Lechtaler Alpen

Tschachaun (2334 m)

2
Tourdaten:
Aufstieg:  3:45 Stunden
Abstieg:  3:00 Stunden
1110 Höhenmeter
18,8 Kilometer

Namlos (1225 m) - Anhalter Hütte (2042 m) - Kromsattel (2137 m) - Tschachaun (2334 m)

Charakter: Mittelschwierige Bergwanderung. Der Zustieg vom Brenntersbach ins Brennhüttental ist dank früherer Murenabgänge recht ruppig. Der Anstieg von der Anhalter Hütte zum Gipfel des Tschachaun ist leicht. Bei der Abstiegsvariante durch das Faselfeiltal muss desöfteren ein Bachlauf gequert werden.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch und am Autobahnende weiter durch Oberau Richtung Garmisch. Nach dem Tunnel rechts Richtung Reutte/Fernpass abbiegen. Durch Garmisch und Grainau und weiter bis nach Tirol fahren. Am Ende der Straße bei Ehrwald rechts Richtung Lermoos abbiegen. Durch Lermoos hindurch fahren und weiter Richtung Reutte orientieren bei Bichlbach links abbiegen (Ausschilderung Bichlbach/Berwang). Über Bichlbach und Berwang bis nach Rinnen fahren. Bald nach dem Ortsende von Rinnen rechts Richtung Namlos abbiegen. Gleich nach dem Ortsschild von Namlos beginnt links der Anstiegsweg zur Anhalter Hütte. Hier links oder rechts des Forstwegs das Auto abstellen.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.3534, 10.657293 (in Google Maps öffnen)

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Der Tschachaun ist ein sanfter grasbewachsener Aussichtsberg in den Lechtaler Alpen und zugleich der Hausberg der Anhalter Hütte. Beginnt man die Besteigung am Hahntennjoch, steht man nach gut zwei Stunden am Gipfel des Tschachaun. Deutlich länger aber dafür umso ruhiger ist der Zustieg von der kleinen Ortschaft Namlos. Mit dem Anstieg durch das Brennhüttental und dem Abstieg durch das Faselfeiltal lässt sich die Exkursion sogar zu einer kleine Rundtour ausbauen. In jedem Fall ist allein schon der Besuch der Anhalter Hütte, die herrlich gelegen am Fuße der Heiterwand thront und einen schönen Ausblick zur Hornbachkette bietet, sehr lohnenswert.

Aufstieg: Von Namlos folgen wir dem Forstweg in südöstlicher Richtung (gelber Wegweiser "Anhalter Hütte/Wetterspitze/Dreiensee"). Schon nach kurzer Zeit treffen wir auf den Brentersbach, der uns von nun an rechter Hand begleiten wird. Wir passieren kleinere Wasserfälle und spazieren ohne nennenswerten Höhengewinn entlang des rauschenden Bachlaufs. Nach einer guten Viertelstunde weitet sich das Tal und wir passieren freie Almwiesen. Rückblickend erkennen wir die Knittelkarspitze und sobald sich das Tal wieder verengt, sehen wir vor uns den Imster Mitterberg, auf den wir nun zu wandern.

Nach einer Gesamtgehzeit von 45 Minuten erreichen wir eine Brücke, die über den Brentersbach führt. Links des Wegs befindet sich ein Wegweiser ("Brennhüttental/Anhalter Hütte"). Hier biegen wir rechts ab, überschreiten die Brücke und erreichen das andere Ufer des Bachlaufs. Im Anschluss schlängelt sich der Pfad einen Hang hinauf. Nach einem kurzen Anstieg folgt der Weg wiederum dem Brentersbach in südliche Richtung. Durch frühere Murenabgänge ist der Weg an dieser Stelle sehr ruppig. In einigem Auf und Ab steigt man über Schutthaufen und erdige Passagen. Schließlich dreht der Weg nach Südwesten und wir spazieren in das Brennhüttental hinein.

Wir durchwandern eine Latschengasse und linker Hand werden wir von einem Bach begleitet. Schließlich führt der Weg zum Bach hinunter und wir überqueren diesen über große Steine. Immer links des Bachlaufs bleibend wandern wir weiter in das Brennhüttental hinein. Rechter Hand erblicken wir den Gipfelaufbau der Treiköpfe, vor uns erhebt sich das Grubigjoch. Schon bald erkennen wir schräg rechts von uns die markante Pyramide der Namloser Wetterspitze. Linker Hand werden wir von den Wänden des Imster Mitterbergs begleitet. Der Weg dreht immer mehr nach Süden und führt auf das Grubigjöchl zu, das den Imster Mitterberg vom Grubigjoch trennt.

Kurz vor dem Joch schlängelt sich der Weg in einigen Serpentinen dem Imster Mitterberg entgegen. Schließlich führt uns der Weg direkt auf das Grubigjöchl hinauf, das wir nach einer Gesamtgehzeit von gut 2 ¼ Stunden erreichen. Am Joch befindet sich ein Wegweiser, der uns die Richtung zur Anhalter Hütte vorgibt. Bis zur Hütte muss man Vom Grubigjöchl mit einer Gehzeit von einer knappen Dreiviertelstunde rechnen. Wir wandern weiter Richtung Süden und sehen vor die Felsmauer des Maldongrats und den markanten Falschkogel. Beide Gipfel werden vom Steinjöchl getrennt, über das der Übergangsweg zum Hahntennjoch führt.

Wir überqueren geräumige Almwiesen und wandern in nur mäßiger Steigung auf die Felsmauer des Maldongrats, der den westlichen Ausläufer der Heiterwand bildet, zu. Zu unserer Linken blicken wir hinauf zum Gipfel des Tschachaun, rechter Hand hinunter ins Plötzigtal. Schließlich vollzieht der Wiesenpfad einen großzügigen Rechtsbogen und nach insgesamt drei Stunden Gehzeit haben wir die Anhalter Hütte erreicht. Um zum Tschachaun zu gelangen gehen wir an der Hütte vorbei und schlagen hinter der Hütte nach links den ausgeschilderten Weg zur Tarrentonalpe ein. Der Tschachaun ist an dieser Stelle nicht ausgeschildert.

Unser nächstes Ziel ist der schon bald sichtbare Kromsattel. Die Einsattelung trennt den Tschachaun von der Gabelspitze, einer markanten kreuzgeschmückten Erhebung in der Heiterwand. Nach einigen Minuten passieren wir auch einen Wegweiser, der erstmals die Richtung zum Tschachaun vorgibt. Wir wandern immer stur auf den Kromsattel zu und erreichen diesen nach 20 Minuten. Am Sattel befindet sich wieder ein Wegweiser. Hier biegen wir links zum Tschachaun ab und erreichen seinen grasigen Rücken. Wir folgen dem Rücken steil hinauf. Schließlich lehnt sich das Gelände deutlich zurück und wir erreichen in weiteren 25 Minuten die Gipfelkuppe und das Gipfelkreuz des Tschachaun.

Abstieg: Um die Besteigung des Tschachaun zu einer kleinen Rundtour zu erweitern, bietet sich der Abstieg durch das Faselfeiltal an. Dazu wandert man zuerst am Anstiegsweg zurück zur Anhalter Hütte und biegt dann an der Hütte rechts ab (gelber Wegweiser "Faselfeiltal/Namlos). In einer Querung erreicht man das Faselfeiljöchl und steigt von dort hinunter ins Faselfeiltal. Man erreicht im Talboden eine kleine Hütte und überschreitet kurz darauf den Brentersbach. Nun folgt man den teils steilen und schottrigen Pfad abwärts und überquert noch desöfteren den Bachlauf. Schließlich treffen wir nach einer Jagdhütte auf die Brücke, über die wir den Anstieg durch das Brennhüttental in Angriff genommen haben. Entlang des Brentersbachs schlendern wir zurück zu unserem Ausgangspunkt in Namlos.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Anhalter Hütte (2042 m), DAV Sektion Oberer Neckar, Tel. +43 (0)664 / 461 89 93, geöffnet von Mitte Juni bis Ende September

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1225 m - 2042 m + 3:00 3:00 Anhalter Hütte
2042 m - 2334 m + 0:45 3:45 Tschachaun
2334 m - 2042 m + 0:30 4:15 Anhalter Hütte
2042 m - 1225 m + 2:30 6:45 Namlos

Autor: Didi Hackl
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Letzter Eintrag (von Peter):
13.09.13  Am 07.09. auf dem Tschachaun gewesen. Super Wetter, sehr schöner Berg mit recht steilem Aufstieg. ... [weiter]

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