Dolomiten

Rund um den Langkofel

2
Tourdaten:
Gesamtgehzeit:  5:20 h
640 Höhenmeter
16,2 Kilometer

Die Wanderung rund um die Langkofelgruppe begeistert mit mächtigen Felswänden, Bergspitzen, die hoch in den Himmel ragen, lieblichen Almwiesen und vielen Einkehrmöglichkeiten.

Charakter: Gut 16 km lange Wanderung, auf der etwa 640 Höhenmeter überwunden werden müssen. Die Rundtour verläuft auf meist guten Wegen, im Norden über einen Steig, der aber keine nennenswerten Schwierigkeiten aufweist.

Anfahrt: Die Brennerautobahn A22 an der Ausfahrt Val Gardena-Klausen-Gröden verlassen und weiter auf der SS242d und SS242 über Sankt Ulrich und Sankt Christina in Gröden zum Sellajoch fahren. Direkt am Sellajochhaus stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Mit dem Bus: Vom Bahnhof Waidbruck - Lajen gelangt man mit dem Bus 350 nach Wolkenstein. Dort geht es von der Haltestelle Plan mit der Linie 471 weiter Richtung Canazei zur Haltestelle Sella Joch Canazei di Fassa (zu den Fahrplänen).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
46.509204, 11.756251 (in Google Maps öffnen)

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Die Langkofelgruppe ist bekannt für ihre mächtigen, steil aufragenden Felswände. Die meisten der um die 3000 Meter hohen Gipfel bleiben für Wanderer unerreichbar. Nur der Plattkofel bildet hier eine Ausnahme. Dieser ist als Wanderung von Süden oder über den Oskar-Schuster-Klettersteig von Norden erschlossen. Weit besser ist es mit der Infrastruktur rund um das gewaltige Massiv bestellt. Auf gut ausgebauten Wanderwegen lässt sich das Massiv umrunden. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten versüßen die Tour, die zudem mit herrlichen Ausblicken auf die Sellagruppe, die Marmolata, die Rosengartengruppe und die Seiser Alm lockt.

Wegverlauf: Vom Parkplatz starten wir unsere Tour auf dem Weg 526 nach Norden. Die Comici-Hütte ist bereits mit 40 Minuten angeschrieben. Links von uns türmen sich die für uns nicht zu erreichenden Spitzen der Langkofelgruppe auf. In einem leichten auf und ab durchqueren wir die felsendurchsetzte Landschaft. Im Südosten glänzt der Gletscher der Marmolata in der Sonne, nach Osten genießen wir den Blick auf die senkrechten Wände der Sellagruppe. Hinter dem vor uns liegenden Piz Sella können wir im Norden nun auch die Geisler mit dem Sass Rigais erkennen. An der Emilio-Comici-Hütte sind wir heute nicht die Ersten. Zahlreiche Gäste haben es sich bereits auf den Wiesen vor dem Haus bequem gemacht. Der Hüttenwirt hat Matten zur Verfügung gestellt, auf denen man bequem sitzen und die Sonne und den herrlichen Ausblick auf die Sellagruppe genießen kann.

Hinter dem Refugio setzen wir unsere Tour nun Richtung Westen fort. Wir orientieren uns dabei an den Wegweisern zur Langkofelhütte und halten uns im Zweifel immer links (Weg 526A). Der Steig, der wenig später direkt unter den Felsen vorbeiführt, wird nun ein wenig anspruchsvoller, aber nie wirklich schwierig. Rechts im Tal sind die Häuser von Sankt Christina zu sehen. Nur gering sind bisher die Höhenunterschiede. Erst an einem Restschneefeld müssen wir wieder ein paar Meter aufsteigen. Der Weg führt uns nun durch Schotterfelder, bis wir schließlich eine Kreuzung erreichen. Wieder halten wir uns links und spazieren nun auf der Westseite des Langkofels auf die Langkofelscharte zu.

Viele Wanderer, die über die Rifugio Toni Demetz Hütte und die Langkofelscharte den Gebirgsstock durchschreiten, treffen hier auf unseren Weg. Die Langkofelhütte, die ein Stück über uns in der Scharte liegt, wird ebenfalls gern besucht. Von dort startet der Oskar-Schuster-Steig auf den Plattkofel, der mit seinen 2969 Metern die Südseite des Massivs markiert. Wir setzen auf dem Weg 527 nach Westen unsere Wanderung Richtung Murmeltierhütte und Plattkofelhütte fort. Die riesigen Schotterfelder werden zunehmend vom Grün der Vegetation durchsetzt. An einem Joch - mittlerweile durchwandern wir saftige Almwiesen - werden wir von zwei Haflingern begrüßt. Dahinter wird der Blick auf die Seiser Alm und die malerische Rosengarten Gruppe frei. 20 Minuten später haben wir die urige Murmeltierhütte erreicht, die wir für eine kleine Rast nutzen.

Gestärkt steigen wir wieder etwa 50 Höhenmeter zum Sentiero Giro del Sassolungo, also zu dem Wanderweg der die Langkofelgruppe umrundet, auf. Nur noch leicht an Höhe gewinnend spazieren wir weiter zur Plattkofelhütte, die deutlich größer als die Murmeltierhütte ist. Etwas 50 Personen können hier übernachten. Von hier beginnt der einfachste Weg auf den Plattkofel. Klettersteiggeher, die über den Oskar-Schuster-Steig den Gipfel besucht haben, nutzen diesen Weg für den Abstieg. Wir aber setzen auf dem ebenen Wanderweg unsere Tour fort. Ein Stück weiter im Osten passieren wir die Plattkofelalm, die ein wenig unterhalb des Weges liegt. Unschwer spazieren wir in gleichbleibender Höhe weiter zum Rifugio Sandro Pertini. Immer wieder genießen wir dabei den Blick nach Süden auf die Rosengarten - und Marmolata Gruppe.

Blickfang auf dieser Passage ist zweifelsfrei der weiße Gletscher der Marmolata, der rechts hinter dem Col Rodella in der Sonne glänzt. Der nach dem König Friedrich August benannte Weg führt uns zunächst noch moderat, später ein wenig steiler auf die ebenfalls nach dem Sachsenkönig benannte Friedrich-August-Hütte zu. Vorbei an einer riesigen hölzernen Kuh marschieren wir weiter zu einem kleinen Sattel. Die Sellagruppe mit dem Piz Boe vor Augen, geht es anschließend zurück zum Ausgangspunkt am Sellajochhaus.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
Einkehrmöglichkeiten:
  • Murmeltierhütte 2132 m, privat, +39 338 760 4693. Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
2175 m - 2154 m + 0:40 0:40 Emilio-Comici-Hütte
2154 m - 2132 m + 2:15 2:55 Murmeltierhütte
2132 m - 2249 m + 0:25 3:20 Plattkofelhütte
2249 m - 2300 m + 0:50 4:10 Rifugio Sandro Pertini
2300 m - 2298 m + 0:40 4:50 Friedrich August Hütte
2298 m - 2175 m + 0:30 5:20 Parkplatz Sellajochhaus

Autor: Tom Lindner
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27.04.19   [weiter]

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