Deutschland Bayerischer Wald

Dreisesselberg (1333 m), Hochstein

Charakter 1
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  1:15 Stunden
Abstieg Abstieg:  1:15 Stunden
Höhenmeter 413 Höhenmeter
Strecke 8,0 Kilometer

Dreisesselalm (920 m) - Hochstein (1333 m) - Dreisesselhaus (1312 m)

Charakter: Leichte Wanderung. Auf meist guten Wegen müssen etwa 8 Kilometer zurückgelegt und 400 Höhenmeter überwunden werden.

Anfahrt: Von Passau auf der B12 Richtung Norden fahren. Noch vor Röhrnbach auf die St2131 Richtung Waldkirchen abbiegen. In Waldkirchen auf der ST2131 bleiben und weiter über Jandelsbrunn nach Altreichenau fahren. Dort links Richtung Haidmühle fahren. Der großzügige Parkplatz der Dreisesselalm befindet sich etwa 5 Kilometer nach Altreichenau in einer langgezogenen Linkskurve auf der rechten Seite.

Mit Bus & Bahn: Mit der Ilztalbahn von Passau Hbf nach Waldkirchen in Niederbayern fahren. Von dort weiter mit dem Bus 6177 Richtung Grenze Haidmühle bis zur Haltestelle "Dreisessel" (Fahrplan und Buchung) fahren.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
48.793051, 13.772972 (in Google Maps öffnen)

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Der Hochstein bei Haidmühle ist der höchste Punkt des Dreisesselbergs. Dank seines markanten Gipfelaufbaus aus formschönen Granitblöcken und dem nahen Dreisesselfelsen ist er weit über die Grenzen des Bayerischen Waldes bekannt. Zwar ist er mit seinen 1333 Metern nicht ganz so hoch wie der Große Arber, trotzdem reicht die Aussicht an schönen Tagen weit über das Mühlviertel, über den Böhmerwald und über den Bayerischen Wald hinweg.

Aufstieg: Vom Parkplatz starten wir nach Osten über eine Treppe zur Dreisesselalm und halten uns vor dem Haus links. Vorbei an Kühen steigen wir ein paar Höhenmeter links der Weide auf, bevor der Weg nach Norden in den Wald führt. Es geht ein paar Höhenmeter bergab. An einem Wegweiser "Dreisessel" biegen wir rechts ab und starten erneut den Aufstieg nach Osten. Ganze Büschel von Fingerhut-Blumen säumen hier im Sommer den Weg. Immer wieder kreuzen wir eine breite Forststraße und schließlich auch die geteerte FRG13, die bis kurz unter das Dreisesselhaus führt. Wir bleiben jedoch weiter auf dem gut beschilderten Wanderweg. Nachdem der Wald etwas lichter wird, können wir den mächtigen Gipfelaufbau des Hochsteins erkennen.

Wenige Minuten später haben wir die Felsen erreicht. Schnell erklimmen wir über eine zwar steile, aber gut ausgeprägte Treppe aus Granitblöcken den Gipfel des Hochsteins. Von dort erkennen wir im Nordwesten mit dem Großen Arber, dem Großen Rachel und dem Lusen drei alte Bekannte, die wir bereits früher besucht haben. Der Nordwesten zeigt zahlreiche Berge und Hügel des tschechischen Nationalparks Őumava. Im Südosten ist der Plöckenstein zu sehen, den wir bereits für die nächste Wanderung ins Auge gefasst haben. Rechts davon reicht an schönen Tagen die Sicht bis zu den Alpen. Westlich von uns befindet sich ein weiterer markanter Felsen, hinter dem sich die Johann-Nepomuk-Neumann-Gedenkkapelle befindet.

Abstieg: Über die Treppe gelangen wir wieder zurück auf den Hauptweg. Natürlich statten wir auch der kleinen Kapelle hinter dem Felsen, der dem Hochstein westlich gegenüber liegt, einen Besuch ab. Anschließend wandern wir auf dem nun breiten Weg nach Süden Richtung Berggasthof Dreisessel. Dabei entgeht uns nicht die bizarr schöne Felsformation, die sich südwestlich des Hochsteins befindet und ein wenig wie sich unterhaltene Köpfe aussieht. Wie auch die Felsen am Hochstein und am Dreisessel sind diese durch Wollsackverwitterung entstanden, bei der sackähnliche Gebilde entstehen.

Wir spazieren weiter auf dem Weg nach Norden und haben nur wenige Minuten später das Berggasthaus Dreisessel erreicht. Direkt vor dem Haus befindet sich die Grenze zu Tschechien. Auf einem historischen Grenzstein aus dem Jahr 1844 ist noch deutlich das übermalte S der heutigen Slowakei zu erkennen. In unmittelbarer Nähe des Hauses befindet sich zudem der Dreisesselfels. Auch hier führt eine steinerne Treppe zum Gipfel. Oben befinden sich im Fels drei Sitzmulden, die an Sessel erinnern. Der Legende nach trafen sich hier einst die Könige Bayerns, Böhmens und Österreichs, um über den Grenzverlauf ihrer Herrschaftsgebiete zu verhandeln. Auch in den Erzählungen des Heimatdichters Adalbert Stifter wird der Fels erwähnt, was den Bekanntheitsgrad der Gegend schon damals erhöhte. Nachdem wir die Aussicht genossen haben, probieren wir noch die Brotzeitplatte des Bergrestaurants, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

Für den endgültigen Abstieg wandern wir 200 Meter zurück Richtung Hochstein und biegen noch vor den markanten Felsen links ab. Hier ist Frauenberg nach Westen mit 3,8 km angeschrieben. Der breite Weg führt uns zu einer Teerstraße, auf der wir für ca. 150 Meter bergab marschieren. Anschließend setzt sich der Weg durch den Wald fort. Am Abzweig finden wir auch wieder einen Wegweiser nach Frauenberg, nach dem wir uns von nun an erstmal richten. Auf einer breiten Forststraße halten wir uns rechts. Ab hier ist auch wieder die Dreisesselalm angeschrieben. Während der Weg nach Frauenberg weiter nach Westen führt, halten wir uns nun an die Beschilderung zur Dreisesselalm und spazieren an einem Abzweig nach Norden. An der alten Lifttrasse biegen wir schließlich links ab und steigen steil zur Dreisesselalm ab. Nach einer umfänglichen Brotzeit treten wir von dort die Heimreise an.

Einkehrmöglichkeit:
  • Berggasthof Dreisessel (1312 m), privat, Tel. +49 (0)8556 350, ganzjährig geöffnet.
  • Dreisesselalm (930 m), privat, Tel. +49 (0)8556 9729966, ganzjährig geöffnet, Montag bis Mittwoch Ruhetag.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
920 m - 1333 m + 1:15 1:15 Hochstein
1333 m - 1312 m + 0:15 1:30 Dreisesselhaus
1312 m - 920 m + 1:00 2:30 Dreisesselalm

Autor: Tom Lindner
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