Tannheimer Berge

Hahnenkamm (1938 m) bei Reutte

2
Tourdaten:
Aufstieg:  3:00 Stunden
Abstieg:  2:00 Stunden
975 Höhenmeter
12,5 Kilometer

Parkplatz Hahnenkammbahn Höfen (930 m) - Lechaschauer Alpe (1660 m) - Hahnenkamm (1938 m) - Höfener Alm (1670 m) - Höfen (930 m)

Charakter: Überwiegend leichte Bergwanderung auf Pfaden und breiten Wegen. Etwas steiler sind die letzten 150 Höhenmeter bis zum Gipfel.

Anfahrt: Von Füssen kommend auf der A7 und weiter über die Fernpass-Strasse B179 bis zur Anschlussstelle Reutte Nord in Österreich fahren. Von dort weiter auf Reuttener Landstraße L69 nach Reutte fahren. Weiter dem Straßenverlauf auf der Allgäuer und Untermarkt Straße folgen. Nach etwa einem Kilometer rechts auf die Untergsteig Straße abbiegen. Nach der Lechbrücke dem Straßenverlauf für etwa zweieinhalb Kilometer folgen, bis rechts die Bergbahnstraße abzweigt. Am Ende der Bergbahnstraße befinden sich der Parkplatz der Hahnenkammbahn Höfen. Dort parken.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von Garmisch oder Kempten nach Reutte (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof in Reutte weiter mit der Bus-Linie 4262 zur Haltestelle Höfen am Lech, Tourismusbüro und weiter mit dem Bus-Linie 4268 zur Haltestelle Höfen am Lech, Reuttener Seilbahn Talstation. Der Bus 4268 fährt auch des Öfteren vom Bahnhof Reutte direkt zur Seilbahn-Talstation (zur Fahrplanauskunft).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.478383, 10.678561 (in Google Maps öffnen)

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Hoch über dem Reuttener Becken, oberhalb von Höfen, liegt der Hahnenkamm, ein aussichtsreicher Gipfel in den Tannheimer Bergen. Der Anstieg im Osten über die Lechaschauer Alm ist nicht allzu schwer. Wer dann noch den etwas steileren Anstieg zum Gipfel geschafft hat, wird mit einer fantastischen Rundumsicht auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen belohnt. Der hier beschriebene Abstieg erfolgt über die Höfener Alm unterhalb der Seilbahn entlang der Skipiste zurück nach Höfen. Wer will, kann natürlich auch bequem mit der Seilbahn ins Tal fahren.

Aufstieg: Vom Parkplatz an der Hahnenkamm-Seilbahn starten wir im Nordosten unsere Tour. Hinter dem "Ramba Zamba Express", der sich in einem ausrangierten Eisenbahnwaggon befindet, treffen wir bereits auf den ersten Wegweiser Richtung Lechaschauer Alpe. Wir überqueren den Hirschbach und halten uns dann Richtung Westen. Vorbei an einer groß dimensionierten Lawinenschutzmauer, die sich über den Hirschbach erstreckt, wandern wir über einen Damm auf eine Forststraße zu. Über den Ortsteil Holz hinweg hat man einen schönen Blick auf den Säuling im Norden. Auf dem Fahrweg wird mit zunehmender Höhe auch der Blick auf den Thaneller und das Reuttener Becken frei.

Kleine Pfade erlauben immer wieder die triste Forststraße abzuschneiden. Auf eine Höhe von etwa 1225 Metern können wir endgültig die Schotterstraße verlassen. Mit freien Blick auf die Schneidspitze und die Gehrenspitze kündigt sich die Lechaschauer Alpe an. Auch der Blick auf unser eigentliches Ziel, auf den Hahnenkammgipfel, wird über den Wiesen im Südwesten frei. Nach knapp zwei Stunden gönnen wir uns am Tisch 13 der Lechaschauer Alm eine Pause und lassen uns von der netten Bedienung ein Hopfengetränk kredenzen.

Gestärkt steigen wir im Südwesten weiter zu dem Sattel zwischen Schneidspitze und Hahnenkamm auf. Dort angekommen können wir den Ausblick auf die felsigen Gipfel der Roten Flüh, des Gimpels und der Kellenspitze im Norden genießen. Nicht weit im Nordwesten, etwa 200 Höhenmeter unter uns, befindet sich die Schneetalalpe. Im Süden führt ein kleiner Pfad direkt zum Gipfel des Hahnenkamms. Wir entscheiden uns aber für den ausgeschilderten Weg, der gut ausgebaut und wenig an Höhe gewinnend, zu dem Sattel zwischen Hahnenkamm und Albengipfel führt. Dort halten wir uns westlich und besteigen auf einem Pfad den Gipfel des Hahnenkamm. Obwohl der Weg mit einem Schild "Nur für Geübte" ausgeschildert ist, stoßen wir auf keinerlei Schwierigkeiten.


Beschriftetes Panoramabild: Ausblick vom Hahnenkamm

Die Aussicht vom Gipfel ist grandios. Zwar müssen wir anstelle eines Gipfelkreuzes mit einem riesigen Sendemast vorlieb nehmen, der Ausblick auf die Lechtaler und Allgäuer Alpen bleibt davon aber unberührt. Neben den Blick auf den Haldensee und dem Einstein im Westen, sowie die bereits erwähnten Gipfel im Norden ist sicherlich auch die Zugspitze im Osten erwähnenswert. Im Südosten ist nach wie vor der Thaneller der Blickfang. Aber auch die nahe Gaichtspitze im Süden macht Lust auf weitere Exkursionen. Wir verabschieden uns in diese Richtung vom Gipfel des Hahnenkamms und statten noch einem "richtigen" Gipfelkreuz, welches etwas im Süden liegt, einen Besuch ab.

Abstieg: Für den Abstieg marschieren wir im Süden in einem weiten Bogen zur Höfner Alm. In dem Kessel, den wir dabei umgehen, befindet sich auch die Gipfelstation der Hahnenkammbahn. Müde Wanderer können dort bequem mit der Gondel abfahren. Wir steigen aber entlang der Skipiste vorbei an der Höfener Alm und der Cillihütte bergab. Anfangs müssen wir noch durch zahlreiche Serpentinen auf der Fahrstraße hinunter spazieren. Später können wir über einen Pfad, immer noch der Skipiste folgend, die Fahrstraße verlassen. An einem kleinen Speichersee vorbei, erreichen wir so wieder den Parkplatz der Hahnenkammbahn. Dort geht eine aussichtsreiche Bergwanderung zu Ende.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
  • Lechaschauer Alm (1671 m, auch Lechaschauer Alpe), Tel. +43 (0)676 334 73 08, geöffnet von Mitte Mai bis Ende Oktober.
  • Höfener Alm (1670 m), Tel.+43 (0)664 3515 086 oder +43 (0)664 1984 318, geöffnet von Mitte Mai bis Ende Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
930 m - 1671 m + 2:00 2:00 Lechaschauer Alpe
1671 m - 1938 m + 1:00 3:00 Hahnenkamm
1938 m - 1670 m + 0:45 3:45 Höfener Alm
1670 m - 930 m + 1:15 5:00 Parkplatz Hahnenkammbahn Höfen

Autor: Tom Lindner
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