Chiemgauer Alpen

Spitzstein (1596 m) als Skitour

2
Tourdaten:
Aufstieg:  2:45 Stunden
Abfahrt:  0:45 Stunden
830 Höhenmeter
7,4 Kilometer

Sachrang (772 m) - Steinmoosalm (1160 m) - Spitzstein (1596 m) - Spitzsteinhaus (1252 m) - Sachrang (772 m)

Charakter: Im Aufstieg einfache, in der Abfahrt mittelschwierige Skitour. Der Waldgürtel unterhalb des Gipfels sowie das Waldstück im unteren Teil der Tour verlangt den sicheren Skifahrer. Als Anfängerskitour ist der Spitzstein wegen seiner engen Waldpassagen weniger geeignet. Die Skitour ist nur bei hoher Schneelage genussvoll, ansonsten sehr ruppig. Vorallem die Waldpassage im Gipfelbereich sollte gut eingeschneit sein. Als Schneeschuhtour eignet sich das Gelände insgesamt gut. Der Einstieg in den Südhang ist steil, im Abstieg ist der Waldgürtel unterhalb des Gipfels an manchen Stellen unangenehm.

Lawinengefahr: Bei vernünftiger Spurwahl geringe Lawinengefahr. Der Südhang des Spitzsteins kann bei extremen Verhältnissen kritisch werden. Lawinenwarndienst beachten!

Exposition: Am Gipfelhang Süd.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Frasdorf. Nach der Ausfahrt links abbiegen und über Aschau im Chiemgau nach Sachrang fahren. Von der Hauptstraße schräg rechts nach Sachrang abbiegen. Über Innerwald und Grattenbach nach Sachrang fahren. Gleich am Ortsbeginn rechts nach Sachrang und im Anschlussgleich wieder rechts in die Kirchstraße einbiegen. Der Kirchstraße durch den Ort und ein Stück bergauf folgen. Am Ende der Fahrmöglichkeit befindet sich rechts vor der Prienbrücke ein kleiner Wanderparkplatz. Der Parkplatz direkt am Schweibernlift ist für Pistenskifahrer reserviert.

Mit Bus & Bahn: Mit dem Meridian von München Hauptbahnhof Richtung Salzburg nach Prien am Chiemsee. Von Prien mit der Regionalbahn nach Aschau im Chiemgau und von dort mit der RVO-Bus-Linie 9502 Richtung Sachrang zur Haltestelle „Sachrang Ort“ (Fahrplan und Buchung). Der Bus fährt nicht am Sonn- oder Feiertag. Von dort zu Fuß in 7 Minuten (500 Meter) zum Ausgangspunkt unweit des Schweibernlifts. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer nach Sachrang.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.688822, 12.25617 (in Google Maps öffnen)

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In den Chiemgauer Alpen zählt die kleine Skitour auf den Spitzstein zu den beliebtesten winterlichen Unternehmungen. Neben der fantastischen Aussicht vom Gipfel und dem großzügigen Südhang des Spitzsteins locken mit der Altkaseralm und dem Spitzsteinhaus zwei Einkehrmöglichkeiten, die auch zur kalten Jahreszeit ihre Pforten geöffnet halten. Einziger Wermutstropfen ist der Waldgürtel unterhalb des Gipfels, der aus der leichten Tour doch eine etwas anspruchsvollere Unternehmung macht. In der ruppigen Waldpassage sollte man in der Abfahrt sicher auf seinen Brettern stehen. Auch als Schneeschuhtour eignet sich die Begehung des Spitzsteins. Größeren Hangquerungen kann man aus dem Weg gehen, nur der Einstieg in den Südhang ist etwas steil.

Aufstieg: Vom Parkplatz am oberen Ende der Kirchstraße nahe des Schweibernlifts folgen wir dem Forstweg entlang der Prien in nordwestlicher Richtung (Wegweiser „Spitzstein“). Wir erreichen einen bewaldeten Graben und kommen nach wenigen Minuten zu einer Weggabelung. Hier ignorieren wir den beschilderten Weg nach rechts Richtung Spitzstein und bleiben linkshaltend am unteren Weg. Im Anschluss folgen wir weiter der Prien durch einen schmalen Graben und passieren einen steileren Hang. Über uns erkennen wir ein paar Häuser der Siedlung Mitterleiten. Wir bleiben weiter am Bachlauf und durchwandern einen weiteren schmalen Graben. Dort passieren wir eine kleine Holzbrücke. Kurz darauf treten wir aus dem Graben hinaus und wir steigen in Kehren über den großzügigen und freien Hang zu unserer Rechten hinauf.

Nach einem kurzen steileren Anstieg erreichen wir den Rücken westlich der Siedlung Mitterleiten. Dort treffen wir auch auf den Sommerweg, der über Mitterleiten zum Spitzstein hinauf führt. Wir wenden uns nach links, passieren einen Holzzaun an einem Durchschlupf und queren einen Hang. Nach einer sanften Rechtskurve folgen wir dem ansteigenden Sommerweg in nordwestlicher Richtung zu einem Waldstück hinauf. Durch lichten Wald gelangen wir zu einem weiteren Durchlass am Weidezaun und wenden uns danach nach rechts. Kurz darauf vollzieht unser Weg einen Linksknick. Sobald wir einen Bachgraben erreichen, wendet sich der mit roten Punkten markierte Waldweg nach rechts (Norden) und leitet uns durch den Bergwald bergauf. Zu guter Letzt verlassen wir in einem Linksbogen den schattigen Wald und wir erreichen freies Gelände.

Nun wenden wir uns nach rechts und folgen der großzügigen Schneise parallel zum Waldrand in nordöstlicher Richtung hinauf zur Steinmoosalm. Am Almgebäude gehen wir rechts vorbei und wenden uns im Anschluss leicht nach rechts. So folgen wir dem rechten Rand des Hanges weiter in nordöstlicher Richtung aufwärts. Linker Hand erkennen wir das Spitzsteinhaus, dem wir erst in der Abfahrt bzw. im Abstieg einen Besuch abstatten werden. Links von uns werden wir von einem Waldstück begleitet. Sobald sich das Gelände zurücklehnt, ziehen wir nach links auf die Bäume zu und durchqueren in einem kurzen steileren Anstieg das Wäldchen. Im Anschluss halten wir unsere Grundrichtung bei und in nördlicher Richtung auf einen Wegweiser zu. Am Wegweiser wenden wir uns nach rechts und queren kurz den steileren Südhang in nordöstlicher Richtung.

Schneeschuhgänger gehen den Südhang in der Nähe des Wegweisers möglichst direkt an, um Hangquerungen zu vermeiden. Nach einer kurzen Querung wenden wir uns in einer Kehre nach links (Nordwesten), um uns später, sobald sich das Gelände zurücklehnt, in einem Rechtsbogen dem Spitzstein-Südhang zuzuwenden. In nördlicher Richtung steigen wir vorbei an kleineren Baumgruppen in nördlicher Richtung über den Hang bergauf. Auf einer Höhe von 1450 Metern ziehen wir nach rechts (Nordosten) und erreichen ein Waldstück. Wir wandern durch eine Schneise und wenden uns nach kurzer Zeit nach links. Unweit der Abbruchkante bleibend (Vorsicht!) steigen wir durch den Wald in nordwestlicher Richtung bergauf. Schließlich meistern wir einen letzten steilen Aufschwung, queren in die Gipfelflanke hinein und erreichen den höchsten Punkt des Spitzsteins mit seinem schönen Kreuz und seiner kleinen Kapelle.

Abfahrt/Abstieg: Mit Schneeschuhen steigt man am besten entlang der Aufstiegsroute wieder ab. Mit Skiern fährt man von der Gipfelkapelle direkt in südlicher Richtung durch eine Schneise bergab. Nach der ersten steilen Abfahrt quert man nach links. Nun fährt man zwischen den Bäumen hindurch entweder zur Aufstiegsspur zurück oder verlässt rechtshaltend an geeigneter Stelle den Waldgürtel. Über den Südhang geht es nun hinab zur Altkaseralm und weiter zum Spitzsteinhaus. Vom Spitzsteinhaus fahren wir hinunter zu einem bereits sichtbaren Wegweiser und geradeaus weiter Richtung Sachrang. Im Anschluss vollziehen wir allerdings einen sanften Rechtsbogen und fahren in einigem Abstand rechts an der Steinmoosalm und kurz darauf links an der Goglalm vorbei. Dabei bleiben wir rechts von einem Waldgürtel, passieren ein paar Bäume und erreichen in einem großzügigen Linksbogen zuerst die Stoanaalm und später weiter linkshaltend ein Gehöft. Wir fahren links am Hof vorbei und kommen zu einer Lichtung. Dort halten wir uns links, schlüpfen in den Wald hinein und fahren in einen Graben hinunter. Wir durchqueren den Graben und erreichen westlich von Mitterleiten wieder den Aufstiegsweg, dem wir zurück zum Parkplatz folgen.

Einkehrmöglichkeit:

Altkaseralm (1279 m), Tel. +43 (0)676/8432 64465, ganzjährig geöffnet. Montag ist Ruhetag (außer an Feiertagen). Bei schlechtem Wetter eventuell geschlossen.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Spitzsteinhaus (1252 m), DAV Sektion Spitzstein, Tel.: +43 (0)5373/8330, ganzjährig geöffnet. Betriebsferien vom 04.12. bis 25.12.2017 und vom 04.04. bis 26.04.2018.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
772 m - 1160 m + 1:15 1:15 Steinmoosalm
1160 m - 1596 m + 1:30 2:45 Spitzstein
1596 m - 1252 m + 0:20 3:05 Spitzsteinhaus
1252 m - 772 m + 0:25 3:30 Sachrang

Autor: Didi Hackl
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