Taschachhaus (2434 m)

Das Taschachhaus im Pitztal ist ein beliebter Stützpunkt für eine Besteigung der Wildspitze

Ötztaler Alpen

Taschachhaus
Das Taschachhaus in den Ötztaler Alpen ist ein zentraler Ausbildungsstützpunkt des Deutschen Alpenvereins und ein beliebter Ausgangspunkt für eine Besteigung der Wildspitze. Erreichbar ist die Hütte aus dem Pitztal von Mittelberg. Für den Anstieg über die Taschachalm und durch das Taschachtal muss man mit einer Gehzeit von 2 ½ Stunden rechnen. Alternativ gelangt man von der Bergstation der Riffelseebahn in 3 bis 4 Stunden über den Fuldaer Höhenweg zur Hütte. Die Talstation der Riffelseebahn befindet sich in Mandarfen. Begehrtestes Gipfelziel rund um das Taschachhaus ist wohl die Wildpsitze. Mit ihren 3770 Metern ist die Wildspitze der höchste Gipfel Nordtirols und nach dem Großglockner der zweithöchste Berg Österreichs. Der Anstieg zur Wildspitze leitet über den Taschachferner und erfordert eine komplette Hochtourenausrüstung. Bis zum Gipfel braucht man etwa 5 Stunden. Die Übergänge zur Vernagthütte, zur Braunschweiger Hütte, zur Breslauer Hütte und zur Rauhekopfhütte führen ebenfalls über Gletscher und verlangen die entsprechende Ausrüstung. Das Taschachhaus ist ein Stützpunkt der Pitztaltour. Die 4-tägige Pitztaltour beginnt an der Bergstation Pitz-Panoramabahn und leitet von dort über den Pitztaler Gletschersteig zum Taschachhaus. Wer die Aufstiegshilfe nicht in Anspruch nehmen möchte, der startet mit der Hüttenwanderung am Gasthof Gletscherblick und steigt durch das Taschachtal zum Taschachhaus auf. In drei weiteren Etappen geht es weiter über die Riffelseehütte und die Kaunergrathütte nach Plangeroß. Erbaut wurde ein erstes Taschachhaus in den Jahren 1873 und 1874, ein Neubau erfolgte 1898/99. Früher gehörte die Hütte zur DAV Sektion Frankfurt, seit 2010 ist sie im Besitz der Sektion München. Geöffnet ist das Taschachhaus von Mitte Juni bis Ende September. Zur Skitourensaison steht der Winterraum mit 28 Lagerplätzen offen.

Anfahrt: Über die Autobahn München - Innsbruck - Bregenz bis zur Ausfahrt Imst/Pitztal. Nach der Ausfahrt ins Pitztal hinein und über Wenns und Plangeroß nach Mandarfen fahren. Durch Mandarfen hindurch und im Anschluss rechtshaltend zum Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahn fahren.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von München über Innsbruck zum Bahnhof Imst-Pitztal. Vom Bahnhof Imst-Pitztal weiter mit der Bus-Linie 4204 Richtung zur Haltestelle Mittelberg im Pitztal Gletscherbahn Talstation (Fahrplan und Buchung).

Aufstieg: Vom Parkplatz der Gletscherbahn in Mittelberg in 2 ½ Stunden (710 Höhenmeter).

Wegbeschreibung: Vom Parkplatz der Gletscherbahn in Mittelberg (1726 m) überqueren wir in westlicher Richtung den Taschachbach. Nach dem Überqueren treffen wir auf den Weg Nr. 926, dem wir linkshaltend zur Taschachalm (1796 m) folgen. Nach der Taschachalm halten wir uns an der Weggabelung links und überqueren später nochmals den Taschachbach. Links des Bachverlaufs bleibend wandern wir südwestlicher Richtung zur Talstation der Materialseilbahn. Wir halten unsere Grundrichtung bei und steigen später rechtshaltend über die Moräne aufwärts. Von ihr geht es leicht bergab und in einem finalen Gegenanstieg in südwestlicher Richtung hinauf zum Taschachhaus (2434 m).

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Kompasskarte 43 - Ötztaler Alpen (1:50 000)

Berg- & Hochtouren:
  • Wildspitze (3770 m), 5 Stunden
  • Wurmtaler Kopf (3228 m), 4 ½ Stunden
  • Eiskastenspitze (3373 m), 3 ½ bis 4 Stunden
  • Bliggspitze (3454 m), 4 Stunden
  • Hintere Ölgrubenspitze (3296 m), 3 ½ bis 4 Stunden
  • Sexegertenspitze (3429 m), 4 bis 4 ½ Stunden

Übergänge:
  • Vernagthütte (2755 m), 5 ½ Stunden
  • Breslauer Hütte (2840 m), 6 Stunden
  • Braunschweiger Hütte (2759 m), 5 Stunden
  • Rauhekopfhütte (2732 m), 4 bis 5 Stunden
  • Gepatschhaus (1928 m), 5 Stunden


Taschachhaus-Galerie:

  
Taschachhaus
[Großbild]