Bayerische Voralpen

Stallauer Eck (1213 m), Enzenauer Kopf (1201 m)

1
Tourdaten:
Aufstieg:  2:15 Stunden
Abstieg:  2:15 Stunden
750 Höhenmeter
8,9 Kilometer

Bad Heilbrunn (683 m) - Stallauer Eck (1213 m) - Stallauer Kopf (1322 m) - Angerlkopf (1249 m) - Enzenauer Kopf (1201 m) - Bad Heilbrunn (683 m)

Charakter: Leichte bis mittelschwierige Bergwanderung, die hauptsächlich über kleine holprige Waldpfade und über wenig ausgeprägte Wiesenpfade führt. Teilweise sind die Wege nach Regentagen matschig, besonders der Wiesensattel zwischen dem Stallauer Kopf und dem Angerlkopf kann unangenehm sumpfig sein. Die Wege sind beschildert, ein wenig Orientierungssinn sollte dennoch vorhanden sein.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch bis zur Ausfahrt Sindelsdorf. Nach der Ausfahrt Richtung Bad Tölz halten und der B 472 vorbei an Bichl nach Bad Heilbrunn folgen. Nach dem Ortsschild von Bad Helibrunn an der Tankstelle vorbei fahren und nach 450 Metern links in eine kleine Straße, die parallel zur B 472 verläuft, einbiegen. Hier finden sich begrenzte Parkmöglichkeiten. Der Einstieg zum Stallauer Eck befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der B 472 (beschildert).

Mit Bus & Bahn: Mit der Bayerischen Oberlandbahn von München Hauptbahnhof Richtung Lenggries bis Bad Tölz. Von dort mit dem Bus 9612 Richtung Kochel am See zur Haltestelle Birkenallee, Bad Heilbrunn (Fahrplan und Buchung). Von der Bushaltestelle zu Fuß in 5 Minuten (350 Meter) entlang der B 472 zum Ausgangspunkt. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer nach Bad Heilbrunn.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.744133, 11.458037 (in Google Maps öffnen)

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Westlich vom prominenten Blomberg und dem beliebten Zwieselberg erheben sich mit dem Stallauer Eck, dem Stallauer Kopf, dem Angerlkopf und dem Enzenauer Kopf eher unbekannte bewaldete Voralpenhügel. Während das Einzugsgebiet des Blombergs im Sommer sehr frequentiert ist, erlebt man am Stallauer Eck beinahe schon Bergeinsamkeit. Von Bad Heilbrunn aus lässt sich eine Runde über alle vier Gipfel starten. Die Ruhe während dieser Rundtour ist das größte Plus dieser Unternehmung. Leider bleiben einem weitreichende Ausblicke verwehrt, da der Bergwald und die umliegenden höheren Gipfel die Aussicht versperren. Dafür spendet der reichlich vorhandene Wald an heißen Tagen angenehmen Schatten und somit eignet sich die Wanderung auch besonders für den Hochsommer. Nach Regentagen sollte man nur eine trockene Periode abwarten, da die Wege dann teilweise matschig und im Übergang zwischen Stallauer Kopf und Angerlkopf regelrecht sumpfig sein können.

Aufstieg zum Stallauer Eck: Wir überqueren die B 472 und schlagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite den beschilderten Forstweg Richtung Marienbild, Stallauer Eck, Blomberg und Zwiesel ein. Der Weg leitet uns in morderater Steigung durch den Wald und mündet nach wenigen Minuten in einen breiteren Fahrweg. Wir halten unsere Grundrichtung bei und folgen dem Fahrweg durch den Wald. An einer Weggabelung ignorieren wir den Abzweig nach links und gehen weiter südostwärts. Den folgenden Abzweig zum Enzenauer Eck lassen wir rechts liegen und biegen bei der nächsten Gelegenheit links Richtung Marienbild und Stallauer Eck ab. Ein kleiner Waldpfad bringt uns innerhalb von drei Minuten zum Marienbild. Dort halten wir uns rechts, queren einen bewaldeten Hang und wandern über eine Lichtung.

Nach der Lichtung steigen wir über einen wurzeligen Pfad über einen bewaldeten Rücken steil aufwärts. Am oberen Ende des Rückens können wir rechtshaltend zu einem Aussichtspunkt hinunter spazieren. Für den Weiterweg wenden wir uns nach links, folgen dem bewaldeten Rücken nun weniger steil bergauf und schließlich leicht bergab zu einem Forstweg. Nun biegen wir linkshaltend in den Forstweg ein, wandern über diesen bergauf und kommen nach gut 5 Minuten zu einem beschilderten Abzweig. Hier verlassen wir den Forstweg nach rechts und steigen über einen kleinen Waldpfad bergauf. Kurz darauf treffen wir nochmals auf einen Forstweg und überqueren diesen (Wegweiser „Stallauer Eck, Zwiesel, Blomberghaus“). Der Pfad wendet sich leicht nach rechts und führt uns im Anschluss in südlicher Richtung bergauf.

Dabei queren wir die dicht bewaldete Westflanke des Stallauer Ecks. Später vollzieht der Pfad einen großzügigen Linksbogen und bringt uns über ein flacheres Stück zu einer Verzweigung. Nun halten wir uns schräg links und steigen über einen teils mit Stufen ausgebauten Weg in nordöstlicher Richtung bergauf. Nach einem steileren Anstieg wendet sich der Pfad nach rechts (Südosten) und leitet uns zu einer Verzweigung. Hier biegen wir links ab (Wegweiser „Stallauer Eck, Zwiesel, Blomberghaus“) und erreichen über den wurzeligen Waldpfad den Waldrand und einen Durchlass am Weidezaun. Wir schlüpfen durch den Zaun hindurch und steigen über freies Almgelände zum Gipfelkreuz des Stallauer Ecks hinauf (1 ¾ Stunden ab Bad Heilbrunn). Über den grasigen Kamm blicken wir in südlicher Richtung hinüber zum Stallauer Kopf, der unser nächstes Ziel sein wird.

Zum Stallauer Kopf und Enzenauer Kopf: Vom Gipfelkreuz folgen wir dem Grasrücken an einer Sitzbank vorbei südwärts und steigen in eine Senke hinunter. Am Sattel passieren wir an einem Holzzaun einen Durchlass, spazieren wieder in schattigen Bergwald hinein (Wegweiser „Zwiesel über Stallauer Kopf“) und steigen über den bewaldeten Rücken hinauf zum Stallauer Kopf (30 Minuten ab Stallauer Eck), mit dem wir auch den höchsten Punkt unserer Wanderung erreichen. Leider lässt der dichte Wald am Gipfel keinerlei Ausblicke zu. Rechter Hand findet sich an einem Baum etwas versteckt ein grüner Wegweiser („Angerlkopf, Enzenauer Kopf, Bad Heilbrunn“). Wir folgen von dort dem zu Beginn etwas undeutlichen Pfad in südwestlicher Richtung bergab. Später wendet sich der Pfad leicht nach rechts (Westen) und wir erreichen einen grasigen Rücken. Diesem folgen wir auf den Angerlkopf zu.

Am Fuße des Angerlkopfs gabelt sich der schlecht erkennbare Wiesenweg und wir folgen diesem bergauf. Dabei bleiben wir links von einer kleinen Holzhütte und steigen so zum höchsten Punkt der grasigen Erhebung hinauf. An einem Jägerstand tauchen wir die Grundrichtung beibehaltend wieder in den Bergwald ein. Kurz darauf vollzieht der Weg eine Rechtskurve und leitet uns hinunter zu einem Karrenweg. Diesem folgen wir in nordwestlicher Richtung durch den Wald und halten uns bei der folgenden Weggabelung schräg rechts. In einem Gegenanstieg leitet uns der Weg zu guter Letzt zum Enzenauer Kopf hinauf (knapp 1 Stunde ab dem Stallauer Kopf). Dieser Gipfel ist ebenfalls komplett bewaldet. Einzig ein Hinweisschild lässt uns erahnen, dass wir an einem höchsten Punkt stehen. Wir überschreiten den Waldgipfel und gelangen kurz darauf zu einer freien Wiese, die zu einer Rast einlädt.

Abstieg: Wir folgen der Gipfelwiese in nordöstlicher Richtung bergab und gelangen zu einem Übertritt am Weidezaun. Nach dem Übertritt behalten wir unsere Richtung bei und der Waldpfad bringt uns hinunter zu einem Querweg. Wir folgen dem Weg nach rechts, der kurz darauf einen großzügigen Linksbogen vollzieht. Nun heißt es aufpassen: Gleich nach der Linkskurve zweigt rechter Hand recht unscheinbar ein Pfad ab (kleiner Steinmann). Hier biegen wir rechts in den Waldpfad ein und steigen über diesen steil bergab. Dabei überqueren wir nochmals einen Forstweg und gelangen später hinunter zum Schellenbach. Wir gehen über die Holzbrücke, lassen den ersten Abzweig links liegen und kommen kurz darauf zurück zum Aufstiegsweg. Nun wenden wir uns nach links und folgen dem uns bekannten Weg zurück nach Bad Heilbrunn.

Einkehrmöglichkeit: Unterwegs keine.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
683 m - 1213 m + 1:45 1:45 Stallauer Eck
1213 m - 1322 m + 0:30 2:15 Stallauer Kopf
1322 m - 1249 m + 0:30 2:45 Angerlkopf
1249 m - 1201 m + 0:25 3:10 Enzenauer Kopf
1201 m - 683 m + 1:20 4:30 Bad Heilbrunn

Autor: Didi Hackl
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