Stubaier Alpen

Peilspitze (2392 m), Blaser (2241 m)

3
Tourdaten:
Aufstieg:  3:00 Stunden
Abstieg:  1:30 Stunden
1000 Höhenmeter
10,4 Kilometer

Parkplatz Ochsenalm (1523 m) - Ochsenalm (1558 m) - Kalbenjoch (2225 m) - Peilspitze (2392 m) - Blaserhütte (2180 m) - Blaser (2241 m) - Blaserhütte (2180 m) - Parkplatz Ochsenalm (1523 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige bis anspruchsvolle Bergwanderung. Der Anstieg von der Ochsenalm zum Kalbenjoch ist teilweise recht steil, jedoch ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Beim Weiterweg vom Kalbenjoch zur Peilspitze warten kurze drahtseilgesicherte und teilweise ausgesetzte Querungen und Kraxeleien. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Der Übergang von der Peilspitze zum Blaser und der Abstieg von der Blaserhütte sind unschwierig.

Anfahrt: Autobahn München - Innsbruck und von Innsbruck weiter Richtung Brenner/Bozen bis zur Ausfahrt Matrei am Brenner. Nach der Ausfahrt an der Hauptstraße links nach Matrei und kurz vor Ortsende links Richtung Mützens/Maria Waldrast abbiegen. Über die Mautstraße (5 Euro Maut/Stand 2013) Richtung Maria Waldrast fahren. Der Parkplatz der Ochsenalm befindet sich noch unterhalb des Klosters. Sobald man in einer Rechtskurve auf den Weg Nr. 4 zum Blaser (gelber Wegweiser) trifft, fährt man noch ein Stück weiter bis zur nächsten Linkskurve. Dort befindet sich auf der rechten Seite ein größerer Parkplatz. Hier das Auto abstellen.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.125073, 11.412323 (in Google Maps öffnen)

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Die Peilspitze und der Blaser erheben sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Serles über dem Wipptal. Beide Gipfel werden meist miteinander kombiniert und in einer Rundtour begangen. Während der gesamten Überschreitung von der Peilspitze zum Blaser wird man von einer herrlichen Aussicht über das Wipptal zu den Tuxer Alpen und den Zillertaler Alpen, sowie auf die Stubaier Bergwelt begleitet. Besonders schön ist der Blick von der Terrasse der Blaserhütte hinüber zum Tuxer Hauptkamm. Der geräumige Gipfelbereich des Blaser ist bekannt für seinen Reichtum an Edelweiß.

Aufstieg: Wir folgen der Mautstraße ein Stück bergauf und biegen bei der ersten Möglichkeit links in einen Forstweg ein (Wegweiser "Ochsenalm"). Über den breiten Weg erreichen wir innerhalb weniger Minuten die Ochsenalm. Wir lassen die Ochsenalm links liegen und wandern geradeaus zu den weitläufigen Almwiesen hinunter. Linker Hand treffen wir auf einen Wegweiser, der uns die Richtung zum Kalbenjoch vorgibt. Über einen Wiesenweg wandern wir in südöstlicher Richtung auf das Kalbenjoch zu. Rechter Hand begleitet uns die Serles, links von uns bauen sich die abweisenden Türme und schroffen Zacken der Peilspitze auf.

Der Wiesenweg führt uns zuerst in einen lichten Nadelwald und später in dichtes Latschengestrüpp hinein. Der Weg wird nun deutlich steiler und schlängelt sich über viele Serpentinen einen latschenbewachsenen Hang hinauf. Schließlich erreichen wir eine Hochfläche, die linker Hand von der Peilspitze und rechts von der Lämpermahdspitze begrenzt wird. Das Gelände lehnt sich nun deutlich zurück und wir wandern weiter auf das Kalbenjoch zu. Vor dem Joch wird der steinige Pfad noch einmal steiler und wir steigen in Serpentinen zum Sattel hinauf. Nach einer Gehzeit von knapp zwei Stunden haben wir das Kalbenjoch erreicht.

Am Kalbenjoch wenden wir uns nach links und queren den grasigen Gratausläufer der Peilspitze auf seiner linken Seite. Der Weg wird nun steiniger und leitet uns direkt zum Grat der Peilspitze hinauf. Am Grat erreichen wir eine Felstufe, die wir mit Hilfe von Drahtseilsicherungen leicht rechtshaltend queren. Nach einem kurzen Abschnitt Gehgelände erreichen wir einen Grataufschwung, den wir wiederum drahtseilgesichert überkraxeln. Nun steuern wir auf ein Felsköpferl zu, das wir auf seiner rechten Seite queren. Nach der Querung gelangen wir zu einer Rinne, in die wir entlang einer Drahtseilsicherung hinunter steigen.

Nach einer kurzen ausgesetzten Querung kraxeln wir hinterhalb aus der Rinne hinaus. Nun ist vor uns das Gipfelkreuz zum Greifen nahe. Hat sich die Peilspitze bisher von ihrer schroffen und felsigen Seite gezeigt, blicken wir nun auf die sanfte, grasige und mit vielen Lawinenenverbauungen bestückte Südseite. In Serpentinen wandern wir zum kleinen Gipfel mit dem großen Holzkreuz hinauf. Am höchsten Punkt können wir bereits den Weiterweg zur Blaserhütte und zum Blaser überblicken. Wir steigen vom Gipfel zu den Lawinenverbauungen hinunter und folgen dem Kammverlauf. Vor einem Grataufschwung zweigt vom Kamm nach rechts ein Pfad ab.

Wir schlagen den rechten Weg ein und steigen in vielen Serpentinen den grasigen Hang in die breite Einsattelung zwischen Peilspitze und Blaser, die sogenannten Kalbenjochmähder, hinunter. Aus der Senke wandern wir in einem Gegenanstieg über einen teils erodierten Pfad zur Blaserhütte hinauf. Von der Terrasse der Hütte genießen wir den unglaublich schönen Blick hinüber zum Tuxer Hauptkamm. Nordöstlich von der Blaserhütte baut sich der breite und sanfte Gipfelrücken des Blaser auf. Innerhalb von zehn Minuten wandern wir zum großen Gipfelkreuz des Blaser hinauf. Im Gipfelbereich entdecken wir in beinahe inflationärer Anzahl Edelweiß, das sich hier hoch über dem Wipptal sehr wohl zu fühlen scheint.

Abstieg: Vom Blaser-Gipfel gehen wir wieder hinunter zur Blaserhütte und biegen vor der Hütte scharf rechts in den Weg Nr. 4 ein, der uns über sanftes Almgelände bergab führt. Nach einem kleinen Felstor endet das liebliche Wiesenterrain. Der Weg wird nun steinig und wir wandern in vielen Serpentinen in das Lange Tal hinunter. Am Talboden angelangt führt uns ein Wiesenweg nordwärts Richtung Mautstraße. Schließlich mündet der Wiesenweg in einen breiten Forstweg. Hier kann man sich links halten und einen Abstecher zur Ochsenalm unternehmen. Wer direkt zum Parkplatz möchte, der geht geradeaus und erreicht kurz darauf die Mautstraße. An der Teerstraße wenden wir uns nach links und folgen der Straße in einem kleinen Gegenanstieg zum bereits sichtbaren Parkplatz hinauf.

Einkehrmöglichkeit:
Ochsenalm (1558 m), privat, Tel. +43 (0)5273/6717, geöffnet von Ende Mai bis Anfang Oktober.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Blaserhütte (2180 m), privat, Tel. +43 (0)664/571800, geöffnet je nach Wetterlage von Mitte Mai bis Ende September. Übernachtung nur nach Voranmeldung möglich.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1523 m - 1558 m + 0:10 0:10 Ochsenalm
1558 m - 2225 m + 1:45 1:55 Kalbenjoch
2225 m - 2392 m + 0:25 2:20 Peilspitze
2392 m - 2180 m + 0:30 2:50 Blaserhütte
2180 m - 2241 m + 0:10 3:00 Blaser
2241 m - 1523 m + 1:30 4:30 Parkplatz Ochsenalm

Autor: Didi Hackl
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03.10.16  Am 1.10. 16 auf der Peilspitze gewesen; bis zum Blaser (der seinem Namen gerecht wurde) reger ... [weiter]

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