Wanderparkplatz Spatenau (770 m) - Doaglalm (980 m) - Pölcherschneid (1380 m) - Feichteck (1514 m) - Pölcherschneid (1380 m) - Karkopf (1496 m) - Hochries (1569 m) - Seitenalm (1333 m) - Linderalm (990 m) - Wanderparkplatz Spatenau (770 m)
Am Karkopf anspruchsvolle (T3+), sonst mittelschwierige Bergwanderung (T2), die über breite Waldwege und kleine, teils steinige Pfade führt. Während des Aufstiegs zum Karkopf warten am Südwestgrat mehrere schrofige Steilstufen. Schlüsselstelle ist eine etwa 3 Meter hohe Wand, die im Schrofengelände überklettert werden muss. Hier ist neben Trittsicherheit auch Klettergeschick und Schwindelfreiheit notwendig. Vorsicht auch vor Steinschlag. Bei Nässe oder Vereisung ist von der Überschreitung abzuraten. Der Karkopf kann auch auf einem einfachen Weg auf seiner Nordseite umgangen werden.
Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Achenmühle. Nach der Abfahrt links Richtung Achenmühle und im Ort nach der Raiffeisenbank rechts Richtung Samerberg abbiegen. Der Straße in Kehren aufwärts folgen und nach dem Weiler Wiedholz links Richtung Grainbach halten. In Grainbach kurz nach dem Dorfcafé schräg rechts Richtung Spatenau, beim Weiler Hilgen nach einer Rechtskurve links abbiegen (Wegweiser „Wanderparkplätze“). Nach 1,3 Kilometern rechter Hand am Wanderparkplatz Spatenau das Auto abstellen (Parkgebühr 5 Euro, Stand 2026).
Der Wanderbus Samerberg fährt von Mitte Mai bis zum Ende der Herbstferien samstags, sonntags und an Feiertagen von Rosenheim zur Haltestelle Unterstuff, Parkplatz Spatenau (zur Fahrplanauskunft).
47.74995900, 12.21741300
Anzeige
3-Gipfel-Tour im Hochriesgebiet: Die im selben Kammverlauf liegenden Gipfel Feichteck, Karkopf und die Hochries lassen sich ideal in einem Aufwasch einsammeln. Der Großteil der Tour besitzt reinen Wandercharakter, nur während der Überschreitung des Karkopfs geht es anspruchsvoller zu. An seinem Südwestgrat warten mehrere Kraxeleien im Schrofengelände. Schlüsselstelle ist eine etwa drei Meter hohe, schrofige Wandstufe, die sich dem Gipfelaspiranten in den Weg stellt.
Wir empfehlen daher, die Überschreitung vom Feichteck her anzugehen. So meistert man die schwierigen Passagen im Aufstieg und kann im zahmen Gelände über einen Pfad Richtung Hochries absteigen. Auch für heiße Sommertage ist diese Gehrichtung ideal, da der Anstieg von der Doaglalm zum Feichteck größtenteils im schattigen Bergwald verläuft.
Der Karkopf ist vom 15. Dezember bis 30. April ein Wald-Wild-Schongebiet und darf zu dieser Zeit nicht betreten werden. Bitte in diesem Zeitraum ausgehend von der Pölcherschneid den Karkopf nordseitig umgehen.
Wir verlassen den Wanderparkplatz Spatenau (770 m) und überqueren die Straße. Auf der gegenüberliegenden Seite halten wir uns an der Übersichtstafel links (Wegweiser „Feichteck, Hochries“) und wandern über einen steinigen Waldweg in nordöstlicher Richtung bergauf. Nach einer Lichtung und einem Bachgraben treffen wir auf einen Fahrweg. Der Forststraße folgen wir kurz linkshaltend und schwenken gleich wieder nach rechts in einen Waldweg ein. Nach einer Rechtskurve wandern wir im Bergwald weiter aufwärts und kommen nach wenigen Minuten am Waldrand zu einem Übertritt und schließlich auch zurück zur Fahrstraße. Im Anschluss folgen wir der Fahrbahn in südlicher Richtung bergauf.
Den beschilderten Abzweig Richtung Moserboden und Mittelstation ignorieren wir ein wenig später und halten unsere Grundrichtung bei. Im folgenden Waldstück vollzieht der breite Weg eine Linkskurve. Sobald sich der Wald lichtet, treffen wir auf eine Verzweigung. Nun wenden wir uns nach rechts (Wegweiser „Feichteck“) und folgen dem geschotterten Weg zu einem Waldstück hinunter. Nach einem Bachgraben gabelt sich kurz vor der Doaglalm (980 m) der Weg. Hier wählen wir die rechte (obere) Route. Nach einem kurzen Anstieg kommen wir zu einem Übertritt. Nach dem Hindernis leitet uns der Weg an einem Marterl vorbei und am Rande des weitläufigen Wiesengeländes der Doaglalm südwestwärts.
Langsam nimmt die Steigung des Weges wieder zu und nach ein paar Kurven erreichen wir am Waldrand eine Schranke. Schließlich tauchen wir in den schattigen Bergwald ein und wandern in südöstlicher Richtung bergauf. Der breite Weg wird kurz darauf schmäler und zunehmend steiniger. Nach der dritten Kehre passieren wir eine Felswand und kommen in Sichtweite der Sachrinnstein-Jagdhütte zu einem Abzweig. Dort biegen wir scharf links in einen Waldpfad ein (Wegweiser „Abkürzung Feichteck/Hochries“) und gelangen nach einem Rechtsknick zu einer Forststraße. Nun halten wir unsere Grundrichtung bei und biegen erst nach einem Schilderbaum in den Forstweg zum Feichteck ein.
Im schattigen Wald leitet uns der breite Waldweg in weiteren Serpentinen bergauf. Nach einer scharfen Linkskehre und einem ausgedehnten Rechtsbogen erreichen wir eine Schneise, die den Blick zum Simssee freigibt. Nun ist es nicht mehr weit zur Pölcherschneid, die wir von der Schneise innerhalb weniger Minuten erreichen. Vom Wiesensattel schauen wir nun hinunter zu den Gebäuden der Pölcheralm. Nun wenden wir uns an der Pölcherschneid (1380 m) in Aufstiegsrichtung scharf nach rechts und halten uns nach wenigen Schritten an der Gabelung wiederum rechts. Wir durchschreiten ein Gatter und verlassen den Karrenweg nach einer guten Minute schräg rechtshaltend (rote Markierung am Baum).
Der Pfad führt uns wieder in den Bergwald hinein und über eine wurzelige Rampe gelangen wir zu einer Markierungsstange. An der Stange vollzieht unser Weg einen Linksknick. Über Stufen führt uns der nette Pfad durch mit Farnen bewachsene Hänge südwärts. Nach einigen Stufen lichtet sich der Wald und in Serpentinen erreichen wir den Gipfelaufbau. In einem steilen Finale erreichen wir schließlich in kurzen Kehren das große Holzkreuz am Feichteck (1514 m). Vom Gipfel blicken wir über das Trockenbachtal hinüber zum Spitzstein und zum Kaisergebirge. In nordöstlicher Richtung schauen wir über den Karkopf zur Hochries. Die beiden Berge werden nach unserer verdienten Gipfelrast unsere nächsten Ziele sein.
Vom Feichteck steigen wir auf dem Hinweg wieder zur Pölcherschneid (1380 m) hinunter. Dort halten wir nun unsere Grundrichtung bei und folgen dem Wiesenrücken auf den Karkopf zu. Am Waldrand stoßen wir auf ein Gatter und weichen nach rechts aus (Wegweiser „Karkopf“). Wer den Karkopf auslassen möchte, durchschreitet das Gatter und quert den Karkopf an seiner Nordseite. Für den Gipfelsturm wandern wir nun auf einem kleinen Pfad auf den schrofigen Südwestgrat zu. Nach einem Übertritt steigen wir über die Schrofen aufwärts und stoßen am oberen Ende auf einen deutlichen Pfad. Dieser leitet uns zum nächsten Grataufschwung.
Am schrofigen Grat und über eine steinige Gasse steigen wir weiter bergauf. Die Route bringt uns auf die linke Seite des Kammverlaufs. Vor einem Grataufschwung folgen wir einem Pfad zuerst in den Wald hinein und klettern dann über eine 3 Meter hohe schrofige Wand aufwärts. Nach der Klettereinlage lehnt sich das Gelände endgültig zurück und wir haben alle anspruchsvollen Passagen hinter uns gelassen. Über den breiten Wiesenrücken steuern wir auf eine Baumreihe zu. Nach einem Durchlass erblicken wir vor uns das kleine Metallkreuz, das den höchsten Punkt am Karkopf (1496 m) markiert. Durch die vielen Bäume im Gipfelbereich ist der Ausblick nach Norden und Westen hin eingeschränkt.
Der Weiterweg zur Hochries beginnt kurz vor dem Metallkreuz. Vom Feichteck kommend wendet man sich knapp vor dem Gipfelkreuz scharf nach links, schlüpft durch die Baumreihe und wandert mit Blick auf den Simssee nordwestwärts. Nach wenigen Metern vollzieht unser Weg eine Rechtskurve und wendet sich somit der Hochries zu. Wir steigen in den Wiesensattel hinunter, der den Karkopf von der Hochries trennt. Dort gehen wir an einem Schilderbaum geradeaus weiter, passieren eine Rastbank und ein Marterl. Nach dem Wegkreuz wandern wir zu einem Gatter hinauf und weichen nach dem Gatter vor einem Felsköpferl nach rechts aus. Ein steiniger Weg leitet uns im Anschluss zum Kammverlauf hinauf.
Am Kamm treffen wir nach einem kurzen Abstieg in einer Senke auf den Weg, der von der Seitenalm heraufkommt. Diesen werden wir später für den Abstieg benutzen. Am Wegweiser halten wir erst einmal unsere Grundrichtung bei und folgen dem Kammverlauf Richtung Hochries. Wir bleiben dabei stets ein wenig rechts des Bergrückens. Schließlich taucht über uns die Hochrieshütte auf. Ihr ist ein Stück vorgelagert das große Holzkreuz der Hochries (1569 m). Am Gipfel schweift nun der Blick über die Chiemgauer Alpen mit der Kampenwand und dem Geigelstein zum Kaisergebirge und zu den Bayerischen Voralpen. Am Horizont zeigen sich einige Spitzen der Hohen Tauern und der Zillertaler Alpen.
Wir verlassen die Hochries (1569 m) auf dem Aufstiegsweg und kehren zum Wegweiser zurück. Dort verlassen wir nun den Kammverlauf nach rechts und schlagen so die Route in Richtung Spatenau und Grainbach ein. Nach einer Rechtskurve verlassen wir den Wald und passieren eine Felswand. Nach der Wand leitet uns der Weg in Kehren hinab zu einem Querweg. Hier wenden wir uns nach rechts, passieren die Gebäude der Seitenalm und wandern in weiteren Serpentinen abwärts. Der Weg leitet uns schon bald nach der Alm in einen lichten Wald hinein. Sobald sich die Bäume wieder zurückziehen, treffen wir oberhalb der Wimmeralm auf eine Verzweigung.
Dort biegen wir am Schilderbaum scharf links ab Richtung Spatenau. Kurz darauf schlüpfen wir am Weidezaun durch ein Drehkreuz und setzen unseren Abstieg auf einem gestuften Weg fort. Nach den Stufen leitet uns der Weg in Kehren in ein Hochtal hinab. Dort passieren wir die Linderalm und lassen nach einem kleinen Waldstück einen Abzweig rechts liegen. Über sonnenverwöhntes Almgelände bringt uns der breite Weg schließlich wieder zurück zur Verzweigung auf Höhe der Doaglalm. Auf der uns bekannten Route kehren wir schließlich wieder zum Wanderparkplatz Spatenau (770 m) zurück.
Doaglalm (980 m), Tel. +49 (0)8032 82 19. Aktuelle Öffnungszeiten und Ruhetage siehe Homepage der Alm.
Hochrieshütte (1568 m), DAV Sektion Rosenheim, Tel. +49 (0)8032/8210. Beinahe ganzjährig geöffnet. Betriebsurlaub und aktuelle Öffnungszeiten siehe Homepage der Hütte.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 770 m | - 980 m | + 0:40 | 0:40 | Doaglalm | |
| 980 m | - 1380 m | + 1:15 | 1:55 | Pölcherschneid | |
| 1380 m | - 1514 m | + 0:20 | 2:15 | Feichteck | |
| 1514 m | - 1380 m | + 0:15 | 2:30 | Pölcherschneid | |
| 1380 m | - 1496 m | + 0:20 | 2:50 | Karkopf | |
| 1496 m | - 1569 m | + 0:40 | 3:30 | Hochries | |
| 1569 m | - 1333 m | + 0:35 | 4:05 | Seitenalm | |
| 1333 m | - 770 m | + 1:10 | 5:15 | Spatenau | |