Mieminger Kette

Tschirgant (2370 m)

3
Tourdaten:
Aufstieg:  3:30 Stunden
Abstieg:  2:30 Stunden
1320 Höhenmeter
13,6 Kilometer

Karrösten (1053 m) - Bergwachthütte (2175 m) - Tschirgant (2370 m) - Karröster Alm (1467 m) - Karrösten (1053 m)

Charakter: Anspruchsvolle Bergwanderung, die im Gipfelbereich über felsiges Terrain führt. Der Anstieg von der Bergwachthütte zum Karröster Kreuz erfolgt über ein drahtseilversichertes plattiges Band, das bei Nässe unangenehm und bei Vereisung gefährlich werden kann. Für die Besteigung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.

Anfahrt: Autobahn München - Innsbruck, bei Innsbruck weiter Richtung Bregenz bis zur Ausfahrt Imst fahren. Nach der Ausfahrt Richtung Imst halten und noch vor Imst nach Karrösten abbiegen. In Karrösten der Ausschilderung zur Karröster Alm folgen. Über einen holprigen Forstweg bis zum Waldparkplatz des Geo-Lehrpfads fahren.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von München Hauptbahnhof über Innsbruck nach Imst-Pitztal Bahnhof (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof weiter mit der Bus-Linie 4198 weiter zur Haltestelle Karrösten Siedlung (zur Fahrplanauskunft), die sich unweit des Ausgangspunkts befindet.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.231489, 10.763647 (in Google Maps öffnen)

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Wer schon einmal über die Autobahn von Landeck Richtung Innsbruck gefahren ist, dem dürfte die felsige Pyramide des Tschirgant ins Auge gestochen sein. Die markante Felsgestalt markiert den südwestlichen Ausläufer der Mieminger Berge und ist berühmt für seine fantastische Aussicht. Doch wie so oft hat auch dieser Berg zwei Seiten und so lässt sich der Tschirgant über seine zahmere Nordseite erwandern. Mit einem Anstieg über die Bergwachthütte und dem Abstieg über die Karröster Alm kann man die Tour zu einer schönen Runde inklusive herrlicher Kammwanderung und uriger Einkehrmöglichkeit ausbauen.

Aufstieg: Vom Waldparkplatz des Geo-Lehrpfads bei Karrösten wandern wir über den breiten Forstweg in Richtung Karröster Alm. Schon nach wenigen Minuten folgen wir dem Weg an zwei Verzweigungen zuerst nach rechts und dann nach links. Wir orientieren uns dabei immer an den Wegweisern Richtung Karröster Alm. Nach einer Gehzeit von gut zehn Minuten zweigt nach rechts ein kleiner Pfad ab (Wegweiser "Geo-Lehpfad/Karröster Alm"). Hier biegen wir rechts in den Waldpfad ein, der in der Folgezeit etwas oberhalb und parallel zum Forstweg nordwärts führt.

Nach einer Gesamtgehzeit von gut 30 Minuten treffen wir auf einen Querweg. Hier biegen wir rechts in den Forstweg ein und folgen der Ausschilderung Richtung Bergwachthütte. Der breite Weg führt uns an einer markanten Felswand vorbei zu einer Verzweigung. Diesen Abzweig zur Karröster Alm lassen wir links liegen und folgen weiter dem breiten Fahrweg. Der Weg schlängelt sich in Serpentinen weiter aufwärts und wir genießen schöne Ausblicke über die Ortschaft Imst zu den östlichen Ausläufern der Lechtaler Alpen mit dem Muttekopf, der Vorderen Platteinspitze und der Heiterwand.

Nach einer Gehzeit von einer Stunde gabelt sich der Weg nochmals. Hier biegen wir rechts ab zur Bergwachthütte und erreichen über einen Karrenweg innerhalb der nächsten zwei Minuten einen Wendeplatz. Nun endet der breite Weg und wir steigen über einen steilen und gut markierten Pfad durch schattigen Wald weiter aufwärts. Nach wenigen Minuten treffen wir im Wald auf einen Elektrozaun. Wir spazieren am Zaun entlang nach rechts und folgen an dessen Ende dem Waldpfad weiter bergauf. Zehn Minuten, nachdem wir den Forstweg hinter uns gelassen haben, treffen wir auf einen Karrenweg, den wir überqueren.

Die Steigung des Pfads nimmt nun langsam aber stetig zu und der Untergrund wird zunehmend ruppiger. Nach weiteren 20 Minuten Gehzeit gelangen wir zu einem schönen Aussichtspunkt mit zwei Sitzbänken und einem Holztisch. Nach dem Aussichtspunkt bahnt sich der teils steinige Pfad seinen Weg zwischen den Latschen hindurch weiter aufwärts. Schon bald eröffnet sich ein herrlicher Tiefblick hinunter ins Pitztal und ins westliche Inntal. Durch eine schrofige Rinne gelangen wir schließlich zu einer schmalen Einschartung, von der wir einen ersten Blick zum Karröster Kreuz, dem Vorgipfel des Tschirgant, werfen können.

Vor der Scharte stehend biegen wir links ab, wandern kurz über plattige Felsen und folgen den Markierungen zur nächsten Latschengasse. Nach einem weiteren Anstieg zwischen dichten Latschenbewuchs hindurch, sehen wir uns nun der Felspyramide des Tschirgant gegenüber, auf die wir nun zu spazieren. Kurz darauf wird auch die Bergwachthütte sichtbar, die am Fuße des Gipfelaufbaus thront und unser nächstes Ziel sein wird. Schließlich nimmt die Steigung der Latschengasse nocheinmal zu und der Weg schlängelt sich zur Bergwachthütte hinauf, die wir nach einer Gehzeit von knapp 2 ¾ Stunden erreichen.

Zum Eingang der Bergwachthütte blickend wenden wir uns nach links, spazieren einige Meter weiter und wählen dann den rechten (oberen) Pfad, der in die Flanke des Tschirgant hinein quert. Schließlich führt uns der Weg in Serpentinen zu einem drahtseilgesicherten Felsband hinauf. Über das plattige Band steigen wir entlang der Sicherungen aufwärts und erreichen einen Rücken. Über Schrofen und Blöcke folgen wir den Markierungen über den Rücken aufwärts und stehen nach knapp 3 ¼ Stunden am Karröster Kreuz, dem Vorgipfel des Tschirgant. Am Gipfelkreuz genießen wir den fantastischen Tiefblick auf das westliche Inntal.

Um zum Hauptgipfel des Tschirgant zu gelangen überschreiten wir den Vorgipfel und folgen dem Gratverlauf in östlicher Richtung. Links des Grats bleibend geht es in kleinerem Auf und Ab auf das Karrer Kreuz zu, das unweit des höchsten Punkts steht. Wir queren unterhalb des Karrer Kreuzes vorbei und lassen das Gipfelkreuz erst einmal rechts liegen. Schließlich wenden wir uns nach scharf rechts und folgen dem Pfad zum Kreuz hinauf. Der höchste Punkt liegt noch ein Stück weiter östlich und wird von einer Eisenstange markiert. Über den Grat wandern wir vom Karrer Kreuz zur Eisenstange hinüber und erreichen nach 3 ½ Stunden Gehzeit den höchsten Punkt am Tschirgant.

Abstieg: Wir spazieren vom höchsten Punkt entlang des Grats zurück Richtung Karrer Kreuz und folgen dann dem Pfad nach rechts kurz abwärts. Schließlich treffen wir wieder auf den Querweg und biegen abermals rechts ab. Immer links des Gratverlaufs bleibend führt uns der Weg innerhalb der nächsten 20 Minuten zu einem grasbewachsenen Sattel, auf dem sich ein Wegkreuz und ein Holztisch mit Sitzbänken befindet. Nur eine Minute später gelangen wir zu einem Wegweiser. Hier, am sogenannten Sattele, biegen wir links ab und folgen der Ausschilderung Richtung Karröster Alm.

Vom Sattele führt uns der Weg zwischen den Latschen hindurch in lichten Bergwald hinein. Nach knapp 40 Minuten treffen wir auf den Weg, der direkt von der Bergwachthütte zur Karröster Alm hinunter führt. Wir wandern gerade aus weiter und erreichen durch lichten Wald eine Wiese. Wir folgen den Steigspuren linkshaltend entlang eines Holzzauns hinunter und treffen auf einen Forstweg, den wir überqueren. Schließlich spazieren wir über die Wiese hinab zur Karröster Alm. Um zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen, wandern wir über eine Wiese rechts an der Hütte vorbei. In einem Linksbogen gelangen wir schließlich zum Waldrand und treffen dort auf den Pfad, der uns zurück zum Aufstiegsweg und zum Waldparkplatz bei Karrösten führt.

Einkehrmöglichkeiten:
  • Karröster Alm (1467 m), privat, Tel. +43 (0)664/5084472. Von Anfang Mai bis Ende Oktober täglich geöffnet. In den Monaten Mai/Juni sowie September/Oktober bei starkem Regen unter der Woche Ruhetag.
  • An der Bergwachthütte Karrösten (2175 m) können Getränke erworben werden. Im Sommer ist die Hütte an Wochenenden bei schönem Wetter bewartet, in der übrigen Zeit stehen in der Regenhütte Getränke gegen Bezahlung bereit.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1053 m - 2175 m + 2:40 2:40 Bergwachthütte
2175 m - 2260 m + 0:30 3:10 Karröster Kreuz
2260 m - 2370 m + 0:20 3:30 Tschirgant
2370 m - 2230 m + 0:20 3:50 Sattele
2230 m - 1467 m + 1:20 5:10 Karröster Alm
1467 m - 1053 m + 0:50 6:00 Karrösten, Parkplatz Geo-Lehrpfad

Autor: Didi Hackl
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