Tuxer Alpen

Hirzer (2725 m)

Hirzer
Aufstieg 3:45 h Abstieg 1:00 h
2
1370 Höhenmeter
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Karte GPS-Track

Parkplatz am Kriegerdenkmal (1340 m) - Hirzer (2725 m)

Charakter: Technisch leichte, aber lange Skitour. Die ersten 300 Hm steigen wir im Wald auf einer Forststraße auf, danach über offenes Gelände.

Lawinengefahr: Bei angemessener Spurwahl mittel.

Exposition: Überwiegend West

Anfahrt: Die Inntal Autobahn Kufstein - Innsbruck an der Ausfahrt 61-Wattens verlassen. Im Kreisverkehr die erste Ausfahrt nehmen und weiter über die Bahnhofsstraße nach Süden fahren. Am Ende der Straße links auf die Innsbrucker Straße und nach 200 Metern rechts auf die Lange Gasse abbiegen. Dem Straßenverlauf über den Wattentalweg, Keilfeld und der Wattental Landesstraße Richtung Lager Walchen folgen. An einem Kriegerdenkmal, etwa 250 Meter vor dem Gasthaus Haneburger, befindet sich ein kleiner Parkplatz.

Karte: Kompasskarte 37 - Zillertaler Alpen, Tuxer Alpen (1:50000)

Wer im Wattental auf der Suche nach einem Skitourenziel ist, stößt schnell auf den Hirzer. Der aussichtsreiche Berg befindet sich noch außerhalb des Sperrgebiets rund um das Lager Walchen und bietet mit seiner in weiten Teilen baumfreien Abfahrt viel Raum für Varianten. Ein wenig Kondition sollte man für die 1400 Höhenmeter schon mitbringen, technisch stellt der Hirzer jedoch kaum Anforderungen an seine Besucher.

Aufstieg: Gegenüber des Kriegerdenkmals, etwa 250 Meter vor dem Gasthaus Haneburger, zweigt nach Südosten eine Forststraße ab, der wir, gemächlich ansteigend, durch den Wald folgen. An der ersten Serpentine bleiben wir auf dem Wirtschaftweg und lassen die geradeaus vom Hauptweg abzweigende Straße zum Lager Walchen rechts liegen. Es folgen zwei weitere Kehren, dann kündigen in etwa 1600 Metern Höhe ein paar urige Almhütten der Pofersalm das Ende der Forststraße an

Über die schneebedeckten Almwiesen der Pofersalm gewinnen wir nun schnell an Höhe. Im Norden werden jenseits des Inns die Spitzen des Karwendelgebirges sichtbar. Wir halten rechts und erreichen durch eine Schneise den Hochleger der Alm. Dahinter lassen wir die letzten Bäume endgültig hinter uns. Über ideal geneigten Hänge steigen wir weiter auf und genießen die nach Süden nun immer besser werdende Sicht in die Wattentaler Lizum. Mit zunehmender Höhe zeigt sich hinter der Lizum der Olperer. Im Norden werden immer mehr Bergspitzen des Karwendelgebirges sichtbar.

Knapp über 2500 Meter Höhe erreichen wir schließlich den breiten Sattel zwischen dem Hirzer und seinem nördlichen Nachbarn, der Sagspitze. Während nach Westen bereits seit geraumer Zeit der Blick auf die 3000er der Stubaier Alpen frei ist, können wir nun auch erstmals die Landschaft nordöstlich des Hirzer bewundern. Über den Gilfert hinweg, reicht diese bis zum Kaisergebirge mit der Pyramidenspitze und der Ellmauer Halt . Noch trennen uns vom südöstlich liegendem Gipfel des Hirzer etwa 250 Hm. Kurz vor unserem Ziel verlieren wir sogar nochmal ein paar Meter, stehen aber wenig später endgültig am Gipfelkreuz und genießen den atemberaubenden Weitblick in alle Richtungen.


Beschriftetes Panoramafoto, Ausblick vom Gipfel des Hirzer, Tuxer Alpen

Vom Westen bis nach Nordosten sind weite Teile des Inntals zu sehen. Im Osten können wir mit dem Kraxentrager, dem Rosskopf und dem Rastkogel viele bekannte, aber noch mehr uns unbekannte Bergspitzen bis hin zum Großvenediger und Großglockner sehen. Im Süden markieren Hoher Riffler, Hochfeiler, Olperer und Wilde Kreuzspitze die Grenze zu Südtirol. Etwas näher lockt der Geier neben dem Lizumer Reckner als nächstes anspruchsvolles Ziel. Auch der nächste Nachbar, die Grafennsspitze, auch Krovenzspitze genannt, ist lohnend. Wir genießen noch lange die Aussicht, bevor wir, uns an der Aufstiegsspur orientierend, wieder abfahren.

Abfahrt: Entlang der Aufstiegsroute.

Einkehrmöglichkeit: Direkt an der Route keine. Etwa 250 Meter der Passstraße bergauf folgend befindet sich das Gasthaus Haneburger.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1340 m - 2725 m + 3:45 3:45 Hirzer
2725 m - 1340 m + 1:00 4:15 Parkplatz Kriegerdenkmal

Autor: Tom Lindner
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