Sagwassersäge (775 m) - Große Kanzel (1002 m) - Felswandergebiet (1005 m) - Ochsenriegel (831 m) - Sagwassersäge (775 m)
Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung. Der Zugang durch den Schönbrunner Wald zum Fuß der Großen Kanzel erfolgt auf moderat ansteigenden Waldwegen und ist leicht. Zur Großen Kanzel führt ein zuerst gestufter und zum Ende hin felsiger Steig zum Gipfelkreuz hinauf. Vorsicht bei Nässe und generell auf den senkrecht abfallenden Gipfelfelsen! Für die Besteigung der Großen Kanzel ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Auf dem alternativen Rückweg über den Ochsenriegel ist im Bereich des Felswandergebiets der Untergrund steinig und bei Nässe rutschig.
Über die Autobahn A 3 Deggendorf - Passau bis zur Ausfahrt Hengersberg. Der B 533 nach Grafenau folgen. Von Grafenau über Rosenau und zum Nationalparkzentrum Lusen. Der Nationalparkstraße von der Einfahrt zum Großparkplatz noch für 1,5 Kilometer folgen und in einer Rechtskurve links Richtung Parkplatz Sagwassersäge abbiegen. Nach der Sagwassersäge findet sich linker Hand der kleine Wanderparkplatz. Alternativ kann man die Wanderung am Nationalparkzentrum starten. Dadurch verlängert sich die Wanderung um insgesamt 1 Stunde.
Mit der Waldbahn nach Spiegelau (Fahrplan und Buchung). Von Spiegelau mit dem Finsteraubus (Linie 603) zur Sagwassersäge (zum Busfahrplan). Von der Haltestelle zu Fuß in knapp 10 Minuten zum Ausgangspunkt (500 Meter zusätzlich in einfacher Richtung).
48.89676200, 13.50892600
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Wie eine Felsbastion ragt die Große Kanzel aus dem Schönbrunner Wald empor. Der Weg dorthin führt durch dichten Wald, ist moderat steil und insgesamt unschwierig. Umso erstaunlicher wirkt der Anblick der mächtigen Felsblöcke, die sich einem plötzlich in den Weg stellen. Der Steig hinauf zum kreuzgeschmückten Gipfel erfordert dann allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Der kürzeste Aufstieg zur Großen Kanzel beginnt südlich am Parkplatz „Felswandergebiet“ zwischen dem Nationalparkzentrum Lusen und Mauth (Igelbus-Haltestelle „Felswandergebiet“). Wir entscheiden uns jedoch für die etwas längere Tour ab Sagwassersäge und nähern uns der Kanzel von Westen.
Nach dem Besuch des Berges wählen wir den Rückweg durch das Felswandergebiet. Dort können wir in einem urwüchsigen Wald noch einmal mächtige, moosbewachsene Felsformationen bestaunen. Auf kleinen Waldwegen kehren wir vom Felswandergebiet über den Ochsenriegel zur Sagwassersäge zurück.
Wir verlassen den Parkplatz Sagwassersäge (775 m) in östlicher Richtung und steigen über eine Treppe zu einem Waldweg hinauf (Wegweiser „Mauth, Große Kanzel, Felswandergebiet“). Nach wenigen Schritten stoßen wir auf einen Forstweg, den wir überqueren. Wir wandern weiterhin ostwärts und kommen kurz darauf zu einem Abzweig. Dort ignorieren wir die Brücke, die rechter Hand über den Seebach führt, und gehen geradeaus weiter. An der folgenden Weggabelung halten wir uns schräg rechts und orientieren uns Richtung Mauth und Große Kanzel. Wenig später kommen wir nah an den Seebach heran und folgen dem mit einer Tanne gekennzeichneten Weg. In der Folgezeit lassen wir die nächsten beiden beschilderten Abzweige rechts liegen und spazieren weiter geradeaus.
Wir bleiben so am Tannenweg und gelangen nach einigen Kurven zu einer Übersichtstafel sowie zu einem Schilderbaum. Nun wenden wir uns nach rechts (Wegweiser „Mauth, Große Kanzel“) und folgen dem Waldweg südwärts. Der moderat ansteigende Weg bringt uns nach etwa 20 Minuten zu einer nächsten Verzweigung. Hier biegen wir links und nach weiteren 3 Minuten Gehzeit am nächsten Wegweiser schräg rechts ab. Ein steiniger Steig leitet uns empor zur Felsbastion, an deren linker Seite wir vorbei queren. Durch eine Senke kommen wir zu einer steinernen Treppe, über die wir den Bergrücken erklimmen. Am Rücken angelangt wenden wir uns nach rechts und steigen steil über Felsblöcke zum großen Gipfelkreuz der Großen Kanzel (1002 m) hinauf.
Von der Großen Kanzel kehren wir auf dem Hinweg zum Hauptweg zurück und biegen links in diesen ein (Wegweiser „NP-Zentrum Lusen, Felswandergebiet“). Kurz darauf verzweigt sich der Weg und wir wenden uns nach rechts Richtung Nationalparkzentrum und Sagwassersäge. Nach einer Hinweistafel leitet uns ein kleiner Waldweg zu einer steinernen Treppe. Über diese steigen wir zu den moosbewachsenen Felsen empor und schlüpfen auf einem verwinkelten Pfad zwischen den Blöcken hindurch. Vom höchsten Punkt (1005 m) führt uns ein steiniger Pfad abwärts. Dieser vollzieht bald darauf einen Rechtsknick und wir wandern in der Folgezeit in nordwestlicher Richtung weiter bergab.
In einem Linksbogen gelangen wir zu einer Verzweigung und gehen dort geradeaus weiter. Das Gelände wird nun deutlich flacher und auf dem recht flachen Waldweg kommen wir zur Schutzhütte Ochsenriegel. An der hölzernen Unterstandshütte lassen wir den Abzweig rechts liegen und halten unsere Grundrichtung bei. Am Ochsenriegel vollzieht unser Weg einen Linksknick und wir steigen über viele steinerne Stufen zügig bergab. Nach mehreren Kurven orientiert sich unser Pfad nach Norden und wir kehren zurück zur Brücke, die über den Steinbach führt. Nach der Brücke wenden wir uns nach links und kehren auf dem Hinweg innerhalb weniger Minuten zurück zur Sagwassersäge (775 m).
Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 775 m | - 1002 m | + 1:15 | 1:15 | Große Kanzel | |
| 1002 m | - 1005 m | + 0:20 | 1:35 | Felswandergebiet | |
| 1005 m | - 831 m | + 0:35 | 2:10 | Ochsenriegel | |
| 831 m | - 775 m | + 0:20 | 2:30 | Sagwassersäge | |