Erlacher Haus (1636 m) - Rosennock (2440 m) - Naßbodensee (2030 m) - Erlacher Haus (1636 m)
Ingesamt mittelschwierige Bergwanderung. Der beschriebene Anstieg zum Großen Rosennock ist unschwierig und führt ab der Feldhütte über kleine Pfade, die im Gipfelbereich steiniger werden. Der alternative Abstieg über den Naßbodensee leitet im Bereich des Sees über schrofige Pfade, die ein Mindestmaß an Trittsicherheit verlangen. Auf der Hochebene am Fuße der Zunderwand können die Wiesenwege sehr matschig sein.
Autobahn A 10 Salzburg - Villach, Ausfahrt Millstätter See. Über Millstatt nach Radenthein und im Ort am Kreisverkehr links Richtung Bad Kleinkirchheim halten. Gleich darauf in der folgenden scharfen Rechtskurve links Richtung Kaning abbiegen. Von Kaning der Beschilderung ins Langalmtal folgen und über die mautpflichtige Piste (4 Euro Maut, zahlbar in Münzen, Stand 2021) ins hintere Langalmtal zum Erlacher Haus fahren. Unterhalb der Hütte befindet sich ein Parkplatz. Ab Wintereinbruch ist die Mautstraße gesperrt!
Mit der Bahn nach Spittal an der Drau (Fahrplan und Buchung) und mit dem Rufbus Nockmobil zum Erlacher Haus (nur im Sommer aktiv, Infos zum Nockmobil).
46.868451, 13.748585 (in Google Maps öffnen)
Der Große Rosennock ist der zweithöchste Gipfel in den Nockbergen. Allein vom Eisenhut wird der Berg innerhalb dieser Gruppe überragt, und das auch nur um einen einzigen Meter. Dementsprechend schön und weitreichend präsentiert sich der Panoramablick, welcher uns am Gipfel erwartet. Von den Hohen Tauern mit dem Säuleck und der Hochalmspitze reicht der Blick zu den Niederen Tauern, den Julischen Alpen mit dem Triglav sowie zum Karnischen Hauptkamm. Selbst einige Spitzen der Dolomiten können wir von hier oben ausmachen. Am schnellsten is der Rosennock vom Erlacher Haus im hinteren Langalmtal erreichbar. Von dort wandern wir über das Almgelände der Feldhütte und den sanften Südostrücken des Rosennocks innerhalb von 2 ½ Stunden hinauf zum höchsten Punkt. Für den Abstieg wählen wir die Route über den Naßbodensee. Der schön gelegene Bergsee sowie die für die Nockberge ungewöhnliche Felskulisse der Zunderwand bieten noch einmal einen echten Augenschmaus. Nach der Wanderung können wir uns auf der gemütlichen Terrasse des Erlacher Hauses eine wohlverdiente Brotzeit gönnen.
Vom unteren Parkplatz am Erlacher Haus (1636 m) gehen wir hoch zur Hütte, passieren das Gebäude an seiner rechten Seite und wenden uns am folgenden Querweg nach links (Wegweiser „Zunderwand, Rosennock“). Der Forstweg bringt uns zu einem Bachgraben und vollzieht dort eine Linkskurve. Im Anschluss leitet uns der Weg in südwestlicher Richtung aufwärts. Der Wald lichtet sich mehr und mehr und wir kommen zu einer Verzweigung. Hier folgen wir dem Fahrweg rechtshaltend und erblicken nach einem Rechtsbogen erstmals vor uns die felsige Zunderwand. In nordwestlicher Richtung spazieren wir zu einem weiteren Bachlauf. Dort wendet sich unser Weg nach links und wir gelangen wenig später zu einer Kreuzung. An der Kreuzung halten wir unsere Grundrichtung bei und folgen der Beschilderung in Richtung Feldhütte. Wir wandern weiter südwestwärts und passieren ein Gatter.
Nach dem Gatter vollzieht der Fahrweg eine Rechts- sowie eine Linkskehre und leitet uns so an der Feldhütte vorbei. Nach der Hütte geht der Fahrweg langsam in einen schwach ausgeprägten Karrenweg über, der uns zwischen einzelnen Nadelbäumen in nordwestlicher Richtung bergauf führt. Schließlich ziehen sich die Bäume endgültig zurück und wir erreichen einen Durchschlupf am Weidezaun. Nach dem Durchlass wandern wir über das Wiesengelände weiter zu einem Abzweig. Hier biegen wir links ab (Wegweiser „Rosennock, Millstätter See Höhensteig“) und streben auf einen mit Heidekraut bewachsenen Hang zu. Sobald wir diesen erreichen, wendet sich unser Weg leicht nach links und führt uns in südwestlicher Richtung auf schottrigem Untergrund steil bergauf. Später halten wir uns an einer Weggabelung rechts und bleiben so auf der rechten Seite eines Weidezauns.
Zu guter Letzt bringt uns der Weg hinauf zu einem grasigen Bergrücken. Dort treffen wir auf eine beschilderte Verzweigung und biegen rechts ab (Wegweiser „Rosennock“). Über den sanften und breiten Wiesenrücken steuern wir nun in nordwestlicher Richtung auf den Gipfelaufbau des Großen Rosennocks zu. Wenig später kommen wir zu einem weiteren beschilderten Abzweig, den wir uns für den späteren Abstieg über den Naßbodensee merken. Wir halten unsere Grundrichtung bei und wandern in die Südostflanke des Rosennocks hinein. In der Folgezeit führt uns der Weg deutlich steiler und in vielen kurzen Kehren über die Flanke aufwärts. Rechter Hand erblicken wir nun auch den benachbarten Kleinen Rosennock. Je höher wir steigen, desto steiniger wird der Untergrund. Zu guter Letzt erreichen wir nach einer Gehzeit von 2 ½ Stunden das geräumige Gipfelplateau und das Gipfelkreuz am Großen Rosennock (2440 m).
Nach ausgiebigem Genuss des fantastischen Panoramas verlassen wir den Gipfel über den Hinweg und kehren zurück zum ersten beschilderten Abzweig am Wiesensattel. Dort biegen wir links ab Richtung Naßbodensee und folgen einem Pfad in östlicher Grundrichtung in Kehren abwärts. Schließlich wendet sich unser Weg nach Norden und führt uns zum Naßbodensee (2030 m), der in einem Kessel unterhalb vom Großen und Kleinen Rosennock lagert. Den schönen Bergsee passieren wir an seiner linken Uferseite. Zu guter Letzt leitet uns die markierte Route auf der Nordseite wieder vom See weg und wir kommen zu einer Gabelung. Dort lassen wir den Abzweig zum Predigerstuhl links liegen und schlagen rechtshaltend den Weg zur Erlacher Bockhütte und zum Erlacher Haus ein.
Mit Blick zur imposanten Zunderwand wandern wir über einen schrofigen Pfad durch eine Latschengasse in nordöstlicher Richtung bergab. Schließlich erreichen wir am Fuße des Predigerstuhls eine grasige Hochebene. Wir passieren den Wandfuß in südöstlicher Richtung und gelangen über einen Wiesenpfad zu einem kleinen Bachlauf und einem beschilderten Abzweig. Dort biegen wir rechts ab zum Erlacher Haus und entfernen uns über eine sumpfige Wiese in südöstlicher Richtung von der Zunderwand. Der nasse Wiesenpfad geht schon bald in einen Karrenweg über, dem wir zu einem Waldstück folgen. An dem Wäldchen leitet uns der Karrenweg in zwei Kehren abwärts. In Sichtweite einer Holzhütte wendet sich der Weg schließlich wieder nach Südosten und bringt uns zurück zur Kreuzung, an der wir auf die Aufstiegsroute treffen. Hier biegen wir links ab und spazieren zurück zum Erlacher Haus (2 ¼ Stunden ab dem Rosennock).
Erlacher Haus (1636 m), Tel. 43 (0)676 4210545. Geöffnet von Anfang/Mitte Mai bis Ende Oktober.
Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
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1636 m | - 1940 m | + 1:15 | 1:15 | Gabelung Rosennock/Naßbodensee | |
1940 m | - 2440 m | + 1:15 | 2:30 | Rosennock | |
2440 m | - 2030 m | + 0:55 | 3:25 | Naßbodensee | |
2030 m | - 1636 m | + 1:20 | 4:45 | Erlacher Haus |