Chiemgauer Alpen

Geigelstein (1808 m)

Geigelstein
Aufstieg 3:15 h Abstieg 2:30 h
1
1115 Höhenmeter
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Karte GPS-Track

Huben (716 m) - Jägersteig - Schreckalm (1403 m) - Sulzingalm (1494 m) - Geigelstein (1808 m)

Charakter: Technisch einfache aber längere Bergwanderung, die über Forstwege und kleine Wald- und Wiesenpfade führt. Die Waldpfade am Jägersteig sind teilweise recht holprig und bei Nässe unangenehm.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Frasdorf. Nach der Ausfahrt links Richtung Aschau abbiegen und im Ort Aschau nach der Brücke, die über die Prien führt, rechts Richtung Sachrang halten. Nach Aschau der Straße entlang der Prien vorbei an den Siedlungen Außerwald und Hainach nach Innerwald folgen. Auf Höhe Innerwald den Wanderparkplatz auf der rechten Seite ignorieren und bei der nächsten Gelegenheit links abbiegen, die Prien überqueren und am kleinen Wanderparkplatz am Waldrand das Auto abstellen. Ist dieser belegt, stellt man am erst genannten Wanderparkplatz Höhe Innerwald das Auto ab.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn nach Aschau im Chiemgau und von dort mit der RVO-Bus-Linie 9502 Richtung Sachrang/Wildbichl zur Haltestelle "Geigelstein Aufstieg" (zum Fahrplan, der Bus fährt nicht am Sonn- oder Feiertag).

Karte: Kompasskarte 10 - Chiemsee, Chiemgauer Alpen (1:50 000)

Der Geigelstein ist der höchste Berg in den westlichen Chiemgauer Alpen und der vielleicht schönste Aussichtsgipfel im Chiemgau. Am häufigsten wird der Geigelstein aus dem Priental bestiegen. Die landschaftlich schönste und abwechslungsreichste Variante ist der Anstieg von Huben nördlich von Sachrang. Der Weg führt von dort über kleine Waldpfade und schönes aussichtsreiches Almgelände Richtung Gipfel. Die Priener Hütte wird bei dieser Variante zwar nicht direkt passiert, liegt aber unweit des Anstiegsweges und kann in einem kleinen Abstecher erreicht werden. Nicht zu Unrecht trägt der Geigelstein auch den Namen Blumenberg. Im Frühjahr säumen wahre Teppiche an Bergblumen seine grasigen Hänge.

Aufstieg: Vom Parkplatz Huben spazieren wir zum Waldrand, überqueren bei einem Wasserfall einen Bachlauf und folgen dem Forstweg in südlicher Richtung bergauf. Nach einer guten Viertelstunde treffen wir bei einer Holzhütte auf die breite Forststraße, die von Sachrang herauf führt. Nun wenden wir uns nach links, folgen dem Forstweg ein paar Schritte und biegen bei der nächsten Möglichkeit nach schräg links in einen kleinen Waldpfad ein (Wegweiser "Geigelstein über Schreckalm"). Nun wandern wir durch lichten Wald bergauf und treffen nach weiteren gut fünf Minuten wiederum auf einen Forstweg. Jetzt halten wir uns links und spazieren über den breiten Weg innerhalb von zwei Minuten zu einer weiteren Verzweigung.

Hier biegen wir scharf rechts ab (Wegweiser "Geigelstein/Priener Hütte") und folgen dem zu Beginn noch breiteren Weg bergauf. Nach kurzer Zeit geht der Weg in einen schmalen und holprigen Waldpfad über. Wir wandern über den ruppigen Pfad bergauf und gelangen nach weiteren gut fünf Minuten zu einem nächsten Forstweg. Diesen überqueren wir und folgen im Anschluss wieder dem steinigen Waldweg. Kurz darauf überqueren wir einen kleinen Bachlauf und passieren in einer längeren Querung einen dicht bewaldeten Hang. Nach gut 20 Minuten erreichen wir wieder eine Forststraße. Auch diese überqueren wir (Wegweiser "Jägersteig") und folgen dem Pfad weiter durch lichten Wald. Nur drei Minuten später mündet der Jägersteig endgültig in den breiten Fahrweg.

Nun wenden wir uns nach rechts und gelangen nach fünf Minuten zu einem Wendeplatz. Hier biegen wir wiederum rechts ab und spazieren vorbei an einer Sitzbank zu einer großen Lichtung. Auch hier halten wir uns rechts und wandern in östlicher Richtung über die schöne Lichtung. Nach der Lichtung schwenkt der Pfad nach links (Nordosten) und quert in moderater Steigung einen grasigen Hang. Nun können wir auch erste schöne Ausblicke zum Kaisergebirge und zu den Bayerischen Voralpen genießen. Nach einer Gehzeit von knapp zwei Stunden erreichen wir die Schreckalm. Wir gehen links am Almgebäude vorbei und folgen einem Karrenweg wenige Schritte zu einer beschilderten Verzweigung.

An der Verzweigung biegen wir scharf links ab (Wegweiser "Geigelstein über Sulzing, Oberkaser") und wandern über einen Wiesenpfad auf eine Holzhütte zu. Kurz vor der Holzhütte wenden wir uns nach rechts und folgen einem markierten Wiesenweg in östlicher Richtung bergauf. Schon bald taucht nun vor uns der Geigelstein auf. Links neben dem Geigelstein zeigt sich der Rossalpenkopf. Der Sattel zwischen Rossalpenkopf und Geigelstein wird unser Ziel sein. Doch zuvor wandern wir nach einer Linkskurve leicht bergab und in einem großzügigen Rechtsbogen hinunter zur Sulzingalm. Wir lassen das Almgebäude rechts liegen und folgen dem Forstweg hinunter zu einer großen Kreuzung. An dieser Kreuzung würde man leicht rechtshaltend innerhalb von 15 Minuten die Priener Hütte erreichen.

Für den direkten Anstieg zum Geigelstein wählen wir den linken (oberen) Weg (Wegweiser "Geigelstein, Rossalm") und folgen dem Forstweg weiter zur Oberkaseralm. Auf der Höhe der Oberkaseralm beginnt linker Hand der Steig zum Geigelstein-Gipfel. Über einen kleinen Pfad wandern wir linkshaltend in einen grasigen Kessel hinein und queren in einem langgezogenen Rechtsbogen zum Sattel zwischen Rossalpenkopf und Geigelstein hinauf. Kurz unterhalb des Sattels treffen wir auf den alten Anstiegsweg, der früher von der Priener Hütte heraufgeführt hat. Dieser darf wegen Erosionsschäden nicht mehr begangen werden! Hier wendet sich unser Weg nochmal nach links und leitet uns schließlich zum Sattel hinauf (25 Minuten ab der Oberkaseralm).

Am Sattel wenden wir uns nach rechts und spazieren auf den Gipfelaufbau des Geigelsteins zu. Einige Latschen passieren wir an deren linker Seite und queren im Anschluss vom Kammverlauf rechtshaltend in die Gipfelflanke hinein. Durch eine Latschengasse steigen wir über einen steinigen Pfad schließlich zum Geigelstein-Gipfel mit seinem großen Kreuz und seiner Miniaturkapelle hinauf. Am Gipfel schweift nun der unglaublich weitreichende Blick über die Chiemgauer Alpen, die Reiter Alm und die Loferer Steinberge zu den Hohen Tauern. In südlicher Richtung zeigt sich das Kaisergebirge in seiner vollen Pracht. Über dem Inntal erheben sich die Tuxer und Zillertaler Alpen und in südöstlicher Richtung blicken wir über die Bayerischen Voralpen bis zum Karwendel.

Abstieg: Wie Aufstieg. Wer noch auf der Priener Hütte einkehren möchte, der wandert über den Aufstiegsweg hinunter zum Abzweig kurz nach der Oberkaseralm. Dort biegt man scharf links ab und gelangt innerhalb von zehn Minuten vorbei an der Bergwachthütte zur Priener Hütte. Für den Rückweg geht man entweder in einem kleinen Gegenanstieg über den gleichen Weg zurück zum Abzweig. Alternativ folgt man von der Priener Hütte dem breiten Fahrweg Richtung Sachrang und verlässt den Weg später Richtung Schreckalm. Nach einem kleinen Gegenanstieg erreicht man an der Schreckalm wieder den Aufstiegsweg.

Alternativer Anstiegsweg zum Geigelstein: Von Hainbach durch den Klausgraben, über den Weitlahnerkopf und die Rossalm (zur Tourbeschreibung).

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Priener Hütte (1410 m), DAV Sektion Prien, Tel.: +49 (0)8057/428, ganzjährig geöffnet.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
716 m - 1403 m + 2:00 2:00 Schreckalm
1403 m - 1494 m + 0:20 2:20 Sulzingalm
1494 m - 1808 m + 0:55 3:15 Geigelstein
1808 m - 1403 m + 0:45 4:00 Schreckalm
1403 m - 716 m + 1:45 5:45 Huben

Autor: Didi Hackl
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