Zahmer Kaiser

Feldberg (1813 m), Stripsenkopf (1809 m)

Feldberg
Aufstieg 4:00 h Abstieg 1:30 h
2
1110 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (58) Gipfelbuch (4)
Karte

Griesner Alm (1024 m) - Ranggen-Hochalm (1360 m) - Untere Ranggenalm (1229 m) - Feldberg (1813 m) - Stripsenkopf (1809 m) - Stripsenjochhaus (1577 m) - Griesner Alm (1024 m)

Charakter: Mittelschwierige Bergwanderung mit kurzen schrofigen Passagen, die Trittsicherheit verlangen. Bei Gewittergefahr ist von der Rundtour aufgrund der langen Kammwanderung abzuraten.

Anfahrt: Autobahn München - Innsbruck, Ausfahrt Oberaudorf, nach der Ausfahrt rechts abbiegen und über Niederndorf und Walchsee nach Kössen, in Kössen beim Kreisverkehr rechts Richtung Kirchdorf, nach Schwendt rechts in die Mautstraße ins Kaiserbachtal abbiegen (2,50 Euro Maut), am Ende der Straße bei der Griesner Alm parken.

Karten:
Für eine ausgedehnte Genusswanderung im Kaiserbachtal mit Panoramablick auf die Kletterwände von Fleischbank, Predigtstuhl und Totenkirchl bietet sich eine Überschreitung des Feldbergs und des Stripsenkopfs am Zahmen Kaiser an. Die abwechslungsreiche Runde lässt sich mit einer Einkehr auf dem eindrucksvoll gelegenenen Stripsenjochhaus und anschließendem Abstieg zur Griesner Alm krönen. Die Runde kann man natürlich auch in entgegengesetzter Richtung begehen, allerdings schmeckt der Apfelstrudel am Stripsenjochhaus nach getaner Arbeit doppelt so gut.

Aufstieg zum Feldberg: Wir orientieren uns am Parkplatz zuerst in Richtung Griesner Alm, biegen aber noch vor der Alm rechts in den Weg zur Ranggenalm (ausgeschildert) ab. Über einen breiten Forstweg gewinnen wir nun die ersten Höhenmeter und schon zu Beginn fasziniert der Blick auf die Nordwände des Wilden Kaisers. Nach einer knappen Stunde erreichen wir die Ranggen-Hochalm. Hier endet auch der breite Forstweg. Wir wandern an der Alm vorbei und folgen nun einem schmalen Pfad. Nach einem weiteren Anstieg queren wir in der Folgezeit leicht bergab wandernd die grasige Flanke des Feldbergs und geben dabei etwa 130 Höhenmeter wieder ab. Nach weiteren 20 Minuten stehen wir an der Unteren Ranggenalm.

Hier biegen wir links ab und folgen dem Wegweiser in Richtung Feldberg. Nun gewinnen wir wieder zügig unsere verlorenen Höhenmeter zurück. Wir durchwandern eine kurzes Stück an bewaldetem Terrain. An einem weiteren Abzweig halten wir uns wiederum links und folgen der Ausschilderung zum Feldberg und zum Stripsenjochhaus. Sobald wir den Wald hinter uns gelassen haben erreichen wir den breiten Bergrücken des Feldbergs. Hier halten wir uns nochmals links und folgen dem latschenbewachsenen Kammverlauf. Zuerst bereitet der Pfad keinerlei Schwierigkeiten, etwas später müssen einige schrofige Wegabschnitte gemeistert werden, die aber keinerlei Kletterei verlangen. An einer Stelle ist sogar ein Drahtseil gespannt.

Nach drei Stunden Gehzeit lehnt sich der Gratverlauf zurück und wir erreichen die grasige Gipfelfläche des Feldbergs. Vom Gipfel blicken wir auf das Kaiserbachtal und den Wilden Kaiser und hinüber zur Pyramidenspitze und zum tief im Tal liegenden Walchsee.

Weiterweg zum Stripsenkopf: Am Gipfelkreuz des Feldberg stehend erkennen wir auch den Pavillion, der den höchsten Punkt des Stripsenkopfs ziert und der unser nächstes Etappenziel sein wird. Wir folgen also dem Kammverlauf weiter und steigen hinunter in den Einschitt zwischen Feldberg und Tristecken und wandern von hier zum Tristecken hinauf.

Vom höchsten Punkt des Tristecken geht es wieder bergab und wir steuern nun auf den Stripsenkopf zu. Nach einer Senke steilt unser Weg wieder an und wir wandern vorbei an einer Felsnadel, der sogenannten Frankenländer Nadel. Nun geht es in mäßiger Steigung die östliche Flanke des Stripsenkopfs hinauf. Knapp 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels erreichen wir einen Abzweig. Wer keine Lust mehr auf den Stripsenkopf hat und sich nach Knödelsuppe oder Kaiserschmarrn sehnt kann hier links abbiegen und den direkten Weg zum Stripsenjochhaus einschlagen. Der ambitionierte Gipfelstürmer hingegen hält sich hier rechts und steigt innerhalb von 15 Minuten über einen schrofendurchsetzten Weg zum Gipfelpavillion empor.

Abstieg zum Stripensenjochhaus: Vom Gipfelpavillion wandern wir ein paar Meter des Aufstiegwegs retour und biegen dann rechts ab (Ausschilderung Panoramaweg). Man sollte sich am Gipfel nicht von den Pfadspuren verleiten lassen, die südwärts Richtung Stripsenhaus führen und im luftigen Nirwana enden. Auch sollte man nicht auf die Idee kommen über das am Gipfel endende Drahtseil abzusteigen, denn dies gehört zum schwierigen Stripsenkopf-Klettersteig. Über den Panoramaweg geht es nun über einen schottrigen Pfad berab.

Beim Abstieg passieren wir den Felsaufbau des Hundkopfs auf seiner rechten Seite. Hier sind einige Tritthilfen in den Fels montiert. Allerdings kann man auch weiter nach rechts ausweichen und über Stufen absteigen. 30 Minuten nach Verlassen des Stripsenkopfs erreichen wir Tavonaro-Kreuz, das auf einer Anhöhe neben dem Stripsenjochhaus thront. Zur Hütte sind es von hier nur noch wenige Schritte.

Abstieg zur Griesner Alm: Nach verdienter Rast und ausgiebigem Aufsaugen des grandiosen Kaiserpanoramas wandern wir vom Stripsenjochhaus über einen komfortablen Weg innerhalb von einer Stunde hinunter zu unserem Ausgangspunkt bei der Griesner Alm im Kaiserbachtal.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Stripsenjochhaus (1557 m), OeAV Sektion Kufstein, Tel.: +43 (0)5372/62579, geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1024 m - 1360 m + 0:55 0:55 Ranggen-Hochalm
1360 m - 1229 m + 0:20 1:15 Untere Ranggenalm
1229 m - 1813 m + 1:45 3:00 Feldberg
1813 m - 1809 m + 1:00 4:00 Stripsenkopf
1809 m - 1557 m + 0:30 4:30 Stripsenjochhaus
1557 m - 1024 m + 1:00 5:30 Griesner Alm

Autor: Didi Hackl
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