Deutschland Mangfallgebirge

Geierstein (1491 m)

Charakter 3
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  2:15 Stunden
Abstieg Abstieg:  1:45 Stunden
Höhenmeter 800 Höhenmeter
Strecke 10,3 Kilometer

Parkplatz Hohenburg (708 m) - Markeck (1057 m) - Geierstein (1491 m) bzw. Geigerstein

Charakter: Mittelschwierige bis anspruchsvolle Bergwanderung, die Trittsicherheit und beim Besuch des Aussichtsfelsens auch Schwindelfreiheit verlangt. Der beschriebene Anstiegsweg ist teilweise sehr steil, ruppig und bei Nässe rutschig und unangenehm.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, über Holzkirchen Richtung Bad Tölz und über die B 13 weiter nach Lenggries. Bei Lenggries nicht die erste Auffahrt zur Ortsmitte, sondern die zweite Ausfahrt nach Hohenburg wählen. Hier links und immer geradeaus bis zum gebührenpflichtigen Wanderparkplatz am Eingang zum Hirschbachtal fahren (2 Euro Parkgebühr pro Tag/Stand 2013).

Mit Bus & Bahn: Mit der Bayerischen Oberlandbahn von München Hauptbahnhof bis Lenggries (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof in Lenggries zu Fuß in 30 Minuten (2 km) zum Ausgangspunkt in der Hohenburgstraße. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer nach Lenggries. Der Bahnhof liegt auch im Geltungsbereich des BOB-MVV-Tickets.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.671253, 11.592094 (in Google Maps öffnen)

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Der Geierstein ist ein bewaldeter Berg östlich von Lenggries, der sich als ruhigere Alternative zu den frequentierten Gipfeln rund um die Lenggrieser Hütte anbietet. Wem aber vorallem ein schönes Panorama wichtig ist, der sollte etwas Geduld mitbringen. Während des Aufstiegs verwehrt der dichte Bergwald die meiste Zeit einen weitreichenden Ausblick. Einzig von einem Aussichtsfelsen, der exponiert über dem Isartal thront, kann man vor dem Gipfelglück eine herrliche Aussicht genießen. Für den Rückweg sollte man den Geierstein überschreiten und den Maximiliansweg hinunter nach Lenggries einschlagen. Der steile Aufstiegsweg entpuppt sich mit seinen unzähligen Stolperfallen im Abstieg als wenig genussreich.

Aufstieg: Am Parkplatz in Lenggries-Hohenburg orientieren wir uns in westlicher Richtung, gehen zum Parkeingang und spazieren dort in den Wald hinein (Wegweiser "Geierstein"). Im Wald biegen wir nach wenigen Metern rechts ab und wandern an einem eingezäunten Weiher vorbei. Nach einer Gehzeit von knapp zehn Minuten kommen wir an eine Kreuzung. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem Ufer des Schlossweihers. Achtung Frösche! Gegen Mitte/Ende Juni verlassen an dieser Stelle tausende Babyfrösche den Weiher und überqueren den Weg. Bitte gehen Sie an diesen Tagen links um den Weiher herum. Sie treffen auch so mit einem kleinen zeitlichen Mehraufwand auf den Aufstiegsweg.

Nach weiteren fünf Minuten zweigt vom Ufer des Schlossweihers nach rechts der beschilderte Weg zum Geierstein ab (Wegweiser "Geierstein/Fockenstein"). Wir biegen scharf rechts ab und wandern steil einen bewaldeten Rücken hinauf. Nach wenigen Minuten lehnt sich das Gelände wieder etwas zurück. Der dichte Wald wird uns allerdings bis auf kurze Ausnahmen bis zum Gipfel begleiten. Etwa 30 Minuten, nachdem wir am Schlossweiher abgebogen sind, kommen wir an eine Weggabelung. Hier wählen wir den linken Weg (Schild "611"). Nach insgesamt einer Stunde Gehzeit erklimmen wir mit dem Markeck (1057 m) eine bewaldete Anhöhe.

Vom Markeck wandern wir wenige Meter in eine Senke hinunter und steigen hinterhalb in vielen Serpentinen weiter über den wurzeligen und steinigen Pfad steil bergauf. Nach einer weiteren guten halben Stunde treffen wir auf eine Lichtung mit einer schrofigen Kraxelstelle. Hier steigen wir linkshaltend über die Felsen hinauf und stehen nun am Aussichtsfelsen (1285 m). Verglichen mit unseren bisherigen bescheidenen Ausblicken erleben wir an diesem Felsvorsprung einen wahren Augenöffner. Auf einer sehr lockeren Sitzbank genießen wir den herrlichen Rundblick über das Isartal und einen schwindelerregenden Tiefblick.

Nach der Pause folgen wir dem Kammverlauf wieder in dichten Wald hinein. Über unzählige Wurzeln und Steine steigen wir weiter bergauf. Langsam lichtet sich der Wald etwas und wir erreichen felsigeres Terrain. Über schrofige Rinnen kämpfen wir uns ohne jemals richtig klettern zu müssen weiter aufwärts. Nach einer weiteren guten halben Stunde Gehzeit erkennen wir über uns das Gipfelkreuz des Geiersteins. Wir queren rechts am Gipfel vorbei und erreichen durch eine Latschengasse das große Kreuz. Nun kommen wir endlich zu unserem verdienten Rundpanorama und genießen nocheinmal den Blick über das Isartal.

Abstieg: Wir überschreiten den Gipfel des Geiersteins und wandern über den Kammverlauf auf den Fockenstein zu. Nach wenigen Minuten führt der Pfad nach links vom Kamm weg und zu einer kurzen steilen Schrofenpassage, die wir hinunter kraxeln. Im Anschluss führt uns der Weg in Serpentinen über den grasigen Gipfelhang hinunter. Nach 15 Minuten erreichen wir einen Sattel und treffen dort auf den Maximiliansweg. Hier biegen wir links ab und folgen dem breiten Pfad ohne größeren Höhenverlust durch den Wald. Nach einer Lichtung leitet uns der Weg über einen bewaldeten Rücken steiler bergab.

Sobald wir den Wald hinter uns gelassen haben, gelangen wir zu einer großen Lichtung mit einer kleinen Holzhütte. Noch vor der Hütte vollzieht unser Wiesenpfad einen Rechtsbogen. Kurz darauf erreichen wir den Reiterbach, den wir überqueren. Gleich nach dem Bach biegen wir links in den Forstweg ein und wandern vorbei an einem Holzstadel und freien Wiesen zum Schwimmbad in Lenggries. Vor dem Schwimmbad biegen wir links ab und folgen der Teerstraße südwärts. Bei der nächsten Verzweigung halten wir uns links und folgen der Ausschilderung Richtung Hohenburg und Schlossweiher. Am Schlossweiher treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg, über den wir schließlich zurück zum Parkplatz spazieren.

Einkehrmöglichkeit: Unterwegs keine.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Aufstieg 708 m - 1057 m + 1:00 1:00 Markeck
Aufstieg 1057 m - 1491 m + 1:15 2:15 Geierstein
Abstieg 1491 m - 1340 m + 0:15 2:30 Sattel/Maximiliansweg
Abstieg 1340 m - 708 m + 1:30 4:00 Parkplatz Hohenburg

Autor: Didi Hackl
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