Italien Adamello-Presanella

Cima Serodoli (2708 m)

Charakter 2
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  3:45 Stunden
Abstieg Abfahrt:  1:30 Stunden
Höhenmeter 1040 Höhenmeter
Strecke 11,5 Kilometer

Parkplatz Refugio Nambino (1635 m) - Rifugio Lago di Nambino (1770 m) - Bivacco Serodoli (2385 m) - Cima Serodoli (2708 m)

Charakter: Mittelschwere Skitour oder Schneeschuhtour bei der im Aufstieg über 6 km knapp 1100 Hm überwunden werden müssen. Im Aufstieg müssen stellenweise Hangneigungen bis etwa 35 Grad bewältigt werden. Empfohlen wird für die Abfahrt der Aufstiegsweg. Die in der Karte hinterlegte Abfahrtsvariante führt zum Teil durch sehr steiles Gelände und oberhalb des Rifugio Lago di Nambino durch den Wald.

Lawinengefahr: Mittel. Unbedingt die Hinweise des Lawinenwarndienst beachten!

Exposition: Vorwiegend Ost, ab 2400 m Nord

Anfahrt: Vom Brenner kommend die A22 an der Ausfahrt San Michele all' Adige-Mezzocorona verlassen und weiter auf der SS43 nach Cles fahren. Dort auf der SS43 für weitere 5 km bleiben und nach der Brücke über den Noce links halten. Weiter auf der SS42 der Beschilderung nach Madonna di Campiglio folgen. In Dimaro im Kreisverkehr links abbiegen und auf der SS239 Richtung Madonna di Campiglio fahren. Nach 16 km bei Madonna di Campiglio rechts in die Via Nambino abbiegen und der kleinen Straße für 800 m folgen, anschließend rechts abbiegen und nach 100 m auf dem Parkplatz parken.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
46.238362, 10.816699 (in Google Maps öffnen)

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Hat man hinter dem Rifugio Lago di Nambino erst mal den Wald verlassen, ist nahezu der gesamte Aufstieg geprägt von der herrlichen Aussicht nach Osten auf die felsigen Spitzen der Brenta Dolomiten. Freilich, ein wenig Anstrengung ist bei der beliebten Skitour, die oft auch als Schneeschuhtour gegangen wird, nötig. Nicht nur die letzten Meter zum aussichtsreichen Gipfel führen über einen steilen Hang, bereits unter dem Materiallift und nach der Hütte, gilt es eine solide Spitzkehrentechnik an den Tag zu legen. Vom Gipfel hoch über Madonna di Campiglio reicht dann der Blick weit in die italienischen Alpen, im Süden bis zu den Gardaseebergen. Nach der Abfahrt sollte man unbedingt noch dem Rifugio Lago di Nambino einen Besuch abstatten und den Tag bei einer Brotzeit und einem Glas Wein ausklingen lassen.

Wir erreichen das Rifugio Lago di NambinoAufstieg: Vom Parkplatz starten wir nach Westen. Zunächst noch flach dringen wir dabei, vorbei an ein paar Häusern, tiefer in das Tal vor. Am Waldrand wird der Weg steiler und führt uns links der Straße zu einem Materiallift. Unter der Trasse steigen wir weiter auf. Nachdem wir über eine kleine Brücke einen Gebirgsbach überquert haben, wird es für ein paar Höhenmeter richtig steil und wir haben die Gelegenheit unsere Spitzkehrentechnik zu üben. Schon bald hat der Spuk ein Ende und wir spazieren über einen flachen Wanderweg zum Lago Nambino mit dem malerisch gelegenen Rifugio Lago di Nambino.

Links von uns zieht sich der Grat zum Pancugol (2276 m)An der Hütte halten wir uns links nach Süden. Nur anfangs ist die Spur flach. Schon bald biegen wir an einem Wegweiser nach Westen ab und steigen durch den lichten Wald steil auf. Nachdem der Baumbestand immer weniger wird, führt uns die Spur ein Stück nach Norden. Der Blick auf Madonna di Campiglio und die im Osten dahinterliegende Brenta Gruppe wird dabei immer besser. Hinter uns ist recht schön der noch im Schatten liegende Grat zum Pancugol zu sehen.

Der Ausblick nach Süden ins Val RendenaMit zunehmender Höhe taucht vor uns im Norden über dem kupierten Gelände der Gipfel des Monte Nambino auf. Wir genießen die immer besser werdende Aussicht und wandern nun, vorrangig nach Nordwesten, in einem weiten Bogen auf das Bivacco Serodoli zu. Hierbei umgehen wir rechts von uns einen tiefen Einschnitt, der oben direkt an dem Biwak endet. In 2380 m Höhe halten wir uns links und folgen der Spur nach Westen. Die steil aufragende Gipfelkuppe der Cima Serodoli ist bereits deutlich sichtbar. Am Biwak angekommen ist schön die glatte und schneebedeckte Oberfläche des Lago Serodoli zusehen.

Zu Fuß erklimmen wir den GipfelAm Bivacco Serodoli machen wir eine kleine Pause und setzen anschließend nach Südwesten unsere Tour fort. Anfangs recht steil, nach wenigen Höhenmetern etwas entspannter, steigen wir nun über die Nordflanke der Cima Serodoli auf. Hinter uns präsentiert sich nun der Monte Nambino über dem Lago Serodoli in seiner vollen Pracht. In 2600 m Höhe richten wir unser Skidepot ein und erklimmen die letzten 100 Höhenmeter zu Fuß. Am Gipfel genießen wir den weitreichenden Blick auf die Adamello-Presanella-Alpen, auf die Brenta Gruppe und im Süden bis hin zu den Gardaseebergen. Im Nordosten reicht der Blick an der Cima de Laste vorbei bis hin zum Hochfeiler an der italienischen Grenze zu Österreich.


Beschriftetes Panoramabild: Ausblick vom Cima Serodoli in den Adamello-Presanella-Alpen

Der Cima Bellavista vor dem Monte Nambino und über dem Lago Serodoli im NordenAbfahrt: Ohne Ortskenntnisse empfiehlt es sich, entlang der Aufstiegsspur abzufahren. Alternativ, in der Karte lila dargestellt kann man bei stabilen Verhältnissen vom Biwak aus in den Graben nach Norden fahren und diesem am Lago Nero vorbei bergab bis etwa 2200 Höhenmeter folgen. Dann nach Osten halten und zur Aufstiegsspur queren. Hierbei muss man allerdings ein kurzes Stück sehr steil abfahren. Ab etwa 2000 m Höhe hat man die Möglichkeit direkt zum Rifugio Lago di Nambino abzufahren. Dort führt die Spur sehr steil bergab durch den Wald.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
Rifugio Lago di Nambino (1770), privat, Tel. +39 0465 441621 oder +39 0465 846006 oder +39 338 1095570, geöffnet vom 15. Juni bis Ende September und von Anfang Dezember bis Ostern, sowie an allen Wochenenden im Jahr.
  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1635 m - 1770 m + 0:45 0:45 Rifugio Lago di Nambino
1770 m - 2385 m + 2:15 3:00 Bivacco Serodoli
2385 m - 2708 m + 0:45 3:45 Cima Serodoli
2708 m - 1635 m + 1:30 5:15 Parkplatz Refugio Nambino

Autor: Tom Lindner
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