St. Jodok (1155 m) - Peter-Kofler-Klettersteig - Stafflacher Wand (1430 m)
Schwieriger Klettersteig mit kurzen knackigen C-Passagen. Der Großteil des Steigs bewegt sich im B und B/C-Bereich. Für die Begehung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Am Klettersteig gibt es zwei Notausstiege. Im Sommer kann es in der südseitigen Ferrata sehr heiß werden.
Klettersteigset und Steinschlaghelm
1 ½ bis 2 Stunden
Süd
Autobahn München - Innsbruck - Brenner, Ausfahrt Matrei-Steinach. Nach der Ausfahrt rechts abbiegen und über Steinach und Wolf nach Stafflach fahren. In Stafflach links abbiegen und bis St. Jodok fahren. Im Ort vor der Kirche links in die Schmirnleite einbiegen und beim beschilderten Parkplatz des Klettersteigs das Auto abstellen.
Mit der Bahn von München über Innsbruck nach St. Jodok (Fahrplan und Buchung). Wer mit dem Zug anreist, der spart sich sogar noch ein paar Minuten Zustiegszeit.
47.06356153, 11.50448799
Seit 2012 gibt es in der Nähe des Brenners mit dem Peter-Kofler-Klettersteig eine kurze und knackige talnahe Ferrata. Der schöne Klettersteig führt durch die Stafflacher Wand. In der senkrechten Wand wechseln sich schwierige mit mäßig schwierigen Passagen ab. So kommt neben der sportlichen Herausforderung auch der Genuss nicht zu kurz. Startpunkt der Tour ist St. Jodok. Von der kleinen Ortschaft erreicht man den Einstieg zum Klettersteig in etwa 20 Minuten. In den folgenden zwei Stunden geht es in abwechslungsreicher Kletterei durch den Fels und über Seilbrücken zum schönen Aussichtspunkt auf der Stafflacher Wand.
Vom Klettersteig-Parkplatz in der Schmirnleite gehen wir leicht bergab zurück zur Kirche in St. Jodok. Kurz vor der Kirche biegen wir rechts ab (Wegweiser "Stafflacher Wand") und gehen zu den Bahngleisen hinauf. Durch eine Unterführung unterqueren wir die Gleise, biegen links ab und folgen über einen Karrenweg dem Bahndamm. Nach einer Gesamtgehzeit von einer knappen Viertelstunde zweigt rechter Hand der beschilderte Pfad zum Stafflacher Wand-Klettersteig ab. Wir biegen also rechts ab und steigen innerhalb der nächsten gut fünf Minuten in Serpentinen zum Klettersteigeinstieg hinauf.
Gleich am Einstieg geht es zur Sache. Über eine steile Wand geht es senkrecht hinauf (anhaltend C). Ist die Einstiegswand gemeistert, folgt eine kurze Verschnaufpause. In einer Querung mit mehreren Tritthilfen (B) queren wir zu einem Baum. Nach dem Baum folgt der nächste steile Aufschwung (C). Nach einem kurzen Abstieg (B) erreichen wir gesichertes und erdiges Gehgelände (A). Nach dem Gehgelände gilt es nochmals eine steile Wand (B) zu meistern. Die Schwierigkeit hier liegt allerdings unter der der Einstiegswand. Der steile Aufschwung bringt uns zu einer Sitzbank, die exponiert in die Wand montiert wurde.
Von der Sitzbank bringt uns eine letzte Steilstufe (B) zu Gehgelände (A). Über einen Pfad und einen Holzsteg erreichen wir eine Seilbrücke. Vor der Seilbrücke befindet sich der erste Notausstieg. Wir steigen zur Seilbrücke hinunter und überqueren diese. In einer längeren unschwierigen Querung (A) passieren wir zwei weitere Sitzbänke. Schießlich steigen wir um einen Felsvorsprung herum (B) und erreichen einen senkrechte und brüchige Wand, die wir hinauf steigen (anhaltend C, teilweise Tritthilfen). Nach der steilen Wand gelangen wir zu einer weiteren Seilbrücke. Direkt vor der Seilbrücke befindet sich der zweite Notausstieg. Wir überqueren die Brücke und verlassen die Seile über eine Leiter.
Auf die Seilbrücke folgt eine längere und teils sehr luftige Querung (A und B). Nach zwei unangenehmen aber kurzen Steilstufen (C und B/C) erreichen wir eine weiteren längeren Wandabschnitt. Über diesen geht es steil und über Tritthilfen hinauf (B) und vorbei an einer exponierten Sitzbank. Schließlich erreicht man das Ende der Wand und steigt unschwierig (A) dem Gipfelkreuz entgegen. Um das Gipfelkreuz herum finden sich mehrere Sitzbänke, auf denen man sich niederlassen und den Blick zum Tuxer Hauptkamm genießen kann. Besonders schön ist vom Gipfel der Nahblick zur Hohen Wand und zum Kraxentrager.
Vom Gipfel folgen wir dem markierten Waldpfad steil abwärts und treffen nach zehn Minuten auf einen Forstweg. Nun schlagen wir den Forstweg ein und wandern über diesen bergab. Nach fünf Minuten zweigt nach links der beschilderte Steig hinunter nach St. Jodok ab. Wir biegen also links ab und folgen dem Pfad hinunter zu den Bahngleisen, wo wir wieder auf unseren Aufstiegsweg treffen. Über diesen spazieren wir zurück zum Parkplatz in der Schmirnleite (45 Minuten ab dem Gipfel).
Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1155 m | - 1170 m | + 0:20 | 0:20 | Einstieg Kletterstieg | |
| 1170 m | - 1430 m | + 1:55 | 2:15 | Stafflacher Wand | |
| 1430 m | - 1155 m | + 0:45 | 3:00 | St. Jodok | |