Italien Ötztaler Alpen

Similaun (3599 m)

Charakter 1
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  5:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  3:45 Stunden
Höhenmeter 1949 Höhenmeter

Stausee Vernagt (1650 m) – Similaunhütte (3017 m) - Similaun (3599 m)

Charakter: Bis zur Hütte leichte, aber auf Grund der Steilheit anstrengende Bergwanderung. Von der Hütte zum Gipfel des Similauns leichte Hochtour. Gletscherausrüstung und Seilpartner erforderlich, Spaltensturzgefahr!

Anfahrt: Von Meran geht es zunächst nach Westen Richtung Naturns auf der Staatsstraße 38. Nach der Ortschaft rechts abbiegen ins Schnalstal. Über Katharinaburg, Karthaus bis nach Vernagt fahren. Am Stausee in Vernagt befindet sich ein größerer Parkplatz, von dem aus die Wanderung beginnt.

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Hüttenzustieg: Ausgangpunkt der Tour ist der Parkplatz am Stausee in Vernagt. Hier kann das Auto kostenlos abgestellt werden. Die ersten 200 Höhenmeter führt uns eine geteerte Straße zum Tesenhof, hinter dem die eigentliche Wanderung auf dem Weg Nummer 2 beginnen kann. Hier wird auch die Grenze des Naturparks Texelgruppe überschritten, und wir betreten das Tisental. Zunächst geht es gemächlich ansteigend durch ein kleines Waldstück an Kühen vorbei und weiter auf die Almen des Tals.

Etwa auf der halben Strecke des Weges zur Similaunhütte zeigen uns drei riesige Stonamandln den richtigen Weg. Trotzdem sind es noch etwa 1 ¾ h bis zur Hütte. Mit dem Ausblick auf den tiefblauen Stausee im Rücken erreichen wir schon bald felsigeres Gelände. Auch die Steilheit des Weges nimmt langsam zu. Die letzten 200 Höhenmeter geht es in Serpentinen durch die Felswände bis zur auf 3017 Metern gelegenen Hütte.

Nicht weit von hier wurde die Mumie des Ötzis gefunden. In der Nähe der Fundstelle wurde ein Denkmal für den 5300 Jahre alten Mann errichtet. Ab der Hütte ist mit etwa einer Stunde Gehzeit bis zu der Fundstelle zu rechnen. Wir widmen uns aber dem hervorragenden Rotwein und beginnen am nächsten Tag früh mit dem Gipfelaufstieg.

Gipfelaufstieg: Während die Sonne langsam über dem Gletscher des Similauns aufgeht, stärken wir uns in der Hütte noch mit einem Frühstück. Danach machen wir uns auf den Weg zur Gletscherzunge. Die Wolken, die tief unter dem Niederjochferner im Tal hängen, schaffen eine beeindruckende Atmosphäre. Schon nach kurzer Zeit ist das Eis des Gletschers erreicht. Hier wird die Ausrüstung angelegt und die eigentliche Gletschertour kann beginnen. Der Anfang des Gletschers gestaltet sich als nicht allzu schwierig. Trotzdem kann man nach einiger Zeit ein paar eindrucksvolle Spalten bewundern.

Je näher man zum Gipfel kommt, desto steiler ziehen sich die Flanken des Berges in die Höhe. Kurz vor dem Gipfel gilt es noch einen Grat zu überschreiten, der aber auch keine größeren Schwierigkeiten bereithält. Nach zwei Stunden (von der Hütte aus gerechnet) stehen wir auf dem Gipfel des Similauns und genießen den Blick über die Ötztaler Alpen mit der Wildspitze und die Texelgruppe.

Abstieg: Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg und sollte uns nach etwa 3,5 Stunden wieder zum Parkplatz am Stausee führen.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Similaunhütte (3017 m), privat, Tel. +39 0473 669711 oder +43 720 920 439. Geöffnet von Mitte Juni bis Anfang Oktober und von Ende Februar bis Ende Mai.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1650 m - 3017 m + 3:30 3:30 Similaunhütte
3017 m - 3599 m + 2:00 5:30 Similaun
3599 m - 3017 m + 1:30 7:00 Similaunhütte
3017 m - 1650 m + 2:15 9:15 Stausee Vernagt

Autor: Tom Lindner
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Gipfelbuch
Gesamtbewertung der Tour „Similaun“:
sehr empfehlenswert
Im Durchschnitt 5 von 5 (1 Bewertung)

Letzter Eintrag (von Franz Hajak):
04.12.06  Wer von Vent im hinteren Ötztal auf den Similaun will, dem sei die Variante von der Martin- Busch- Hütte ... [weiter]

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