Deutschland Tannheimer Berge

Kienberg (1536 m) bei Pfronten

Charakter 3
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  2:00 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:30 Stunden
Höhenmeter 680 Höhenmeter
Strecke 9,2 Kilometer

Parkplatz Fallmühle (930m) - Himmelreich (1210 m) - Kienberg (1536 m) - Schnalskopf (1456 m) - Fallmühle (930m)

Charakter: Der Aufstieg bis zu den Almwiesen Himmelreich ist leicht. Der Weg weiter zum Gipfel und der Abstieg erfordert Trittsicherheit und ein wenig Orientierungssinn.

Anfahrt: Autobahn München - Lindau, Ausfahrt Jengen/Kaufbeuren. Über Marktoberdorf nach Pfronten und von dort nach Steinach fahren. In Steinach rechts Richtung Tannheim/Grän abbiegen. Man ignoriert die Abzweigung zur Fallmühle und fährt weiter bis zu einem Parkplatz, der sich nach einer Rechtskurve auf der rechten Seite befindet. Der Anstiegsweg zur Ostlerhütte führt einige Meter weiter Richtung Grän links von der Straße weg (Wegweiser Breitenberg/Ostlerhütte).

Mit Bus & Bahn: Von München Hauptbahnhof über Kempten nach Pfronten-Ried (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof Pfronten-Ried mit dem Tälerbus Richtung Haldensee und Nesselwängle zur Haltestelle Pfronten Fallmühle. Der Bus fährt von Ende Juni bis Mitte/Ende Oktober (zum Fahrplanheft). Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 26 Euro + 8 Euro je Mitfahrer Pfronten.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.558248, 10.521169 (in Google Maps öffnen)

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Ein anspruchsvoller, aber auch abwechslungsreicher Steig zieht sich über den 1536 m hohen Kienberg bei Pfronten. Der Aufstieg erfolgt von der Fallmühle ins Himmelreich und über einen Steig weiter zum Gipfel. Mit der Variante über die Krenge zurück ins Achtal haben wir die Tour ein wenig entschärft und sparen uns dadurch den deutlich schwereren Abstieg über die 3 Pfrontner Berge. Trotzdem sollte man auf den zum Teil steilen und wenig ausgeprägten Pfaden ein wenig Trittsicherheit und Orientierungssinn mitbringen, um auch an den ausgesetzten Passagen die Tour in vollen Zügen genießen zu können.

Wir starten am Wanderparkplatz vor dem Gasthof Fallmühle Aufstieg: Vom Parkplatz direkt vor der Gaststätte Fallmühle starten wir auf dem Wirtschaftsweg nach Westen unsere Tour. Wir überqueren die Steinacher Ache und spazieren ein paar Minuten entlang des Gebirgsbaches, bevor wir nach rechts, über eine Brücke Richtung Himmelreich, abbiegen. Ein wenig steiler führt uns nun der immer noch breite Weg entlang eines kleineren Baches bergauf. An einer Brücke halten wir uns rechts und folgen weiter dem Forstweg. Dieser teilt sich nach einer guten halben Stunde. Wir biegen rechts ab und wandern über eine Almwiese direkt auf den Gipfel des Kienbergs zu. Der Weg schwenkt nun nach Norden auf Himmelreich zu. An dessen Ende im Nordosten befindet sich ein Tor. Direkt dahinter, auf den ersten Metern ein wenig unscheinbar, biegt rechts nach Norden ein kleiner Pfad ab.

Im Südwesten zeigt sich der Hohe Ifen am HorizontVom Hauptweg nicht sichtbar zeichnet sich bereits hinter den ersten Bäumen deutlich ein Pfad ab. Auch eine Markierung finden wir nun vor. Deutlich steiler marschieren wir auf dem kleinen Weg nach Norden. Am Grat angekommen haben wir erstmals auch freie Sicht ins Vilstal, sowie zum Edelsberg nach Norden. Anspruchsvoll folgen wir nun weiter dem Grat nach Osten. Hier und da setzen wir die Hände stützend ein, kommen aber im steilen Gelände gut zu recht. Vorbei an jeder Menge umgestürzter Bäume gewinnen wir weiter an Höhe. Die Aussicht wird nun immer besser. Im Südwesten können wir die markante Wand des fast 40 km entfernten Hohen Ifen erkennen.

Den nächsten Grat kann man wahlweise sehr ausgesetzt überklettern ... Kurz vor dem Gipfel erwartet uns noch ein besonderes Schmankerl. Sehr ausgesetzt geht es in leichter Kletterei (I) über einen Felsriegel, bis wenige Meter vor den Gipfel. Aber keine Sorge! Wer sich das nicht antun möchte, kann den Riegel auch rechts, auf der Südseite umgehen. Zwar muss man dafür wieder ein paar Meter absteigen, wer sich aber im ausgesetzten Gelände nicht wohlfühlt, ist mit dieser Variante (im GPS-Track lila hinterlegt), deutlich besser bedient. 5 Minuten später legen wir die letzten Meter zum Gipfel wieder gemeinsam zurück.

Das Gipfelkreuz des Kienbergs bei PfrontenAm höchsten Punkt angekommen genießen wir die weitreichende Sicht in alle Himmelsrichtungen. Im Südosten bestimmt der Breitenberg das Panorama, aber auch der Aggenstein lugt formschön rechts vom Hauptgipfel hervor. Nach Osten reicht der Blick durchs Vilstal bis zum Säuling. Der Kammverlauf und die Sicht aufs Oberland prägen den Nordosten. Im Westen ist schön der Sorgschrofen zu sehen, der die südliche Spitze der österreichischen Enklave Jungholz markiert. Das Gipfelkreuz des Kienberg befindet sich ein paar Meter östlicher.


Die Aussicht vom Kienberg bei Pfronten

Der Abstieg erfolgt weiter auf dem Grat nach OstenAbstieg: Für den Abstieg folgen wir dem Grat weiter nach Osten. Es bleibt spannend und sehr aussichtsreich. Nach dem Vorderen Kienberg, den wir ehrlicherweise als Gipfel nicht wirklich mitbekommen haben, führt der Weg ein Stück bergab. Im Sattel zum Schnalskopf ist der Grat ein wenig breiter, bevor wir erneut aufsteigen und wieder mehr Felsen zu Gesicht bekommen. Nach einer guten halben Stunde haben wir den Gipfel des Schnalskopf erreicht. Schnell haben wir den Block vom Süden her erklommen und genießen abermals die Aussicht. Schön ist im Osten der Forggensee zu sehen. Der Weg setzt sich nun weiter Osten fort. Im Sattel vor dem 3. Pfrontner Berg biegen wir rechts ab und setzen nach Süden zum endgültigen Abstieg an.

... aber schon bald steil durch eine Schneise, verlieren wir an Höhe.Anfangs nur mäßig abfallend, dann aber immer steiler, führt uns der Weg durch den dichten Wald zu einer Rinne. Dieser folgen wir in der Direttissima bis auf etwa 1150 Höhenmeter. Dort setzt sich der nicht immer deutlich zu erkennende Pfad nach Osten fort. Über einen Bach und vorbei an einer Felswand erreichen wir schließlich einen Forstweg, der nach rechts zur Achtalstraße führt. Wir folgen der Achtalstraße weiter nach Südwesten, bevor wir an einem Wanderparkplatz die Steinerne Ache überqueren können.

Die Esel wollen gestreichelt werden, ...Entlang des Gebirgsbachs geht es nun gemütlich zurück zum Gasthaus Fallmühle. Dort angekommen werden von den Kindern zunächst die Tiere begrüßt. Vor allem die Esel der Fallmühle haben es den Kleinen angetan. Wir lassen den Tag in der Gaststätte ausklingen und überlegen, was für Abenteuer die Gegend für uns noch bereithält.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
Unterwegs keine. Am Ausgangpunkt befindet sich der Gasthof Fallmühle (930 m), Tel. +49 (0)83 63/481.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
930 m - 1210 m + 1:00 1:00 Himmelreich
1210 m - 1536 m + 1:00 2:00 Kienberg
1536 m - 1456 m + 0:45 2:45 Schnalskopf
1456 m - 930m m + 1:45 4:30 Fallmühle

Autor: Tom Lindner
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