Wanderparkplatz Reit (760 m) - Lengauer Kapelle (908 m) - Großer Pölven (Mittagskogel, 1595 m) - Kleiner Pölven (1562 m) - Schwoicher Kreuz (1541 m) - Reiter Alm (1152 m) - Wanderparkplatz Reit (760 m)
Gut 900 hm gilt es bei der Pölven-Überschreitung zu meistern. Insbesondere der Zustieg zum Klettersteig ist recht steil. Der Klettersteig selbst ist mit 20 Minuten recht kurz. Auch die Schwierigkeiten halten sich meist mit A, an der Schlüsselstelle A/B in Grenzen. Typischerweise wird der Steig ohne Klettersteigset, aber mit Steinschlaghelm begangen. Für diese Rundtour sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.
20 Minuten
Steinschlaghelm
Die Autobahn München-Innsbruck an der Ausfahrt Kufstein Süd verlassen und weiter Richtung Felbertauern fahren. Am Ende der Bundesstraße 173 bei Söll rechts halten und weiter nach Söll fahren. Der Bundesstraße 178 weitere knapp fünf Kilometer folgen, bis nach rechts der Ortsteil Ried angeschrieben ist. Dort abbiegen und weiter den Wegweisern zum Hotel Alpen Schlössl folgen. Kurz vor dem Hotel befindet sich an einer Abzweigung am Waldrand ein kleiner Parkplatz.
47.49962828, 12.16596040
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Wohl schon jeder hat während der Fahrt auf der Inntalautobahn einen Blick hinüber zum Großen Pölven geworfen. Steinbrüche prägen die Südwand des sonst recht dicht bewaldeten Bergrückens. Wer den Aufstieg über den kurzen und leichten Sinwel-Klettersteig gemeistert hat, wird am Gipfelplateau mit vier Aussichtspunkten belohnt. Am Pölvenkreuz reicht der Blick tief in das sich nach Südwesten ziehende Inntal. Am Hauptgipfel schweift der Blick nach Norden zum Pendling. Der Kleine Pölven gibt den Blick zum Wilden Kaiser frei. Das nördliche Inntal betrachtet man am besten vom Schwoicher Kreuz, bevor es über die Reiteralm wieder zurück zum Wanderparkplatz geht.
Ausgehend vom neu angelegten Wanderparkplatz nahe dem Hotel Alpenschlössl starten wir auf der zunächst noch geteerten Straße unsere Tour zum Hotel. Hinter der Anlage halten wir uns rechts und orientieren uns am Wegweiser zur Lengauer Kapelle. Ein Forstweg führt uns zu einem Pfad, dem wir nach links folgen. Die ersten Blicke nach Norden auf die Hohe Salve sind möglich. Ohne viel Höhenmeter zu erklimmen, erreichen wir einen Fahrweg, dem wir weiter zur Lengauer Kapelle folgen.
Nicht weit nach dem Gotteshaus können wir nach rechts die Fahrstraße verlassen. Der Große Pölven ist hier mit 2 1/4 Stunden angeschrieben. Flach wandern wir auf dem kleinen Pfad Richtung Langau. Über eine Wiese erreichen wir schließlich eine Straße, der wir leicht bergab ein Stück folgen. 10 Minuten später ist der eigentliche Aufstieg zum Großen Pölven nach rechts angeschrieben. Der Klettersteig wird hier mit Lengauer Klettersteig (A/B) bezeichnet. Nun deutlich steiler führt uns der Weg über zahlreiche Wurzeln den Südhang des Pölven hinauf. Die Aussicht hält sich noch in Grenzen. Den einen oder anderen Blick nach Süden zur Hohen Salve können wir jedoch erhaschen.
Nach etwa 20 Minuten erreichen wir einen Wegweiser, dem wir weiter nach rechts Richtung Lengauer Klettersteig folgen. Nach einer knappen halben Stunde haben wir den Einstieg erreicht. Seilversichert queren wir zunächst ein Stück nach Westen. Es folgt ein unkritisches Gehstück. Etwas steiler, aber nie besonders schwer, führt uns die Ferrata nun über eine Rampe weiter die Südwand des Pölven empor. Eine Stufe wurde über eine relativ flach liegende Leiter entschärft. Kurz wandern wir im seilversicherten A-Gelände weiter, bevor der Weg immer flacher wird und in einen Wanderpfad übergeht. Der eigentliche Klettersteig ist in gut 20 Minuten überwunden, ohne dass wir auf ernstzunehmende Schwierigkeiten gestoßen sind.
Nun wird auch der Blick ins südliche Inntal frei. An einem Abzweig halten wir uns links und machen einen kurzen Exkurs zum formschönen Pölvenkreuz, mitunter auch Häringer Kreuz genannt. Zweifelsfrei hat man hier nochmal einen deutlich besseren Blick auf das Inntal, auf Wörgl und auf die felsigen Wände des gegenüberliegenden Hundsalmjochs. An einer Bank gönnen wir uns eine kurze Pause, bevor wir wieder zum Hauptweg zurückspazieren.
Dort halten wir uns links und spazieren flach über das Gipfelplateau weiter auf den Mittagskogel zu. Die Aussicht auf dem Weg dorthin ist dürftig, am höchsten Punkt unserer Wanderung angelangt, wissen wir aber, warum sich der Aufstieg gelohnt hat: Vom Karwendel mit dem Großen Bettelwurf im Südwesten, weiter über den Rofan bis hin zu den Bayerischen Voralpen reicht der Blick. Der bewaldete Gipfel des Pölven liegt ein wenig südlicher von uns. Die Aussicht nach Süden und auf den Wilden Kaiser werden wir spätestens noch am Kleinen Pölven genießen können.
Um dahin zu gelangen, wandern wir weiter nach Nordosten. Im Wald verlieren wir einige Höhenmeter, bevor wir nach einer guten halben Stunde zum Abzweig Richtung Reiter Alm kommen. Diesen ignorieren wir zunächst und wandern stattdessen weiter geradeaus. Nun wieder leicht ansteigend erreichen wir nach 30 Minuten den Kleinen Pölven. Auch den Kleinen Pölven schmückt neben einer Ruhebank ein wunderschönes Gipfelkreuz, das Söller Kreuz. Von dort zeigt sich im Nordosten wunderschön der mächtige Wilde Kaiser mit dem Scheffauer, Ellmauer Halt, Ackerl- und Maukspitze. Rechts ein gutes Stück weiter hinten, sehen wir die Loferer und Leoganger Steinberge. Alle guten Dinge sind in diesem Fall vier, denn ein weiteres Gipfelkreuz befindet sich noch auf unserer Pölven-To-do-Liste: das Schwoicher Kreuz. Wir wechseln die Bergseite und wandern vorbei am Abzweig nach Schwoich auf die Nordwestseite des Kleinen Pölven. Gut fünf Minuten später können wir erneut die Aussicht ins Inntal genießen. Im Unterschied zum Mittagskogel reicht der Blick nun tief nach Norden, wo der Inn zwischen Wildbarren und Heuberg seinen Weg nach Rosenheim sucht.
Für den Abstieg wandern wir wieder zurück in den Sattel zwischen dem Großen und dem Kleinen Pölven. Nach etwa 20 Minuten treffen wir auf den bekannten Abzweig zur Reiter Alm. Wir halten uns links und steigen zunächst recht steil durch den Bergwald ab. Auf etwa 1.300 m Höhe erreichen wir die Almwiesen der Reiter Alm. Rechts am Waldrand führt uns ein Pfad zu einem Wirtschaftsweg, dem wir über mehrere Serpentinen folgen. Unterhalb der Almwiesen halten wir die Höhe und spazieren auf dem Weg 4a erneut in den Wald. Stetig bergab folgen wir der Kiesstraße bis ins Tal bei Reit. An der Teerstraße biegen wir rechts ab und erreichen, vorbei an einem Gehöft, den Aufstiegsweg. Wir biegen links ab. Nach einer kleinen Rast im Hotel Alpenschloessl spazieren wir zurück zum Parkplatz.
Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 760 m | - 900 m | + 0:35 | 0:35 | Lengauer Kapelle | |
| 900 m | - 1350 m | + 1:15 | 1:50 | Einstieg Klettersteig | |
| 1350 m | - 1477 m | + 0:45 | 2:35 | Pölvenkreuz (Häringer Kreuz) | |
| 1477 m | - 1595 m | + 0:30 | 3:05 | Großer Pölven (Mittagskogel) | |
| 1595 m | - 1562 m | + 0:55 | 4:00 | Kleiner Pölven (Söller Kreuz) | |
| 1562 m | - 1541 m | + 0:05 | 4:05 | Kleiner Pölven (Schwoicher Kreuz) | |
| 1541 m | - 1152 m | + 1:00 | 5:05 | Reiter Alm | |
| 1152 m | - 760 m | + 1:00 | 6:05 | Wanderparkplatz Reit | |