Deutschland Harz

Brocken (1141 m) von Torfhaus über den Goetheweg

Charakter 1
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  2:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:00 Stunden
Höhenmeter 375 Höhenmeter
Strecke 17,2 Kilometer

Torfhaus (811 m) - Quitschenberg - Eckersprung (899 m) - Brocken (1141 m)

Charakter: Insgesamt leichte Bergwanderung, die zum Großteil über breite Forstwege führt. Im Torfhausmoor wird ein Bohlenweg passiert, der bei Nässe rutschig sein kann. Den finalen Anstieg zur Brockenkuppe legt man über einen geteerten Fahrweg zurück. Bis zum Eckersprung ist die Wanderung nur mäßig steil. Der steilsten Anstiege warten zwischen dem Eckersprung und dem Goethebahnhof sowie auf der geteerten Brockenstraße, die einen hinauf zum Gipfel bringt.

Anfahrt: Die Anfahrt nach Torfhaus erfolgt über die B 4 aus nördlicher Richtung von Bad Harzburg und aus dem Süden von Braunlage. Am gebührenpflichtigen Parkplatz an der Bundesstraße unweit des Besucherzentrums das Auto abstellen (6 Euro Parkgebühr für ein Tagesticket, Stand 2018).

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von Göttingen über Kreiensen, von Hannover oder von Braunschweig nach Bad Harzburg. Vom Bahnhof in Bad Harzburg weiter mit der Bus-Linie 820 Richtung Braunlage zur Haltestelle Torfhaus, Clausthal-Zellerfeld (Fahrplan und Buchung). Die Bushaltestelle befindet sich direkt am Ausgangspunkt der Wanderung.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
51.80446, 10.536043 (in Google Maps öffnen)

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Der Goetheweg ist einer der meist begangenen Wanderwege im Harz. Von Torfhaus führt uns der Weg über den Quitschenberg und den Eckersprung hinauf zum Brocken, dem mit seinen 1141 Metern höchsten Gipfel des Harzes, Sachsen-Anhalts und ganz Norddeutschlands. Johann Wolfgang von Goethe soll im Jahre 1777 den Brocken in etwa über diese Strecke bestiegen haben. Heutzutage pilgern jährlich an die 200.000 Wanderer entlang der Route des Dichters und Denkers Richtung Gipfel. Von Torfhaus folgen wir dem Goetheweg, der auch ein Teilabschnitt des Harzer-Hexen-Stiegs ist, zuerst zum Abbegraben und zum Torfhausmoor. Der Abbegraben wurde 1827 erbaut und diente einst der Wasserversorgung des Oberharzer Bergbaus. Vorbei am Quitschenberg gelangen wir durch den Bergwald zum Eckersprung mit seiner Unterstandshütte. Am Eckersprung beginnt der Lauf der Ecker und erreicht 8 Kilometer weiter nördlich die Eckertalsperre. Kurz darauf kommen wir zum ehemaligen Verlauf der innerdeutschen Grenze und wandern hinauf zum Goethebahnhof. Hier treffen wir erstmals auf die Gleise der Brockenbahn. Die Dampfloks der Brockenbahn, die vom Bahnhof Drei Annen Hohne zur Brockenkuppe hinauf schnaufen, halten hier allerdings nicht. Wir folgen den Gleisen und biegen zu guter Letzt in die Brockenstraße ein, die uns hinauf zum höchsten Punkt des Harzes bringt.

Aufstieg: Vom Parkplatz spazieren wir am Besucherzentrum vorbei und folgen dem Fußweg entlang der B 4 in südöstlicher Richtung (Wegweiser „Goetheweg, Brocken, Schullandheim Hannover“). Nach einem kurzen Waldstück treffen wir auf eine Querstraße und biegen links ab. Wir gehen am Schullandheim vorbei und erreichen am Ende des geteerten Fahrwegs eine Kreuzung. Hier biegen wir schräg rechts ab und folgen dem beschilderten Goetheweg südostwärts in den Wald hinein. Nach einigen Minuten vollzieht unser Weg einen Rechtknick und leitet uns hinauf zu einem Querweg. Kurz vor dieser Rechtskurve ließe sich linker Hand der Bohlenweg einschlagen, der einen Abstecher ins Torfhausmoor ermöglicht. Beide Wege führen später am Abbegraben wieder zusammen. Am Querweg angelangt wenden wir uns nach schräg links und folgen dem Abbegraben am Torfhausmoor vorbei.

Wir überqueren eine Brücke, verlassen den Abbegraben und erreichen nach einem kurzen Anstieg einen Querweg. Hier wenden wir uns nach rechts (Wegweiser „Goetheweg, Brocken“) und kommen nur wenig später zu einer weiteren Verzweigung. Wir halten uns schräg links und folgen dem Forstweg in östlicher Richtung durch den Bergwald. Langsam lichten sich die Bäume und wir erreichen einen Rastplatz am Quitschenberg. Hier schlug im Winter 1992 ein Sturm eine Schneise in den Wald. Da zu dieser Zeit das Gebiet bereits als Nationalpark ausgewiesen war, wurde der Wald sich selbst überlassen. In der Folgezeit hatte der Borkenkäfer ein leichtes Spiel. Mittlerweile erholt sich der Wald wieder und es spriest neuer, naturbelassener Fichtenwald. Am Quitschenberg vollzieht unser Weg eine Rechtkurve und leitet uns in südöstlicher Richtung wieder in schattigen Wald hinein.

Nach einem Linksknick erreichen wir den Eckersprung mit seiner kleinen Unterstandshütte. Am Eckersprung passieren wir die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Wir halten unsere Grundrichtung bei und kommen kurz darauf zu einem Querweg. Hier treffen wir auf den Weg, der von Braunlage herauf führt. Wir biegen links ab und folgen dem Karrenweg nun deutlich steiler bergauf. Nach dem kurzen steilen Anstieg erreichen wir den Goethebahnhof. Hier wenden wir uns nach links und folgen dem Neuen Goetheweg, der uns parallel zu den Gleisen der Schmalspurbahn nordwärts leitet. Nun können wir auch erste schöne Ausblicke Richtung Westen werfen. Unser Weg vollzieht einen Rechtsbogen und führt uns auf den Brockengipfel mit seinem Sendeturm zu. Dabei touchieren wir das Brockenmoor, welches auf der Südwestseite der Brockenkuppe liegt.

Schließlich kommen wir zu einem Bahnübergang und treffen dort auf die Brockenstraße. Wir wenden uns vor dem Bahnübergang nach links, passieren einen Rastplatz und folgen der Teerstraße linkshaltend bergauf. Wenig später kommen wir zur sogenannten Knochenbrecherkurve, an der sich eine weitere Unterstandshütte befindet. Wir wandern über die scharfe Rechtskurve weiter aufwärts und nähern uns nach einem großzügigen Linksbogen den Bauten auf der Brockenkuppe. Nach einer weiteren Linkskurve passieren wir den Bahnhof der Brockenbahn sowie den Brockenwirt und den kleinen Kiosk. Wir steuern auf das Brockenhotel und den Sendeturm zu und verlassen kurz vor dem Erreichen der Bauten die Teerstraße nach links. In einem Rechtsbogen bringt uns der Weg zum Gipfelstein, der inmitten der Brockenuhr liegt. Die kreisförmig angeordnete Uhr zeigt auf Bronzetafeln Namen von nahen und weit entfernten Zielen und deren Entfernung.

Der Gipfelrundweg: Von der Brockenuhr lohnt es sich noch eine Runde über den Gipfelrundweg zu drehen, um einen schönen Blick in alle Himmelsrichtungen genießen zu können. Dazu folgen wir von der Brockenuhr dem Weg, der in nordwestlicher Richtung links am Sendeturm vorbei führt. Dieser leitet uns leicht bergab und wir treffen an einer Kreuzung auf den beschiderten Gipfelrundweg. Geradeaus weiter ginge es über den Teufelsstieg nach Bad Harzburg. Wir biegen an der Kreuzung rechts ab, gehen links am Brockenhaus, das ein Museum und in seiner Kuppel frühere Abhörtechnik beherbergt, vorbei und passieren in einem Rechtsbogen die Nordseite der Brockenkuppe. Schließlich kommen wir wieder zur Brockenstraße, überqueren diese und treffen auf die Gleise der Brockenbahn. Wir folgen den Gleisen ein Stück nach links und überqueren diese dann rechtshaltend. In einem Rechtsbogen gelangen wir wieder zurück zur Kreuzung am Fuße des Sendeturms und spazieren rechtshaltend wieder hinauf zur Brockenuhr (zusätzlich 2,1 Kilometer und 50 Höhenmeter, ca. 35 Minuten).

Abstieg: Wie Aufstieg. Spätestens beim Abstieg sollte ein Abstecher über den Bohlenweg ins Torfhausmoor nicht fehlen.

Einkehrmöglichkeiten:
  • Am Ausgangspunkt in Torfhaus kann man sich in der Bavariaalm (geöffnet Mo. - Fr. ab 11:00 Uhr und Sa. und So. ab 09:00 Uhr, Tel. 05320/31034) oder in der Brockenstube (Tel. 05320/220) stärken.
  • Am Brockengipfel befindet sich am Bahnhof der Brockenwirt (täglich geöffnet ab 10:00 Uhr, Tel. 039455/312) und außerhalb des Restaurants gibt es einen Kiosk, der kalte und warme Getränke sowie eine Erbsensuppe im Angebot hat. Das Brockenhotel (Tel. 039455-120) beherbergt neben Übernachtungsplätzen das Turmcafé Hexenklause (7. Etage im Brockenhotel) sowie den Touristensaal (Erdgeschoss) für einen kleinen Imbiss.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
811 m - 899 m + 1:20 1:20 Eckersprung
899 m - 1141 m + 1:10 2:30 Brocken
1141 m - 899 m + 1:00 3:30 Eckersprung
899 m - 811 m + 1:00 4:30 Torfhaus

Autor: Didi Hackl
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