Schwarzbachbrücke (847 m) - Markfleckl (1299 m) - Lusen (1373 m) - Lusenschutzhaus (1343 m) - Tummelplatz (1140 m) - Großalmeyerschloss (1196 m) - Tummelplatz (1140 m) - Schwarzbachbrücke (847 m)
Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung. Der Zugang über den Finsterauer Lusensteig erfolgt auf teils steinigen Pfaden. An einer Stelle wird der Schwarzbach auf möglicherweise rutschigen Steinen überquert. Der Aufstieg über die Granitblöcke zum Lusengipfel erfordert ein Mindestmaß an Trittsicherheit. Der beschriebene Abstieg vom Lusenschutzhaus über den Tummelplatz ist unschwierig. Wer vom Tummelplatz den Abstecher zum felsigen Großalmeyerschloss unternimmt, sollte allerdings trittsicher und auch schwindelfrei sein. Vorsicht im senkrecht abfallenden Gipfelbereich!
Über die Autobahn A 3 Deggendorf - Passau bis zur Ausfahrt Hengersberg. Der B 533 nach Grafenau folgen. Von Grafenau über Rosenau, Neuschönau und Glashütte Richtung Mauth fahren. Kurz vor dem Naturbadesee Mauth links abbiegen und der Reschbachstraße bis zum Parkplatz Schwarzbachbrücke folgen.
Mit der Waldbahn nach Spiegelau (Fahrplan und Buchung). Von Spiegelau mit dem Finsteraubus (Linie 603) zum Freilichtmuseum Finsterau (zum Busfahrplan). Von dort zu Fuß in 20 Minuten zur Schwarzbachbrücke (1,2 km zusätzlich in einfacher Richtung mit einem Gegenanstieg von 80 Höhenmetern während des Rückwegs zum Freilichtmuseum).
48.93253100, 13.55246800
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Von seiner Ostseite führt ab der Schwarzbachbrücke der Finsterauer Lusensteig hinauf zum Gipfel des Lusen. Im Vergleich zum Anstieg von der Waldhausreibe ist diese Route zwar länger, dafür aber landschaftlich besonders reizvoll. Ein eintöniger Hatsch über breite Forstwege bleibt einem hier erspart: Die meiste Zeit wandert man auf kleinen Pfaden dem Lusen entgegen. Begleitet wird die Tour vom munteren Schwarzbach. Kurz vor dem Gipfelaufbau berührt der Steig am Markfleckl die Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Über ein wahres Granitblockmeer geht es schließlich steil und direkt hinauf zum höchsten Punkt.
Ein Stück unterhalb des Gipfels lädt das Lusenschutzhaus vor dem Abstieg zu einer gemütlichen Einkehr ein. Für den Rückweg wählen wir die Route über den Tummelplatz. Von dieser ehemaligen Hochweide lohnt sich für trittsichere Geher ein Abstecher zum Großalmeyerschloss, das in den Karten auch als Hohlstein verzeichnet ist. Das „Schloss“ entpuppt sich als gewaltiger Felsblock, verborgen mitten im Wald. Der luftige, mit einem Kreuz geschmückte Felsgipfel ist über einen gestuften Steig erreichbar. Vom Tummelplatz gelangen wir nach dem luftigen Abstecher über zahme Waldwege wieder hinunter zur Schwarzbachbrücke.
Wir verlassen den Parkplatz Schwarzbachbrücke (847 m) vom Schilderbaum nordwestwärts (Wegweiser „Lusen“). Der kleine Waldweg geht schon sehr bald in einen Plankenweg über, der uns zum Schwarzbach bringt. Wenig später endet der Plankenweg und wir überqueren den Schwarzbach. Nach der Brücke gelangen wir zu einem weiteren Bachgraben und überqueren auch diesen. Unser Waldweg mündet im Anschluss in einem Karrenweg. Wir wenden uns schräg nach links und folgen ihm nordwestwärts. Schon bald geht der breite Weg in einen schmalen Waldpfad über. Auf dem steinigen Weg begleiten wir wieder den Schwarzbach und stoßen wenig später vor dem Rindenhäusl auf eine Forststraße.
Am Rindenhäusl biegen wir links ab und verlassen nach der Brücke den breiten Forstweg gleich wieder rechtshaltend. Ein Waldweg leitet uns in südwestlicher Richtung in den Bergwald hinein. Langsam nimmt die Steigung zu und der Untergrund wird steiniger. Der Wald lichtet sich allmählich und wir kommen an den Kleinen Schwarzbach heran, der sich zu unserer Linken seinen Weg bahnt. An einem Wegweiser wenden wir uns nach links und balancieren auf Steinen über den Bachlauf. Auf der gegenüberliegenden Seite setzen wir unseren Anstieg auf einem kleinen Pfad fort. Kurz darauf vollzieht unser Pfad einen Rechtsknick und führt uns im Anschluss südwestwärts.
Das Gelände wird zunehmend flacher und wir stoßen auf einen Plankenweg. Auf den Holzplanken gelangen wir zum Markfleckl (1299 m), welches die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien markiert. An den Grenzsteinen wenden wir uns nach links und steuern über den Plankenweg auf den Lusen zu. Schließlich tauchen wir in das Granitblockmeer ein und streben über einen gestuften Steig zügig dem Gipfel entgegen. Nach einer Latschengasse folgt entlang eines Zauns der finale Gipfelsturm. 2 ½ Stunden nach Aufbruch an der Schwarzbachbrücke stehen wir am Gipfelkreuz des Lusen (1373 m) und genießen den wunderbaren Ausblick, der bei guter Sicht bis zu den Alpen reicht.
In Aufstiegsrichtung gesehen wenden wir uns am Schilderbaum nahe des Gipfelkreuzes nach links. Wir folgen dem Grat nach Süden und steigen dann auf einem steinigen Weg in kurzen Kehren abwärts. Nach einem kleinen Waldstück stehen wir am Lusenschutzhaus (1343 m). Dort schlagen wir den breiten Fahrweg ein, der uns in einem Linksbogen abwärts leitet. Nach einer Rechtskurve und einer Geraden treffen wir in der folgenden sanften Rechtskurve auf einen beschilderten Abzweig. Hier verlassen wir den Fahrweg nach links und schlagen den Pfad zum Tummelplatz ein. Der kleine Weg leitet uns in den schattigen Bergwald hinein. Dort lassen wir nach einer Linkskehre einen Abzweig rechts liegen.
In einem Rechtsbogen kommen wir zu einem kleinen Bachlauf und passieren auf einer Lichtung einen sumpfigen Wegabschnitt. Es folgt ein langes, flaches Wegstück, das uns durch dichten und lichteren Wald südostwärts leitet. Später halten wir an einer Verzweigung unserer Grundrichtung bei, passieren eine Schutzhütte und betreten im Anschluss den Tummelplatz. Auf der weitläufigen Wiese biegen wir gleich nach dem Diensthaus rechts ab zum Großalmeyerschloss. In südlicher Richtung steuern wir über das Wiesengelände auf den Waldrand zu. Ein kleiner Pfad leitet uns in den schattigen Wald hinein. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Hohlstein. An seiner rechten Seite führen in den Felsen geschlagene Stufen hinauf zum luftigen Gipfel.
Vom Großalmeyerschloss kehren wir auf dem Hinweg zum Tummelplatz zurück. Nun halten wir unsere Grundrichtung bei, gehen rechts an der Diensthütte vorbei und steuern in nordöstlicher Richtung den Waldrand an. Zurück im schattigen Bergwald folgen wir dem kleinen Waldweg hinunter zu einer Forststraße. Wir schwenken linkshaltend in den Forstweg ein und folgen diesem an der Hirschkopfbrücke vorbei. Nach der Brücke stoßen wir auf einen Wegweiser und verlassen den breiten Weg nach rechts (Wegweiser „Schwarzbachbrücke“). Ein Waldweg leitet uns parallel zur Schreienden Seige, einem kleinen Bachlauf, bergab. Den munteren Bachlauf überqueren wir später und treffen nach einer Lichtung an der Schutzhütte Oberes Reschbachtal auf einen Querweg. Nun wenden wir uns nach links und spazieren zur Schwarzbachbrücke (847 m) zurück.
Lusenschutzhaus (1343 m), Tel. +49 (0)8553/1212. Geöffnet am Osterwochenende, von Mai bis Oktober und vom 1. Weihnachtsfeiertag bis zum 6. Januar täglich. Im Anschluss ist zur Wintersaison bis Gründonnerstag Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet. Bei schlechter Witterung bitte vorab nach den Öffnungszeiten erkundigen.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 847 m | - 1299 m | + 2:15 | 2:15 | Markfleckl | |
| 1299 m | - 1373 m | + 0:15 | 2:30 | Lusen | |
| 1373 m | - 1343 m | + 0:05 | 2:35 | Lusenschutzhaus | |
| 1343 m | - 1140 m | + 1:10 | 3:45 | Tummelplatz | |
| 1140 m | - 1196 m | + 0:10 | 3:55 | Großalmeyerschloss | |
| 1196 m | - 1140 m | + 0:05 | 4:00 | Tummelplatz | |
| 1140 m | - 847 m | + 1:15 | 5:15 | Schwarzbachbrücke | |