Österreich Tannheimer Berge

Gehrenspitze (2163 m)

Charakter 4
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  3:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:45 Stunden
Höhenmeter 1280 Höhenmeter
Strecke 12,6 Kilometer

Wängle (886 m) - Gehrenalpe (1610 m) - Gehrenjoch (1854 m) - Gehrenspitze (2163 m)

Charakter: Bis zum Gehrenjoch handelt es sich um eine einfache bis mittelschwierige Bergwanderung über Forstwege und kleine Wald- und Wiesenpfade. Der Weiterweg zur Gehrenspitze wartet mit Schrofenklettereien sowie dem Durchsteigen einer brösligen und steinschlaggefährdeten Rinne mit teils anhaltender Kletterei (I nach UIAA) auf. Der Gipfelanstieg erfordert luftige Kletterei bis I+ nach UIAA. Bei Nässe ist der Gipfelanstieg wegen des steilen Wiesengeländes nicht empfehlenswert. Für die Besteigung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch bis Oberau. In Oberau rechts Richtung Oberammergau abbiegen und nach Ettal fahren. Nach dem Ortsende von Ettal links Richtung Linderhof/Reutte abbiegen und vorbei am Plansee nach Reutte fahren. In Reutte links Richtung Tannheimer Tal abbiegen. In Lechaschau kurz nach der Lechbrücke rechts in die Dorfstraße einbiegen (Wegweiser "Wängle") und dem Straßenverlauf bis nach Wängle folgen. In Wängle gleich nach der Kirche schräg rechts in die Straße "Unterdorf" fahren und gleich darauf scharf links in die Straße "Oberdorf" einbiegen. Nach wenigen Metern nach der Bushaltestelle rechter Hand beim Gemeindeamt Wängle das Auto abstellen.

Mit Bus & Bahn: Vom Bahnhof in Reutte mit dem Regionalbus Richtung Wängle Holz bis zur Haltestelle Wängle Dorf (zur Fahrplanauskunft). Die Haltestelle befindet sich direkt am Ausgangspunkt.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.487131, 10.689146 (in Google Maps öffnen)

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Die Gehrenspitze ist der dritthöchste Gipfel der Tannheimer Berge. Ihr markantes Massiv erhebt sich über dem Lechtal und markiert den nordöstlichen Eckpfeiler des Tannheimer Tals. Vom Gehrenjoch führt ein markierter Weg auf den felsigen und ungemein aussichtsreichen Gipfel der Gehrenspitze. Dieser Steig hält einige Kletterstellen bereit und verlangt den trittsicheren und schwindelfreien Geher. Oft wird die Gehrenspitze mit Seilbahnunterstützung mit Ausgangspunkt am Hahnenkamm bestiegen. Schöner ist es natürlich der Betriebsamkeit am Hahnenkamm aus dem Weg zu gehen und seine Tour im Tal zu beginnen. Startet man mit der Besteigung der Gehrenspitze in Wängle, wartet auf halbem Wege mit der Gehrenalpe eine urige und herrlich gelegene Einkehrmöglichkeit mit hervorragender Tiroler Küche.

Aufstieg: Vom Gemeindeamt in Wängle gehen wir über die Straße zurück in die Richtung, aus der wir gekommen sind (Nordosten) und biegen bei der ersten Kreuzung links ab (Wegweiser "Gehrenalpe"). Über den Oberhofweg spazieren wir an einigen Häusern vorbei und lassen den ersten beschilderten Abzweig zum Panoramahöhenweg rechts liegen. Kurz darauf wendet sich der Oberhofweg nach rechts und auch wir biegen rechts ab (Wegweiser "Gehrenalpe"). Nun folgen wir dem geteerten Fahrweg zu einem Gatter und schlüpfen dort bei einem Drehkreuz durch den Weidezaun hindurch. Nach dem Gatter wandern wir über den Forstweg weiter bis zur ersten Verzweigung, die wir nur zwei Minuten später erreichen. Hier biegen wir scharf links ab (Wegweiser "Gehrenalpe, Lechaschauer Alpe, Reuttener Bergbahn-Bergstation").

Der Forstweg schlängelt sich in zwei Kehren bergauf und quert im Anschluss in ein kurzes Waldstück hinein. Nach dem Wald passieren wir einen Bachlauf und erreichen nur eine Minute später eine beschilderte Verzweigung. Hier biegen wir rechts ab, verlassen den Fahrweg und schlagen den Steig zur Gehrenalpe ein (Wegweiser "Gehrenalpe/Steig"). Wir spazieren an einer Sitzbank vorbei und folgen dem kleinen Pfad durch lichten Wald deutlich steiler bergauf. Nach einer knappen Viertelstunde erreichen wir wieder die Forststraße. Wir überqueren den Forstweg und folgen weiter dem mit roten Punkten markierten Waldpfad. Nur zwei Minuten darauf gelangen wir abermals zum Forstweg. Nun gehen wir nach links zur Kehre und verlassen in der Kehre den Forstweg nach schräg links.

Nach einem kurzen Aufstieg über den Waldpfad treffen wir wenige Minuten später wieder auf eine Kehre. Auch hier verlassen wir den Forstweg in der Kehre nach schräg links, steigen weiter durch den Wald bergauf und gelangen knapp fünf Minuten später wiederum zur Forststraße. Nun folgen wir dieser kurz nach rechts bergauf und schlagen nach nicht einmal einer Minute linker Hand die Fortsetzung des Waldpfads ein (roter Pfeil und rote Punkte). Drei Minuten später mündet der Waldweg ein letztes Mal in den Forstweg. Nun halten wir uns links und kommen kurz darauf vor der Materialseilbahn der Gehrenalpe zu einem beschilderten Abzweig. Hier biegen wir scharf rechts ab (Wegweiser "Gehrenalpe 40 min"), spazieren durch ein kurzes Waldstück und gelangen im Anschluss auf freies Wiesengelände. Vor uns erblicken wir nun erstmals den Gipfel der Gehrenspitze.

In der Folgezeit steigen wir in vielen Serpentinen abwechselnd über freie Flächen und durch dichten Wald zur Gehrenalpe hinauf, die wir nach einer Gehzeit von insgesamt gut 1 ¾ Stunden erreichen. Nun spazieren wir über die Terrasse der Gehrenalpe und folgen nach der Hütte dem Pfad in nordwestlicher Richtung auf den Gipfelaufbau der Gehrenspitze zu. Fünf Minuten nach Aufbruch an der Hütte erreichen wir eine Quelle. Kurz nach der Quelle gabelt sich bei einem Schilderbaum der Weg. Wir wählen den rechten (oberen) Pfad Richtung Gehrenjoch und Gehrenspitze. Der Wiesenweg leitet uns über zwei kleine Bachläufe zu einer unbeschilderten Weggabelung, bei der wir den rechten (oberen) Pfad nehmen. Dieser dreht kurz darauf nach rechts und bringt und über einen schwach ausgeprägten Rücken vorbei an ein paar kleinen Felsblöcken steiler bergauf.

Schließlich orientiert sich der ausgewaschene und teilweise erodierte Weg in westlicher Richtung und bringt uns in mehreren Serpentinen zum Gehrenjoch hinauf. Am Gehrenjoch haben wir einen herrlichen Blick auf die Kellenspitze, die den höchsten Punkt der Tannheimer Berge markiert. Wir wenden uns am Joch nach rechts und folgen rechts eines Zauns bleibend einem grasigen Rücken auf die Gehrenspitze zu. Der Pfad quert in die grasige Flanke unterhalb der Gipfelfelsen hinein. Über ein teilweise luftiges Band queren wir in nordöstlicher Richtung. Dabei stellen sich einem immer wieder schrofige Stufen in den Weg, die überkraxelt werden müssen. 20 Minuten nach dem Gehrenjoch erreichen wir einen kleinen grasigen Sattel. Vom Sattel steigen wir wenige Meter über plattige Felsen bergab und hinterhalb über steiles Schrofengelände zu einem Rücken empor.

Vom Rücken queren wir hinüber zu einem kleinen Sattel und überwinden dabei eine Rippe. Am Sattel angelangt wenden wir uns nach links und wandern zuerst am und dann links des grasigen Rückens bleibend auf den markanten Einschnitt zwischen dem Neben- und dem Hauptgipfel der Gehrenspitze zu. Über Schrofen steigen wir in die bröslige Schlucht ein und folgen dieser zuerst zum Großteil im Gehgelände und kurz darauf in anhaltender Kletterei im 1. Schwierigkeitsgrad hinauf. In der Schlucht liegt sehr viel Gestein rum und es ist auf Steinschlag zu achten. Schließlich quetschen wir uns am oberen Ende der Schlucht durch einen Felsspalt hindurch und erreichen die Scharte zwischen Neben- und Hauptgipfel. Nun haben wir erstmals freie Sicht Richtung Norden und schauen hinunter zum Hopfensee, zum Forggensee und zum Bannwaldsee. Weiter westlich blicken wir über das Reintal zur Großen Schlicke und zum Aggenstein.

An der Scharte wenden wir uns nach rechts und erkennen über uns das Gipfelkreuz der Gehrenspitze. Im Gehgelände spazieren wir auf die Nordflanke zu, wenden uns nach rechts und kraxeln den Markierungen folgend über eine Rampe hinauf. Nach der Rampe halten wir uns links, queren über ein kurzes Band und überklettern eine kleine Felsstufe (I). Nach der Stufe wenden wir uns wiederum nach rechts und steigen eine weitere Rampe empor. Danach halten wir uns nochmals links und quetschen uns über ein schmales Band an einem Felsblock vorbei (I+, Bohrhaken vorhanden). Nach dieser kniffligen Stelle kraxeln wir rechtshaltend zum Westgrat hinauf (I). Nun folgen wir dem breiten aber luftigen Gratverlauf zu einer letzten Kletterstelle (I+). Nach der Felsstufe erblicken wir vor uns das Gipfelkreuz. Wir steigen in eine Senke hinunter und erreichen in einem kleinen Gegenanstieg den höchsten Punkt der Gehrenspitze.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Gehrenalpe (1610 m), privat, Tel. +43 (0)650/75 13 905, täglich geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober. Übernachtung nach Voranmeldung.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
886 m - 1610 m + 1:50 1:50 Gehrenalpe
1610 m - 1854 m + 0:40 2:30 Gehrenjoch
1854 m - 2163 m + 1:00 3:30 Gehrenspitze
2163 m - 1854 m + 0:45 4:15 Gehrenjoch
1854 m - 1610 m + 0:30 4:45 Gehrenalpe
1610 m - 886 m + 1:30 6:15 Wängle

Autor: Didi Hackl
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Gesamtbewertung der Tour „Gehrenspitze“:
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