Pfunderer Berge

Eisbruggsee und Edelrauthütte von Dun

2

Tourdaten:

Gesamtgehzeit:  6:15 h
1135 Höhenmeter
17,2 Kilometer

Von Dun über die Bodenalm und die Eisbruggalm zum Eisbruggsee und zur Edelrauthütte

  • Beschaulicher und landschaftlich schöner Zustieg aus dem Pfunderer Tal zur Edelrauthütte
  • Sehr hohe Murmeltierdichte im Bereich der Eisbruggalm und der Valsscharte
  • Mit der Bodenalm und der Kröllhütte-Eisbruggalm warten bereits unterwegs zwei Einkehrmöglichkeiten
Tourenbericht von Didi Hackl
Letztes Update:  30.11.2021

Charakter:

Mittelschwierige Bergwanderung, die bis zur Bodenalm und unterhalb der Eisbruggalm über breite Fahrwege und sonst über schmale und teils steile Pfade führt. Kurz vor Erreichen des Fahrwegs zur Eisbruggalm ist der Pfad zum Eisbruggbach hin kurzzeitig abschüssig. Der alternative Rückweg über die Valsscharte verlangt nach dem Eisbruggsee das Überqueren eines ausgedehnten Blockfeldes, was gerade bei Nässe unangenehm sein kann. Ab der Valsalm erfolgt der Rückweg über breite Almwege. Für die beschriebene Rundtour ist Trittsicherheit notwendig.

Anfahrt:

Über die Autobahn München - Innsbruck - Brenner zur Ausfahrt Brixen. Nach der Ausfahrt der Beschilderung ins Pustertal folgen und die Pustertaler Straße bei Vintl verlassen. Nach dem Kreisverkehr die Bahnlinie unterqueren und in Vintl nach der Brücke, die pber den Pfunderer Bach führt, links Richtung Pfunders abbiegen. Über Weitental und Pfunders bis in den Talschluss fahren. Beim Weiler Dun trifft man nach einer Rechts- und einer Linkskurve linker Hand auf einen großen Wanderparkplatz.

Mit Bus & Bahn:

Mit der Bahn nach Vintl (Fahrplan und Buchung) und vom Bahnhof Vintl weiter mit der Bus-Linie 418 zur Endstation Pfunders (Vintl), Lärcher (zur Fahrplanauskunft). Zustieg in diesem Fall über die Eggerseiter Straße, den Weg Nr. 30 via Gampielalm zur Kröllhütte-Eisbruggalm.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:

46.914623, 11.687045 (in Google Maps öffnen)

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Tourenbeschreibung:

Die Edelrauthütte am Eisbruggjoch in den Pfunderer Bergen ist am schnellsten vom Neves-Stausee erreichbar. Vom Stausee am oberen Ende des Mühlwalder Tals dauert der Aufstieg gut 2 Stunden. Deutlich länger, aber dafür landschaftlich ungemein reizvoll gestaltet sich der Zugang aus dem Pfunderer Tal. Vom Weiler Dun muss man mit einer Gehzeit von gut 3 ½ Stunden rechnen. Die Wanderung zur Edelrauthütte beginnt mit einem gemütlichen Warmlaufen. Über Fahrwege begleiten wir zu Beginn den Pfunderer Bach und erreichen als erstes Etappenziel die Bodenalm. Kurz nach der Alm lassen wir die breiten Wege hinter uns und setzten unseren Anstieg über kleine Pfade fort. Später treffen wir wiederum auf einen Almweg, der uns zur Kröllhütte auf der Eisbruggalm bringt. Auf dem folgenden Wiesengelände, über das wir zum Eisbruggsee hinaufwandern, tummeln sich zahlreiche Murmeltierkolonien. Vom herrlich gelegenen Bergsee trennen uns dann noch 40 Minuten Gehzeit vom Eisbruggjoch, auf dem die Edelrauthütte thront. Die altehrwürdige Alpenvereinshütte, welche auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblickte, wurde in den Jahren 2015 und 2016 durch einen energieautarken Neubau ersetzt. Als alternativen Rückweg schlagen wir vom Eisbruggsee die Route über die Valsscharte ein. Nach einer Turneinlage über eine ausgedehntes Blockfeld und einem Gegenanstieg zur Scharte steigen wir hinunter zur Valsalm, von der wir über Karrenwege zum Aufstiegsweg zurückkehren.

Aufstieg zur Edelrauthütte:

Wir verlassen den großen Wanderparkplatz beim Weiler Dun (1445 m), wenden uns nach links und folgen der Straße nordwärts. Der asphaltierte Fahrweg leitet uns nach einer Linkskurve steiler bergauf und nach einer Rechtskehre nehmen wir an einer Gabelung den linken (oberen) Weg. Die folgenden Abzweige ignorieren wir und bleiben stets am geteerten Fahrweg, der zunehmend flacher wird. Nach einem Flachstück überqueren wir in einem Rechtsbogen den Pfunderer Bach. Wenige Meter nach der Brücke kommen wir zu einem Haus, treffen dort auf den beschilderteten Abzweig zur Bodenalm und biegen scharf links ab. Im Anschluss passieren wir ein weiteres Gebäude und folgen einem breiten Forstweg in noröstlicher Richtung in einen lichten Wald hinein. Im Wald begleiten wir den Pfunderer Bach und überqueren diesen wenig später. Bald darauf vollzieht unser Fahrweg eine Linkskurve, wir überqueren den Bachlauf ein weiteres Mal und wandern im Anschluss steiler hinauf zu einer Verzweigung.

An dieser Stelle lassen wir den Abzweig zur Valsalm links liegen und folgen dem Weg nach rechts zur Bodenalm, die wir kurz darauf erreichen. An der Bodenalm (1678 m) wendet sich der Weg wieder nach links (Nordosten) und wir kommen zu einer Gabelung. Hier verlassen wir nun den Karrenweg rechtshaltend und schlagen den Pfad Richtung Eisbruggalm und Edelrauthütte (Weg Nr. 13) ein. Kurz darauf lassen wir den Abzweig zur Gampielalm rechts liegen und halten in nordöstlicher Richtung auf einen grasigen Hang zu. In Kehren leitet uns der Pfad nun deutlich steiler über den Wiesenhang aufwärts. An einem verfallenen Holzschuppen wendet sich der Weg nach rechts und führt uns von nun an südostwärts. Nach weiteren kurzen Kehren und einem kleinen Waldstück erreichen wir einen Kessel und schlüpfen dort durch einen Durchlass am Weidezaun. In einem ausgedehnten Rechtsbogen gelangen wir zu einem Wäldchen und verlassen den Kessel über einen steinigen Pfad.

Sobald wir aus dem lichten Wald heraus treten, passieren wir eine Holzhütte und wandern über freies Wiesengeläde nordostwärts. Rechter Hand erblicken wir bereits den Eisbruggbach, dem wir uns langsam nähern. Sobald wir den Bachgraben erreichen, ist das Gelände zu unserer Rechten hin kurzzeitig abschüssig. Schließlich mündet unser Pfad an einer Brücke in den Fahrweg der Eisbruggalm. Mit diesem erreichen wir auch den Pfunderer Höhenweg, der uns bis zur Edelrauthütte begleiten wird. Nun biegen wir linkshaltend in den breiten Weg ein und wandern in nordöstlicher Richtung tiefer das Tal, durch das sich der Eisbruggbach seinen Weg bahnt, hinein. Über uns erblicken wir schon bald die Eisbruggalm, die wir nach einer Links- und einer Rechtskehre erreichen. Auf Höhe der im Sommer bewirtschafteten Kröllhütte (2150 m) verlassen wir den Karrenweg nach links (Weg Nr. 13 „Eisbruggsee, Edelrauthütte“). In nordöstlicher wandern wir über einen mit Felsblöcken übersäten Wiesenhang bergauf und passieren an einer Steinmauer einen Durchlass.

Unter Beobachtung und begleitet von den Pfiffen unzähliger Murmeltiere streben wir über das Wiesengelände weiter nordostwärts. Vor einem grasigen Aufschwung vollzieht unser Weg einen Linksknick und leitet uns zu einem Rücken empor. Dort wendet sich der Weg wieder nach Nordosten und über das nun steinigere Terrain erreichen wir das südliche Ende des Eisbruggsees (2351 m). Dort treffen wir auch auf den Abzweig zur Valsalm, welchen wir uns für den Abstieg merken. Wir gehen geradeaus weiter und folgen dem kleinen Pfad bergauf, der in der Folgezeit das Ostufer des Eisbruggsees passiert. Schließlich entfernen wir uns mehr und mehr vom Bergsee und das Wiesengelände wird von einer felsigen Blockwüste abgelöst. Die rot-weißen Markierungen leiten uns durch das steinige Feld und wir steuern auf den eindrucksvollen und futuristisch anmutenden Bau zu. Nach einer Gehzeit von 3 ½ Stunden haben wir zu guter Letzt die Edelrauthütte (2545 m) am Eisbruggjoch erreicht.

Abstieg nach Dun über die Valsscharte:

Von der Edelrauthütte kehren wir zurück zum Eisbruggsee (2351 m) und treffen an dessen südlichem Ausläufer auf einen bschilderten Abzweig. Nun biegen wir rechts ab in Richtung Valsalm und steuern auf ein ausgedehntets Feld mit großen Felsblöcken zu. In westlicher Richtung suchen wir uns entlang der rot-weißen Markierungen den geeigneten Weg durch das Blockgewirr. Nach dieser Turnübung erreichen wir einen grasigen Hang und treffen dort auf einen deutlichen Pfad, in den wir linkshaltend einschwenken. Der Pfad leitet uns in südwestlicher Richtung aufwärts und zu guter Letzt in einem Rechtsbogen empor zur Valsscharte (2414 m). Auch in diesem Bereich beäugen uns zahlreiche Murmeltiere argwöhnisch. An der Valsscharte überwinden wir einen Weidezaun an einem Übertritt. Wir überschreiten die Scharte in westlicher Richtung und erblicken unter uns bereits die Valsalm. In vielen kurzen Kehren stteigen wir über den steilen Wiesenhang abwärts und erreichen schließlich das Almgebäude.

An der Alm treffen wir auf einen Karrenweg, in den wir linkshaltend einbiegen. Dem Karrenweg folgen wir in Kehren weiter bergab und wir kommen zu einem schönen Aussichtspunkt mit einer Sitzbank. Von hier können wir den Taleinschnitt überblicken, durch den der Weisssteiner Bach verläuft. Durch dieses Tal werden wir auch zu unserem Aufstiegsweg zurückkehren. Wir folgen also weiter dem Karrenweg und wandern in weiteren Kurven zum Talboden hinunter. Nun wendet sich unser Weg nach Süden und leitet uns talauswärts. Sobald sich das Tal weitet, kommen wir auf Höhe einer Brücke zu einem Abzweig. Hier wenden wir uns nach rechts, überqueren die Brücke und folgen einem Karrenweg südwestwärts. Schließlich passieren wir in einem lichten Wäldchen den Bachlauf ein zweites Mal. Kurz nach der Brücke mündet unser Weg wenige Meter unterhalb der Bodenalm in unseren Aufstiegsweg. Ab hier gleicht der Rück- dem Hinweg.

Einkehrmöglichkeiten:

  • Bodenalm (1678 m), Tel. +39 348 338 20 97. Geöffnet ab Pfingsten bis Mitte Juni an den Wochenenden, ab Mitte Juni bis Anfang Oktober täglich.
  • Kröllhütte-Eisbruggalm (2150 m), Tel. +39 338 585 0137. Geöffnet von Mitte Juni bis Mitte September.

Einkehr- & Übernachtungsmöglichkeit:

  • Edelrauthütte (2545 m), Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Tel. 0039/0474 653230. Geöffnet von Anfang Juni bis Anfang Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1445 m - 1678 m + 0:55 0:55 Bodenalm
1678 m - 2150 m + 1:20 2:15 Kröllhütte-Eisbruggalm
2150 m - 2351 m + 0:45 3:00 Eisbruggsee
2351 m - 2545 m + 0:40 3:40 Edelrauthütte
2545 m - 2351 m + 0:30 4:10 Eisbruggsee
2351 m - 2414 m + 0:35 4:45 Valsscharte
2414 m - 2180 m + 0:25 5:10 Valsalm
2180 m - 1670 m + 1:20 5:30 Abzweig Bodenalm
1670 m - 1445 m + 0:45 6:15 Dun


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