Italien Dolomiten

Kesselkogel (3002 m)

Charakter B
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  4:00 Stunden
Abstieg Abstieg:  4:00 Stunden
Höhenmeter 1100 Höhenmeter
Strecke 17,0 Kilometer

Rifugio Ciampedie (2000 m) - Gardecciahütte (1953 m) - Vajolethütte (2243 m) - Grasleitenpass (2601 m) - Kesselkogel (3002 m) - Antermojapass (2769 m) - Grasleitenpass (2601 m) - Vajolethütte (2243 m) - Gardecciahütte (1949 m) - Rifugio Ciampedie (2000 m)

Charakter (Kesselkogel-Überschreitung): Mittelschwieriger Klettersteig (B) mit ausgesetzten und ungesicherten Passagen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig. Höchster Gipfel im Rosengarten.

Besondere Ausrüstung: Steinschlaghelm und Klettersteigausrüstung.

Anfahrt: Über die Autobahn München - Innsbruck - Brenner zur Ausfahrt Bozen Nord. Nach der Ausfahrt ins Eggental einbiegen (ausgeschildert), im Anschluss über Welschnofen und den Karerpass bis Vigo di Fassa und von dort weiter mit der Rosengarten-Seilbahn zum Rifugio Ciampedie fahren.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn von München über Innsbruck und Brenner nach Bozen (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof in Bozen weiter mit der Bus-Linie 180 nach Vigo di Fassa (zur Fahrplanauskunft).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
46.420652, 11.672329 (in Google Maps öffnen)

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Rosengartenspitze und Vajoletttürme Aufstieg: Von der Bergstation wandern wir am Rifugio Ciampedie vorbei, und schlagen den breiten Weg in Richtung Gardecciahütte ein. Schon zu Beginn unserer Tour rücken die Rosengartenspitze und die Vajoletttürme ins Blickfeld. Wir durchwandern einen lichten Nadelwald, und stehen nach einer knappen Stunde an der Gardecciahütte. Nach dem Refugio geht es zunächst flach an einigen Almhütten vorbei, bis der Weg mehr und mehr ansteilt. Nun erkennen wir auch die private Preusshütte, die über uns und fast schon spektakulär gelegen auf einem Felsabsatz thront. Nach einer weiteren Dreiviertelstunde erreichen wir die Vajolethütte, welche sich direkt neben der Preusshütte befindet.

Weiterweg zum Grasleitenpass Wir wandern an der Vajolethütte vorbei, und marschieren weiter Richtung Grasleitenpass (Passo Principe). Rechter Hand begleitet uns von nun der breite Klotz des Kesselkogels. In gemächlicher Steigung geht es bergauf, erst kurz vor Erreichen des Passes wird der Weg nocheinmal steiler. Direkt auf Passhöhe liegt an die Felswände gebaut das kleine Rifugio Passo Principe. Am Pass wenden wir uns nach rechts. Über Schutt und Geröll nähern wir uns nun den Wänden des Kesselkogels. Linkshaltend müssen wir zuerst an einem engen Durchschlupf einen Felsen umklettern (ausgesetzt). Sicherungen sucht man hier noch vergeblich. Wieder rechtshaltend durchsteigen wir in leichter Kletterei (I) einen Kamin.

Über eine Leiter abwärts, ... Wir erreichen ein schmales Band, und treffen nun auch auf die ersten Drahtseilsicherungen. Über eine Leiter geht es ein kurzes Stück bergab, bevor wir zuerst steil (B) und später flacher werdend (A/B) dem Band folgen. Nach dieser ersten Klettersteigeinlage endet das Drahtseil, und es geht im Gehgelände weiter. Im Anschluss folgen einige gesicherte Felsstufen (B und A/B), die uns zum großen Westwandband bringen, welches schon beim Zustieg deutlich zu sehen war. Wir folgen diesem nun eher gehend als kletternd, bis wir das Ende des Bands erreichen. Hier wenden wir uns nach rechts, und folgen den Sicherungen über Geröll und Schrofen (B und A/B) bis zum Gipfelgrat.

Ungesichert und luftig Am ausgesetzten Gipfelgrat geht es nun ohne Sicherungen weiter. Wir folgen dem luftigen Grat, indem wir einige Blöcke umklettern, und erreichen nach wenigen Minuten das Gipfelkreuz des Kesselkogels. Unser beinahe unverstellter Blick schweift nun über die Brenta-, Adamello- und Ortlergruppe, die Stubaier, sowie die Zillertaler Alpen. In näherer Dolomitennachbarschaft präsentieren sich die Rosengartenspitze und die Vajoletttürme, die Geisler- und Puezgruppe, der Langkofel, die Sellagruppe und die Marmolada, sowie im Hintergrund der Antelao und die Civetta. Eilig sollte man es bei der Besteigung nicht haben. Das Schauen und Gipfelbestimmen nimmt einiges an Zeit in Anspruch.

Kurz nach dem Pass Abstieg: Wir folgen dem Grat ein kurzes Stück in südlicher Richtung, und steigen nun auf der Ostseite des Kesselkogels in Richtung Antermojakar ab. Der Abstieg erfolgt zumeist über Schutt und größtenteils drahtseilversichert. Die Schwierigkeit des Aufstiegs wird allerdings nicht übertroffen (max. B, meist A/B). Wir steigen dabei nicht ganz in das Kar ab, sondern folgen nach einer finalen felsigen Passage in einem kurzen Gegenanstieg den Steigspuren zum Antermojapass. Vom Pass kehren wir zurück zum Rifugio Passo Principe. Ab hier gleicht der Abstieg dem Aufstiegsweg.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
  • Gardecciahütte (Rifugio Gardeccia) (1949 m), privat, Tel.: +39 0462 763152, geöffnet von Anfang Juni bis Anfang Oktober und von Weihnachten bis Ende März
  • Vajolethütte (Rifugio Vajolet) (2243 m), CAI S.A.T., Tel.: +39 0462 763292, geöffnet von Mitte Juni bis Ende September
  • Grasleitenpasshütte (Rifugio Passo Principe, 2601 m), privat, Tel.: +39 339 4327101, geöffnet von Ende Mai bis Ende Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
2000 m - 1953 m + 0:55 0:55 Gardecciahütte
1953 m - 2243 m + 0:45 1:40 Vajolethütte
2243 m - 2601 m + 0:50 2:30 Grasleitenpass
2601 m - 3002 m + 1:30 4:00 Kesselkogel
3002 m - 2770 m + 1:30 5:30 Antermojapass
2770 m - 2601 m + 0:20 5:50 Grasleitenpass
2601 m - 2243 m + 0:40 6:30 Vajolethütte
2243 m - 1953 m + 0:35 7:05 Gardecciahütte
1953 m - 2000 m + 0:55 8:00 Rifugio Ciampedie

Autor: Didi Hackl
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