Allgäuer Alpen

Sorgschrofen (1635 m), Zinken (1613 m)

3
Tourdaten:
Aufstieg:  2:00 Stunden
Abstieg:  1:30 Stunden
620 Höhenmeter

Unterjoch (1015 m) - Zinken (1613 m) - Sorgschrofen (1635 m) - Älpele Alpe (1336 m) - Unterjoch (1015 m)

Charakter: Meist leichte Bergwanderung. In der Gipfelregion ist jedoch Schwindelfreiheit und Trittsicherheit notwendig. Schwierige Stellen sind mittels Drahtseil gesichert.

Anfahrt: Von München auf der A96 bis zur Anschlussstelle 22 fahren und weiter auf der B12 Richtung Kempten fahren. Bevor Kempten erreicht wird auf die A7 Richtung Füssen/Lindau/Oberstdorf/B12 wechseln. An der Anschlussstelle 137 auf die B309 Richtung Wertach wechseln. Nach etwa 2 Kilometer den Schildern auf der B310 weiter nach Wertach folgen. Nach knapp 13 Kilometer links die B310 verlassen und am Ortseingang von Unterjoch parken (gebührenpflichtiger Parkplatz).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.546311, 10.425071 (in Google Maps öffnen)

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Auch wenn die Tour auf den Zinken und Sorgschrofen leicht beginnt und auch nicht lange dauert, sollte man sie nicht unterschätzen. Rund um die Gipfel sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig. Trotz der geringen Höhe kann sich im Frühjahr noch lange das eine oder andere Schneefeld auf der Nordseite halten. Eine Überschreitung des Sorgschrofen kann dadurch durchaus zu einer Herausforderung werden. Einzigartig ist sicherlich auch die Grenzziehung über den Gipfel. Die Österreichische Enklave Jungholz ist nur über den Gipfel des Sorgschrofen mit dem Mutterland verbunden.

Aufstieg: Bequem starten wir am Ortseingang von Unterjoch. Wir überqueren die Wertach und spazieren in Unterjoch rechts an der Kirche vorbei. Der Zinken und der Sorgschrofen sind auch links an der Kirche vorbei ausgeschildert. Das ist jedoch der Weg, den wir für den Abstieg geplant haben. Wir halten uns also rechts und gewinnen auf dem geteerten Weg allmählich an Höhe. An einer Abzweigung links zu den Zehrerhöfen haben wir erstmals einen schönen Blick in das Tannheimer Tal und auf den Bschießer, den Ponten und das Gaishorn. Schon wenig später haben wir auf dem immer noch geteerten Weg die Zehrerhöfe erreicht.

Hinter den Häusern der Höfe endet der Teerweg abrupt. Im rechten Winkel führt uns nun ein Schotterweg nach links, bevor dieser zum Pfad wird. Wesentlich steiler geht es nun über Steine und allerlei Wurzelwerk an den südwestlichen Hängen des Zinkens bergauf. Nachdem wir über eine Almwiese in mehreren Serpentinen den Grat unterhalb des Zinken erreicht haben, können wir nun auch den Blick nach Norden Richtung Wertach genießen. Wir folgen durch den lichten Wald dem ansteigenden Grat rechts nach Nordosten. Die Umgebung wird bizarrer und felsiger. Kurz nachdem das Gipfelkreuz des Zinken auf einem Felsen sichtbar wird, zweigt auch schon links der kurze drahtseilgesicherte Steig zu unserem ersten Ziel ab.

Wenigen Minuten später stehen wir auf dem Gipfel des Zinken. Weit reicht der Blick auf die Berge jenseits des Tannheimer Tals. Gaishorn, Ponten und B'schießer präsentieren sich nun aus einer anderen Perspektive. Schön ist auch der Große Daumen im Süden zu sehen. Weiter im Südwesten ist der Große Widderstein zu erkennen und im Westen das Wertacher Hörnle. Im Osten, nicht weit entfernt, ist auch schon das Gipfelkreuz des Sorgschrofens zu sehen. Wir machen uns nach kurzer Rast wieder auf den Weg, klettern den steilen Steig hinunter und halten uns nun an der Abzweigung links. Nach ein paar Schritten stehen wir vor einer engen Felspalte, die uns Anlass gibt, darüber nachzudenken, ob die Brotzeit auf dem Zinken wirklich sein musste, und ob vielleicht demnächst eine Diät angebracht wäre.

Mit ein wenig Mühe zwängen wir uns samt Rucksack durch die enge Spalte und verwerfen augenblicklich den letzten Gedankengang. Wenig später befinden wir uns auf der Nordseite des Sorgschrofens. Im steilen Gelände umrunden wir eine markante Felsnadel und folgen dem schmalen Steig unterhalb der Felsen. Schon nach ein paar Metern führt uns der Weg erneut steil bergauf und wir stehen wieder auf dem Grat. Schön sind von hier sowohl das Gipfelkreuz des Sorgschrofens als auch das des Zinkens zu sehen. Erneut steigen wir auf der Nordseite einige Meter bergab, um abermals, diesmal gesichert mit einem Drahtseil, bis zum Gipfelkreuz des Sorgschrofen aufzusteigen.

Auch der Gipfel des Sorgschrofen bietet eine herrliche Rundumsicht. Schon kurz bevor wir den höchsten Punkt erreichen, können wir im Nordosten hinter dem Gipfelkreuz den Edelsberg ausmachen. Im Osten erheben sich die Spitzen des Breitenberg und des Aggenstein. Auch Köllenspitze, Gimpel und Rote Flüh sind schön im Südosten auszumachen. Hinzu kommen natürlich auch all die Berge, die wir bereits vom Zinken aus sehen konnten, der nun etwas unterhalb von uns im Westen liegt.

Abstieg: Um unsere Überschreitung zu komplettieren wählen wir den Abstieg über die Älpele Alpe. Drahtseilgesichert steigen wir in eine schmale Scharte auf der Nordseite ab. Im Frühjahr kann die Scharte bedingt durch vereisten Restschnee sehr unangenehm zu bewältigen sein. Etwas flacher geht es, nach der Scharte, auf einen Reflektormasten zu und anschließend über den nun weit weniger felsigen Grat gemächlich bergab. Wir passieren die Gipfelstation eines Schleppliftes, halten uns links und erreichen bald darauf die Älpele Alpe.

Hoch über uns sind nochmal schön die beiden Gipfel zu erkennen. Über eine Wiese geht es in den Wald. Die Grenzziehung scheint hier sehr ernst genommen worden zu sein. Alle paar Meter weist ein Grenzstein darauf hin, wo die Österreichische Enklave Jungholz an Bayern grenzt. Über eine weitere Wiese erreichen wir eine Wildschutzzone. Vom 15. November bis 31. März soll diese nicht betreten werden. Wenig später stehen wir auf einer Forststraße, auf der wir bequem nach Unterjoch zurück wandern.

Einkehrmöglichkeit: Unterwegs keine.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1015 m - 1613 m + 1:45 1:45 Zinken
1613 m - 1635 m + 0:15 2:00 Sorgschrofen
1635 m - 1336 m + 0:40 2:40 Älpele Alpe
1336 m - 1015 m + 0:50 3:30 Unterjoch

Autor: Tom Lindner
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Gipfelbuch
Gesamtbewertung der Tour „Sorgschrofen“:
sehr empfehlenswert
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Letzter Eintrag (von Fred):
31.08.17  Wir haben die Tour bei schönem Wetter gemacht, es war herrlich. Man sollte aber
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