Bayerische Voralpen

Heigelkopf (1205 m), Zwieselberg (1348 m)

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Tourdaten:
Aufstieg:  2:30 Stunden
Abstieg:  1:30 Stunden
675 Höhenmeter

Parkplatz bei der Waldherralm (737 m) - Heigelkopf (auch Heiglkopf, 1205 m) - Blomberghaus (1203 m) - Zwieselberg (1348 m) - Schnaiteralm (1245 m) - Waldherralm (737 m)

Charakter: Einfache Bergwanderung über drei sanfte Voralpengipfel. Der Anstieg über den Heigelkopf zum Zwieselberg erfolgt auf komfortablen Wegen und Pfaden. Der Abstiegsweg vom Zwieselberg über die Schnaiteralm ist teilweise steil und bei Nässe rutschig.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen. Über Holzkirchen nach Bad Tölz und von dort weiter Richtung Bad Heilbrunn. Nach der Isarbrücke bei der Ampel rechts Richtung Wackersberg, gleich danach wieder rechts und bis nach Steinbach fahren. In Steibach rechts Richtung Wackersberg und nach einer Rechtskurve links Richtung Lehen abbiegen und der Ausschilderung zur Waldherralm folgen. Am Ende der Straße findet sich unterhalb der Waldherralm linker Hand ein Wanderparkplatz.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.722855, 11.53075 (in Google Maps öffnen)

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Der Heigelkopf liegt am Rande des Isartals in unmittelbarer Nachbarschaft zum Blomberg. Obwohl der Heigelkopf etwas niedriger ist als sein berühmter Bruder, ist die Aussicht von diesem sanften Voralpenbuckel unverstellter und weitreichender. Am schönsten ist es vom Heigelkopf (auch Heiglkopf) über das Blomberghaus zum Zwieselberg weiter zu wandern und so die Besteigung zu einer netter Rundtour inklusive Einkehrmöglichkeit auszubauen. Bei dieser schönen Runde sieht man auch gerne darüber hinweg, dass man im Bereich der Blombergbahn auf viele Bergtouristen trifft. Spätestens beim Abstieg vom Zwieselberg wird es wieder deutlich ruhiger.

Aufstieg zum Heigelkopf: Die Rundtour beginnt am Wanderparkplatz unterhalb der Waldherralm. Wir spazieren nicht zur Alm hinauf, sondern lassen die Alm rechts liegen und folgen dem geteerten Fahrweg in westlicher Richtung. Nach drei Minuten biegen wir vor einer Brücke rechts ab und folgen dem gelben Wegweiser in Richtung Heigelkopf. Wir spazieren nun durch lichten Wald und treffen nach weiteren gut fünf Minuten auf eine Weggabelung. Hier biegen wir rechts ab (gelber Wegweiser "Heigelkopf/Blomberghaus"). Die Steigung des Forstwegs nimmt nun zu und schon nach wenigen Minuten verlassen wir den Wald.

Nun befinden wir uns in freiem Almgelände und passieren in nur mäßiger Steigung ein Gehöft. Nach dem Hof nimmt die Steigung des Weges langsam wieder zu. Nach einer halben Stunde passieren wir ein Sitzbankerl, welches sich als netter Rastplatz mit schönem Blick aufs Brauneck anbietet. Kurz darauf verlassen wir das sonnenverwöhnte Almgelände und der Weg führt uns wieder in bewaldetes Terrain hinein. Weitere fünf Minunten später gelangen wir wiederum zu einem Abzweig. Hier biegen wir rechts Richtung Heigelkopf ab und steigen nun einen steilen und ruppigen Pfad hinauf.

Wenige Minuten später treffen wir auf einen Forstweg, den wir kurz darauf bei einer Verzweigung nach schräg rechts verlassen. Der Weg zum Heigelkopf ist dabei stets bestens beschildert. Nun leitet uns der breite Forstweg die nächsten zehn Minuten durch schattigen Wald. Sobald wir den Wald verlassen haben, wenden wir uns nach links und folgen den Pfadspuren über den grasigen Gipfelhang zum schon bald sichtbaren Gipfelkreuz hinauf. Zwei Sitzbankerl verschönern am Gipfel die Rast und laden dazu ein, ausgiebig den herrlichen Blick über das Isartal und zur Benediktenwand zu genießen.

Über das Blomberghaus zum Zwieselberg: Für den Weiterweg zum Blomberghaus folgen wir dem grasigen Rücken des Heigelkopfs in nördlicher Richtung. Die Pfadspuren führen uns in eine Senke hinunter. Wir wandern immer geradeaus durch ein Gatter hindurch und spazieren über einen breiten Weg in einem Gegenanstieg zum Blombergkreuz hinauf. Nun passieren wir das Holzkreuz und peilen immer am grasigen Rücken bleibend die vor uns liegende Wackersbergalm an. Kurz nachdem wir Alm passiert haben, erreichen wir den Aussichtspunkt am Blomberg mit Panoramatafel und Fernrohr.

Gleich nach dem Passieren des Aussichtspunkts treffen wir auf die Bergstation der Blombergbahn. Wir folgen weiter dem breiten Forstwegm, der uns leicht abwärts und schließlich in einem Linksbogen mit kleinem Gegenanstieg zum Blomberghaus bringt. Nach einer verdienten Einkehr folgt man dem breiten Weg weiter in südöstlicher Richtung. Zehn Minuten nach dem Passieren des Blomberghauses trifft man auf einen Schilderwald mit grünen Wegweisern. Hier verlässt man den Fahrweg nach links und schlägt den Waldpfad in Richtung Zwiesel ein.

Nach weiteren fünf Minuten treffen wir wiederum auf eine Weggabelung. Hier biegen wir schräg rechts ab und steigen nun etwas steiler werdend den bewaldeten Rücken des Zwieselbergs hinauf. Nach etwa zehn Minuten lichtet sich der Wald und wir folgen dem Rücken zum schon bald erkannbaren großen Gipfelkreuz empor. Die Aussicht vom Zwieselberg ist für solch einen kleinen Voralpenhügel überraschend schön und weitreichend. Der Blick reicht über die Voralpennachbarschaft bis weit hinein ins Karwendel und zum Wettersteingebirge.

Abstieg: Am Zwieselberg erkennen wir in östlicher Richtung am Fuße der grasigen Gipfelflanke die Schnaiteralm. Wir steigen nun zur Alm hinunter und wandern links an der Speckeralm und der Schnaiteralm vorbei. Wir folgen dabei immer dem grasbewachsenen Rücken, der uns zu einem Waldrand bringt. Hier biegen wir rechts ab (Wegweiser "Waldherralm/Arzbach") und steigen über eine breite Lichtung innerhalb der nächsten gut 20 Minuten zu einer verfallenen Hütte hinunter. Nach der Hütte führt uns der Pfad durch den Bergwald zu einer Treppe und einer Brücke. Hier überqueren wir den Bach, biegen im Anschluss rechts und bei der nächsten Kreuzung gleich wieder links ab. Immer am Forstweg bleibend wandern wir von hier in einer knappen halben Stunde zurück zum Ausgangspunkt bei der Waldherralm.

Einkehrmöglichkeiten:

  • Blomberghaus (1203 m), privat, Tel.: +49 (0)8041 / 6436, ganzjährig bewirtschaftet (von Anfang November bis Anfang Dezember geschlossen). Auf dem Blomberghaus ist eine Übernachtung möglich.
  • Speckeralm (1245 m), bewirtschaftet von Juni bis ca. 10. Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Aufstieg 737 m - 1205 m + 1:20 1:20 Heigelkopf
Aufstieg 1205 m - 1203 m + 0:35 1:55 Blomberghaus
Aufstieg 1203 m - 1348 m + 0:35 2:30 Zwieselberg
Abstieg 1348 m - 737 m + 1:30 4:00 Parkplatz bei der Waldherralm

Autor: Didi Hackl
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30.04.17  Heid, am 30.04.2017 wars recht schee zum auffegeh. A weng Schnee, a bisserl Batz aber a unschlagbare Aussicht ... [weiter]

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