Italien Dolomiten

Großer Gabler (2574 m) von der Halslhütte

Charakter 1
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  2:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:00 Stunden
Höhenmeter 780 Höhenmeter
Strecke 10,2 Kilometer

Halslhütte (1866 m) - Gampenwiesen - Großer Gabler (Plose, 2574 m) - Gableralm (2337 m) - Enzianhütte (1967 m) - Halslhütte (1866 m)

Charakter: Insgesamt leichte Bergwanderung, die über kleine Pfade und über breite Karrenwege führt. Der alternative Abstieg zur Gableralm ist im oberen Teil weglos, aber bestens markiert. Der Große Gabler ist als solcher nicht ausgeschildert, die Orientierung fällt allerdings nicht schwer. Für die Wanderung ist ein Mindestmaß an Trittsicherheit notwendig.

Anfahrt: Autobahn München - Innsbruck - Brenner bis zur Ausfahrt Brixen. Am südlichen Ende von Brixen beim Kreisverkehr links Richtung Plose und nach der Eisackbrücke beim Kreisverkehr rechts abbiegen. Der Passstraße über St. Andrä und St. Georg Richtung Würzjoch folgen. Noch vor dem Würzjoch an der Edelweißhütte oder am Parkplatz der Halshütte das Auto abstellen.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von München über Innsbruck und Brenner nach Brixen oder Klausen (Fahrplan und Buchung). Von Brixen oder Klausen mit der Bus-Linie 340 nach St. Peter im Villnösstal. Von St. Peter weiter mit der Bus-Linie 339 Richtung Würzjoch zur Haltestelle Halslhütte (zu den Fahrplänen).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
46.666686, 11.769977 (in Google Maps öffnen)

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Die mit Liftanlagen erschlossene Plose am Nordrand der Dolomiten erhält das ganze Jahr über Besuch. Im Winter tobt an ihren Hängen der Skizirkus, im Sommer lassen sich Wanderer auf den weitläufige Bergrücken mit seinen sanften, grasigen Kuppen hinauf bringen. Doch auch ohne Liftunterstützung ist die Plose einfach zu erreichen. Von der Halslhütte an der Würzjoch-Passstraße trennen einen knapp 800 Höhenmeter vom Großen Gabler, der den höchsten Punkt der Plose markiert. Der Anstieg über die Gampenwiesen hinauf zum Gipfel erfolgt weit abseits der Skipisten. Als alternativen Abstieg wählen wir den Weg über unbewirtschafteten Hütten der Gableralm und der Enzianhütte und erleben so eine schöne Rundtour. Alles in allem ist eine Wanderung zum Großen Gabler keine alpine Herausforderung, sondern ein purer Genuss. Man bewegt sich im durchwegs zahmen Gelände und lässt die fantastischen Nahblicke zum Peitlerkofel, zu den Aferer Geislern und zu den Geislerspitzen auf sich wirken. Nach der Tour hat man die Möglichkeit, sich an der Würzjoch-Passstraße in der Halslhütte oder der Edelweißhütte zu stärken. Mit einem kleinen Abstecher von 10 Minuten in einfacher Richtung lässt sich unterwegs auch die bewirtschaftete Schatzerhütte erreichen.

Aufstieg: Wir verlassen den Parkplatz und schlagen vor der Terrasse der Halslhütte stehend den beschilderten Weg nach links zur Schatzerhütte ein. Wir spazieren kurz bergab und wandern über einen Bohlenweg nordwestwärts. Nach den Bohlen treffen wir auf den Weg, der an der Edelweißhütte beginnt. Vor einer Holzhütte wendet sich unser Weg leicht nach rechts und führt uns im Anschluss über Stufen bergauf. Wir durchwandern ein lichtes Waldstück und treffen an einigen Holzhütten auf einen Querweg. Hier biegen wir links ab und gelangen kurz darauf zu einer Weggabelung. Nun wählen wir den rechten (oberen) Pfad und folgen so den Wegen Nr. 2 und 4. Wir passieren einen Durchschlupf am Weidezaun und überqueren einen kleinen Bachlauf. Im Anschluss bringt uns der holpriger werdende Pfad in ein schattiges Waldstück hinein. Nach einem kurzen steileren Anstieg über den teils ruppigen Waldpfad erreichen wir einen Querweg.

Nun wenden wir uns nach links und folgen dem breiten Fahrweg ohne größeren Höhengewinn Richtung Gampenwiesen und Schatzerhütte. Auf Höhe von drei kleinen Hütten, die sich ein Stück oberhalb der Peitlerknappenhütte befinden, kommen wir zu einer Verzweigung. Dort biegen wir schräg rechts ab und schlagen den Pfad Nr. 2 und 4 Richtung Plosehütte und Rossalm ein (an dieser Stelle könnte man einen Abstecher zur Schatzerhütte unternehmen). Der kleine Pfad führt uns bergauf zu einem Karrenweg, den wir überqueren. Wir queren in einen grasigen Hang hinein und erreichen in einem kleinen Waldstück einen Abzweig. Dort verlassen wir den Weg Nr. 4, wenden uns nach rechts und wählen den Weg Nr. 7. Ein schrofiger Pfad leitet uns zu Beginn steil in engen Kehren bergauf. Später lehnt sich das Gelände zurück und wir halten über einen breiten und gutmütigen Wiesenrücken auf den Großen Gabler zu.

Links vom Großen Gabler erblicken wir die Bergstation, die sich unterhalb der Pfannspitze befindet. Linker Hand liegt unter uns die Talstation an der Skihütte. In südlicher Richtung schauen wir zum Peitlerkofel und zu den Aferer Geislern mit dem Tullen. Hinter den Aferer Geislern spitzt die Geislergruppe mit dem Sass Rigais hervor. Über den Wiesenrücken erreichen wir nach einer Rechtskurve einen weiteren Querweg. Auch hier gehen wir geradeaus weiter und queren in die Gipfelflanke hinein. In vielen Kehren steigen wir in nordöstlicher Richtung über die grasige Südflanke bergauf. Später lehnt sich das Gelände langsam zurück und wir erkennen vor uns bereits das riesige Gipfelkreuz des Großen Gablers und das Gablerbiwak. Nach einer Gehzeit von insgesamt 2 ½ Stunden erreichen wir die kleine Notunterkunft. Wir gehen links an der Holzhütte vorbei und gelangen in einem kurzen finalen Anstieg zum überdimensionalen Gipfelkreuz.

Abstieg: Zurück am Gablerbiwak wenden wir uns dem Peitlerkofel zu und steigen mit Blick auf den mächtigen Berg den hölzernen, rot-weiß markierten Stempen folgend in südöstlicher Richtung bergab (kein Wegweiser, nur Markierungen). In der Folgezeit leiten uns die Markierungen nahe des Kammverlaufs weglos über das Wiesengelände abwärts. Auf einer Höhe von 2440 Metern verlassen wir den Kammverlauf. Wir wenden uns nach rechts und folgen den Holzstempen in südlicher Richtung. Die Markierung vollziehen einen sanften Rechtsbogen und wir erreichen einen Karrenweg, dem wir in westlicher Richtung hinunter zur Gableralm folgen. Nach der Gableralm treffen wir auf einen Querweg und gehen nach links. Wiederum gleich nach dem Gebäude biegen wir nochmal links ab, passieren die Südseite der Gableralm und wandern zu einer Anhöhe, auf der ein Marterl thront (Weg Nr. 14 „Dolomiten-Panoramaweg“).

Von dort queren wir in einem Rechtsbogen in einen grasigen Hang hinein, passieren einen Graben und wandern mit Blick zum Peitlerkofel südostwärts. Schließlich leitet uns der Weg in einem Linksbogen hinunter zu einem Zaun. Dort wenden wir uns nach rechts, passieren einen Durchschlupf und gehen über die Wiesen weiter südostwärts. Zu guter Letzt wird das Gelände wieder steiler und wir steigen in Kehren hinunter zu einem Karrenweg. Diesen überqueren wir und wenden uns gleich darauf nach rechts. Wir passieren in einem Gegenanstieg einen Rücken und wandern wenig später von diesem linkshaltend hinunter zu einem weiteren Querweg. Dort biegen wir nach rechts in den Karrenweg ein und folgen diesem in zwei Kehren an kleinen Holzhütten vorbei. Einige Minuten nach dem Passieren der Hütten leitet uns der Weg in einem Linksbogen zu einem Querweg hinunter. Nun wenden wir uns nach rechts, spazieren an der Enzianhütte vorbei und erreichen kurz darauf unseren Anstiegsweg, dem wir nach links hinunter zur Halslhütte folgen.

Als Skitour: Im Winter ist der Große Gabler eine beliebte Skitour (zur Tourbeschreibung).

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
  • Halslhütte (1866 m), privat, Tel. +39 0472 521267. Geöffnet von Mitte Mai bis Anfang November.
  • Edelweißhütte (1860 m), privat, Tel. +39 0472 521216. Geöffnet von Anfang Mai bis Mitte Oktober.
  • Schatzerhütte (2004 m), privat, Tel. +39 0472 521 343. Geöffnet von Mitte Mai bis Anfang November (erreichbar in einem Abstecher von 10 Minuten in einfacher Richtung).

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1866 m - 1992 m + 0:35 0:35 Abzweig Gampenwiesen
1992 m - 2574 m + 1:55 2:30 Großer Gabler
2574 m - 2337 m + 0:30 3:00 Gableralm
2337 m - 1866 m + 1:30 4:30 Halslhütte

Autor: Didi Hackl
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