Achenkirch (940 m) - Köglalm (1432 m) - Vorderunnütz (auch Unnütz oder Unnutz) (2078 m)
Mittelschwierige Bergwanderung auf teils steilen und steinigen Pfaden.
Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, weiter über Tegernsee bis nach Achenkirch am Achensee. Am nördlichen Ende des Achensees beim Hotel Cordial links abbiegen (Ausschilderung Köglalm) und beim kleinen Wanderparkplatz parken.
Mit der Bahn von München über Kufstein nach Jenbach. Vom Bahnhof in Jenbach weiter mit der Bus-Linie 4080 über Maurach Richtung Achenkirchzur Haltestelle Achenkirch Spar (Fahrplan und Buchung). Von der Haltestelle zu Fuß ein Stück entgegengesetzt der Fahrtrichtung (Süden) und dann links in den Panoramaweg. Über diesen die Seeache und die B181 überqueren. Bei der ersten Weggabelung rechts halten (450 Meter, ca. 7 Minuten Fußweg).
47.50903496, 11.70834124
Am nördlichen Ende des Achensees thront zwischen Achenkirch und Steinberg am Rofan der langgezogene Bergrücken des Unnütz (auch Unnutz genannt). Der Vorderunnütz, gleichzeitig südlichster Gipfel und höchster Punkt des Gebirgszugs, lockt mit einem fantastischen Ausblick auf den Achensee, das Karwendel und das Rofangebirge. Der Anstieg, der sich abseits von langweiligen Forstwegen vollzieht, wird mit einer Einkehr auf der schön gelegenen Köglalm versüßt.
Vom nördlichen Ende des Achensees wandern
wir zuerst über einen breiten Fahrweg in Richtung Köglalm. Nach
15 Minuten zweigt nach rechts der Steig zur Köglalm ab. Wir verlassen
den Wirtschaftweg, wandern wenige Meter bergab und steigen im Anschluss
durch einen lichten Bergwald über einen schmalen Pfad der Köglalm
entgegen. Zwischen den Bäumen schimmert dabei immer wieder der Achensee
hindurch, darüber thront mit der Seekarspitze ein östlicher
Eckpfeiler des Karwendels. Nach kanpp 1 1/2 Stunden treten wir aus dem
Bergwald heraus und wir erreichen freie Almwiesen und die Hütten
der Köglalm.
Oberhalb der Alm wandern wir zuerst ein kurzes Stück über einen
breiten Wirtschaftsweg, und biegen im Anschluss nach rechts Richtung Unnütz
ab (ausgeschildert). Kurz bevor wir weitere kleine Almhütten erreichen,
führt der Weg zu unserem Gipfel nach links weg. Der schmale Pfad
schlägelt sich über kuppige und mit Nadelbäumen gespickte
Wiesen empor. Schon bald wird der lichte Nadelwald von dichtem Latschengestrüpp
abgelöst. Der Weg wird nun immer steiler und ruppiger. Beim Aufstieg
wird der Blick immer wieder magisch vom tief unter uns gelegenen Achensee
angezogen. Im Hintergrund lugen nun auch die vergletscherten Zillertaler
Spitzen des Hohen Riffler und des Olperer hervor.
Langsam ziehen sich die Latschengewächse immer mehr zurück,
und wir erreichen eine grasige Hochebene. Wir sehen uns nun einem letzten
sanften Aufschwung gegenüber, an dessen Ende das Gipfelkreuz des
Vorderunnütz zu erkennen ist. Nach einem unschwierigen und mäßig
steilen Anstieg erreichen wir den höchsten Punkt des Unnütz.
Am geräumigen Gipfel genießen wir einen wunderbaren Rundumblick
über den Achensee, das Karwendel, den freistehenden Guffert, die
Hohen Tauern und einen Nahblick auf die steilen Nordabstürze des
Rofan.
Wie Aufstieg. Eine Überschreitung des Unnütz zum Hochunnütz (2075 m) erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ein anschließender Abstieg vom Hochunnütz über die Zöhreralm zieht einen langen Talhatscher von 30 bis 45 Minuten nach sich, um zum Ausgangspunkt zurückzugelangen.
Köglalm (1432 m), Tel. +43 (0)5246/6458. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober. Im Frühjahr und Herbst am besten telefonisch anfragen.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 940 m | - 1432 m | + 1:25 | 1:25 | Köglalm | |
| 1432 m | - 2078 m | + 1:35 | 3:00 | Vorderunnütz | |
| 2078 m | - 1432 m | + 1:10 | 4:10 | Köglalm | |
| 1432 m | - 940 m | + 1:05 | 5:15 | Achenkirch | |