Dolomiten

Cinque Torri (2220 m) am Falzaregopass

1
Tourdaten:
Aufstieg:  1:30 Stunden
Abstieg:  1:00 Stunden
380 Höhenmeter

Parkplatz an der SR48 (1180 m) -Rifugio Scoiattoli (2255 m) - Cinque Torri (2220 m)

Charakter: Leichte Bergwanderung ohne nennenswerte Schwierigkeiten

Anfahrt: Von Cortina d'Ampezzo auf der SR48 nach Westen Richtung Passo Falzarego fahren. Nach etwa 13 Kilometer links abbiegen und am Parkplatz des Sesselliftes parken.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
46.519041, 12.037491 (in Google Maps öffnen)

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Nahe Cortina d'Ampezzo, am Falzaregopass gelegen, befindet sich die weithin sichtbare Felsformation Cinque Torri, zu deutsch die Fünf Türme. Während die Besteigung der Türme den Kletterern vorbehalten ist, ist die Wanderung vom Parkplatz des Sesselliftes zu den bizarren Felsen auch gut als Familienwanderung machbar. Neben der Aussicht auf das mächtige Tofana-Massiv lockt die Einkehr im Rifugio Cinque Torri oder im Rifugio Scoiattoli. Auch das Freilichtmuseum unterhalb der Felsen ist sehenswert. Auf eindrucksvolle Weise zeigen die aus dem ersten Weltkrieg wieder aufgebauten Stellungen der Alpini die Geschehnisse, die an diesem heute so idyllischen Ort vor etwa 100 Jahren stattfanden.

Aufstieg: Der bequemste Weg die Cinque Torri zu erreichen ist die Fahrt mit dem Sesselift. Wir aber ziehen den Aufstieg zu Fuß vor und verlassen auf dem Weg 424 den Parkplatz nach Westen. Im lichten Wald gewinnen wir gemächlich an Höhe und haben schon nach gut 10 Minuten eine größere Freifläche erreicht. Im Westen ist von hier schön der Hexenstein (Sasso di Stria) und etwas weiter rechts der Große Lagazuoi zu sehen. Wir halten uns links und steigen, nun ein wenig steiler, auf dem Weg 440 weiter nach Südosten Richtung Averau auf.

Auch wenn der Weg nun etwas felsiger wird, stoßen wir auf keinerlei Schwierigkeiten. Im Nordosten lugt hinter den Wolken immer wieder das mächtige Massiv der Tofana hervor. Schon bald ist auch im Süden der Gipfel des 2649 Meter hohen Averau zusehen. Im Osten zeigt sich bereits unser Ziel, mit den bizarren Felsen der Cinque Torri. Unterhalb des Sattels zwischen Averau und den Fünf Türmen wird der Weg wieder flacher und wenig später stehen wir vor dem Bergrestaurant Rifugio Scoiattoli, welches sich direkt an der Gipfelstation des Sessellifts befindet.

Nach einer kleinen Pause machen wir uns wieder auf den Weg und spazieren weiter auf die Fünf Türme zu. Das Areal rings um die Felsen ist ein ständig geöffnetes und kostenlos zu betretendes Freilichtmuseum, das an den Frontverlauf des ersten Weltkrieges erinnert. Neben zahlreichen Schützengräben sind auch mehrere Maschinengewehr- und Geschützstellungen zu sehen. Zahlreiche Schautafeln informieren über die Geschehnisse vor etwa 100 Jahren und lassen uns nicht unberührt. Vorbei an den wieder aufgebauten Baracken erreichen wir durch einen großen Spalt zwischen den Felsen die Ostseite der Cinque Torri.

Hier können wir mehrere Kletterer beobachten, die den größten Turm, die 2361 m hohe Torre Grande erklettern. Der Weg führt nun wieder bergab, vorrangig nach Osten. Auch hier hat der Krieg seine Spuren hinterlassen. Über einen Graben, der immer wieder Abzweige zu den Stellungen hat, folgen wir dem Wegweiser zum Parcheggio (dt. Parkplatz). Auf einem Pfad erreichen wir schließlich eine geteerte Straße, der wir gut 500 Meter bergab nach Nordwesten folgen. In einer Linkskurve verlassen wir geradeaus die Straße. Auf dem Weg 440 spazieren wir, vorbei am Lago Bain de Dones, wieder zurück zum Parkplatz an der Talstation des Sesselliftes.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Berghütte Rifugio Scoiattoli
(2255 m), privat, Tel. +39 (0)436 867939, ganzjährig geöffnet.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1180 m - 2255 m + 1:25 1:25 Rifugio Scoiattoli
2255 m - 2220 m + 0:05 1:30 Cinque Torri
2220 m - 1180 m + 1:00 2:30 Parkplatz an der SR48

Autor: Tom Lindner
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