatz und erreichen weitere Kriegsstellungen. Hier biegen wir links ab und gelangen zum zweiten und kürzeren Teil des Klettersteigs. Plattige Wände werden nun mithilfe einiger Steighilfen gequert. Nach einem kurzen Gegenanstieg und einer weiteren Querung erreichen wir das Ende des Klettersteigs. Vorbei am Bivacco Arcioni wandern wir zur kleinen Kiche San Giovanni, von der wir über einen breiten und komfortablen Weg zurück nach Biacesa und zu unserem Ausgangspunkt wandern.

Einkehrmöglichkeit: im Bivacco Arcioni (858 m) lassen sich per Selbstbedienung und gewissenhafter Bezahlung Getränke erwerben. An schönen Sommerwochenenden ist die Hütte bewirtschaftet.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
418 m - 909 m + 2:00 2:00 Cima Capi
909 m - 858 m + 0:40 2:40 Bivacco Arcioni
858 m - 858 m + 0:10 2:50 Chiesa San Giovanni
858 m - 418 m + 0:50 3:30 Biacesa

Autor: Didi Hackl
zu den Bildern