Stubaier Alpen

Habicht (3277 m)

4
Tourdaten:
Aufstieg:  6:00 Stunden
Abstieg:  4:30 Stunden
2000 Höhenmeter
12,0 Kilometer

Gschnitz, Gasthof Feuerstein (1281 m) - Pinnisjoch (2372 m) - Innsbrucker Hütte (2369 m) - Habicht (3277 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige Bergtour. Beim Aufstieg von Gschnitz zur Innsbrucker Hütte handelt es sich um eine mittelschwierige Bergwanderung, die über kleine, teils steile Pfade führt. Der Gipfelaufstieg zum Habicht wartet mitblockigem Gelände, kleinen ungesicherten Kletterstellen im 1. Schwierigkeitsgrad und mit längeren mittels Drahtseil gesicherten Klettersteigpassagen auf. Kurz unterhalb des Gipfels wird ein Schneefeld gequert. Hier können je nach Verhältnissen Steigeisen notwendig sein. Mittlerweile lässt sich das Schneefeld durch die Ausaperung auch rechtshaltend umgehen. Für die Besteigung des Habichts sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Bei Nässe oder Vereisung ist die Tour gefährlich und nicht zu empfehlen.

Anfahrt: Auobahn München - Innsbruck - Brenner bis zur Ausfahrt Matrei. Nach der Ausfahrt der Straße 182 Richtung Brenner bis nach Steinach am Brenner folgen. In Steinach nach dr BP-Tankstelle rechts in die Trinser Straße einbiegen und über Trins nach Gschnitz und weiter bis zum gebührenpflichtigen Parkplatz am Ortsende nach dem Alpengasthaus Feuerstein fahren. Der Parkplatz findet sich rechts der Straßenseite.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von München Hauptbahnhof über Innsbruck nach Steinach am Brenner (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof in Steinach am Brenner weiter mit der Bus-Linie 4146 zur Haltestelle Gschnitz, Gasthaus Feuerstein (zur Fahrplanauskunft).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.027982, 11.33077 (in Google Maps öffnen)

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Der imposante Habicht erfreut sich dank seines fantastischen Panoramablicks höchster Beliebtheit. Seine felsige Gestalt lässt sich von der Innsbrucker Hütte ohne Gletscherberührung erklimmen. Für die Besteigung des Habichts sollte man zwei Tage einplanen. Auf der gemütlichen Innsbrucker Hütte lässt es sich bei guter tiroler Küche auch hervorragend aushalten. Am Folgetag geht es über Blockgelände und viele drahtseilversicherte Kletterstellen hinauf Richtung Habicht-Gipfel. Dort wartet ein kleines Schneefeld, welches sich mittlerweile auch umgehen lässt. Die finale Klettereien sind nochmals luftig, bevor man am geräumigen Gipfel einen beeindruckenden Ausblick genießen kann. Der scheinbar grenzenlose Rundblick reicht vom Karwendel zu den Zillertaler Alpen zu den Dolomiten, zu den Ötztaler Alpen mit der Wildspitze, zu den Lechtaler Alpen, zu den Mieminger Bergen und zum Wettersteingebirge mit der Zugspitze.

Aufstieg zur Innsbrucker Hütte: Vom Parkplatz bei Gasthof Feuerstein (1281 m) folgen wir der Fahrstraße noch ein Stück taleinwärts Richtung Westen. Bei der ersten Gelegenheit biegen wir schräg rechts in einen Forstweg ein und unterqueren kurz darauf die Materialseilbahn der Innsbrucker Hütte. Wenig später passieren wir eine Brücke und überqueren so den Gschnitzbach. Gleich nach der Brücke ignorieren wir den Abzweig nach rechts, gehen leicht linkshaltend weiter und kommen zu einem Gebäude. Auf Höhe des Gebäudes biegen wir rechts ab. Über einen Waldpfad steigen wir nun in nordwestlicher Richtung bergauf und treffen nach wenigen Minuten unweit der Materialseilbahn auf einen Querweg. Wir überqueren den Karrenweg und setzen auf der gegeüberliegenden Seite unseren Anstieg fort. Nordwestwärts leitet uns der Pfad in unzähligen Kehren bergauf.

Während des Aufstiegs genießen wir den schönen Blick über das Gschnitztal. Auf einer Höhe von 2000 Metern vollzieht unser Weg einen Rechtsbogen und leitet uns zu einem schönen Aussichtspunkt. Vom Aussichtspunkt wendet sich der Pfad nach links und bringt uns in nördlicher Richtung zu einem Bachlauf. Wir überqueren den Bach und gehen kurz darauf unterhalb der Materialseilbahn hindurch. Danach folgen wir dem kurvigen Pfad nordwestwärts und kommen nach einem großzügigen Linksbogen zum Pinnisjoch (2372 m). Am Pinnisjoch treffen wir auf den Weg, der von der Pinnisalm oder von der Bergstation der Neustifter Elferbahnen herauf führt. Vom Pinnisjoch spazieren wir in südwestlicher Richtung innerhalb weniger Minuten zur nahen Innsbrucker Hütte (2369 m).

Gipfelaufstieg: Wir gehen rechts am Gebäude der Innsbrucker Hütte vorbei und schlagen vor der Bergstation der Materialseilbahn den rechten Weg Richtung Habicht ein. Über ein gerölliges und blockiges Feld halten wir auf die Ostflanke des Habichts zu. Wir steigen über das steinige Terrain bergauf und kommen zu einem blockigen Rücken. Entlang einer Drahtseilsicherung queren wir etwas luftigeres Gelände und klettern über kleinere Steilstufen aufwärts. Es folgt einer weiterer Abschnitt Gehgelände, der uns zu einer Rampe bringt. Über diese kraxeln wir nun deutlich steiler in nördlicher Richtung entlang der Drahtseile in festem Fels aufwärts. Auf einer Höhe von 2850 Metern lehnt sich das Gelände etwas zurück und wir steigen in westlicher Richtung über Blockwerk weiter bergauf.

Über eine Kletterstelle erklimmen wir einen felsigen Vorgipfel des Habichts. Hier wenden wir uns nun nach rechts (Norden) und steigen zum Firnfeld hinunter. Je nach den Verhältnissen überqueren wir das Firnfeld oder umgehen dieses über Schutt und Blöcke an seiner rechten Seite. Dabei peilen wir den Gipfelrücken des Habichts an. Dort angelangt, steigen wir links des Rückens bleibend über Schutt und Blockwerk in westlicher Richtung aufwärts. Wir erreichen eine Einschartung kurz unterhalb des Gipfels, bleiben weiter links des Kammverlaufs (eventuell unangenehmer Altschnee) und queren in die steile Gipfelflanke hinein. Zu guter Letzt kraxeln wir entlang der Drahtseilsicherung über einige große Blöcke hinweg und durch eine Rinne zum höchsten Punkt des Habichts hinauf.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Innsbrucker Hütte (2369 m), OeAV Sektion Innsbruck, Tel.: +43 (0)5276/295. Geöffnet von Ende Juni bis Anfang Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1281 m - 2369 m + 3:00 3:00 Innsbrucker Hütte
2369 m - 3277 m + 3:00 6:00 Habicht
3277 m - 2369 m + 2:15 8:15 Innsbrucker Hütte
2369 m - 1281 m + 2:15 10:30 Gschnitz

Autor: Didi Hackl
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Letzter Eintrag (von Peter Dichtl):
02.08.18  Wir, meine Frau und ich, 67 und 65 J., haben die Tour an 2 Tagen 31.7./1.8. gemacht. Die Beschreibung passt ... [weiter]

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