Chiemgauer Alpen

Spitzstein (1596 m)

Spitzstein
Aufstieg 2:30 h Abstieg 1:45 h
2
860 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (51) Gipfelbuch (6)
Karte GPS-Track

Sachrang (772 m) - Spitzsteinhaus (1252 m) - Altkaseralm (1279 m) - Spitzstein (1596 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung. Beim Anstieg von Sachrang über das Spitzsteinhaus zum Gipfelaufbau des Spitzsteins handelt es sich um eine leichte Wanderung, die hauptsächlich über kleine Wald- und Wiesenpfade führt. Kurz vor dem Waldgürtel unterhalb des Gipfelaubaus wartet eine schrofige Rampe und im Wald selbst einige steinige und holprige Wegabschnitte mit kleinen felsigen Steilstufen. Für den Gipfelanstieg ist Trittsicherheit angenehm.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Frasdorf. Nach der Ausfahrt links abbiegen und über Aschau im Chiemgau nach Sachrang fahren. Von der Hauptstraße schräg rechts nach Sachrang und im Anschluss wieder rechts in die Kirchstraße einbiegen. Am Ende der öffentlichen Fahrmöglichkeit befindet rechts vor der Prienbrücke und vor dem Schweibernlift ein kleiner Wanderparkplatz. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es im Ortskern entlang der Dorfstraße.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn nach Aschau im Chiemgau und von dort mit der RVO-Bus-Linie 9502 Richtung Sachrang zur Haltestelle „Sachrang Ort“ (Fahrplan und Buchung). Der Bus fährt nicht am Sonn- oder Feiertag. Von dort zu Fuß in 7 Minuten (500 Meter) zum Ausgangspunkt unweit des Schweibernlifts. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 23 Euro + 5 Euro je Mitfahrer nach Sachrang.

Karte: Kompasskarte 10 - Chiemsee, Chiemgauer Alpen (1:50 000)

Der Spitzstein gehört zu den beliebtesten Zielen und zu den schönsten Aussichtsbergen in den westlichen Chiemgauer Alpen. Seine leichte Erreichbarkeit, der unverstellte und weitreichende Ausblick sowie gleich zwei Einkehrmöglichkeiten sorgen dafür, dass man dort nur selten echte Bergeinsamkeit vorfindet. Der Spitzstein erhält sowohl aus dem Priental von Sachrang und Innerwald als auch von Erlerberg Besuch. Die Anstiege von Erlerberg sind kürzer und daher auch etwas beliebter als der etwas längere Zustieg von Sachrang. Nachfolgend beschreiben wir die Anstiegsvariante von Sachrang, die uns über kleine Pfade und den Weiler Mitterleiten hinauf zur Steinmoosalm bringt. Kurz oberhalb der Steinmoosalm treffen wir auf den Anstiegsweg, der von Erlerberg herauf führt. Über das Spitzsteinhaus und die Altkaseralm erreichen wir über zum Schluss hin teils schrofige Wege den Spitzstein-Gipfel mit seiner kleinen Kapelle. Dort genießen wir den fantastischen Ausblick, der zu den Bergen der Reiter Alm, zu den Loferer Steinbergen, zum Kaisergebirge sowie zu den Hohen Tauern, zu den Zillertaler Alpen und zum Karwendel reicht.

Aufstieg: Wir verlassen den Wanderparkplatz (772 m) unweit des Schweibernlifts und folgen dem breiten und flachen Weg, der parallel zur Prien verläuft, nordwestwärts (Wegweiser „Spitzsteinhaus über Mitterleiten“). Nach nicht einmal zwei Minuten treffen wir auf eine Weggabelung über wir wählen den rechten (oberen) Weg (Wegweiser „Spitzstein“). Durch dichten Bergwald wandern wir nun steil bergauf und verlassen nach wenigen Minuten das Waldstück. Einem Karrenweg folgend steigen wir über Wiesengelände weiter aufwärts und steuern nach einem Rechtsbogen auf den Weiler Mitterleiten zu. Nach der Rechtskurve ignorieren wir den kleinen Pfad, der linker Hand vom Karrenweg abzweigt und direkt auf Mitterleiten zu führt.

Wir bleiben am breiten Karrenweg und erreichen kurz darauf eine Teerstraße. Nun biegen wir links ab und folgen der Teerstraße nach Mitterleiten. In Mitterleiten gehen wir gleich nach einem Hof nach links und biegen dann schräg rechts in einen breiten Weg ein. Über diesen wandern wir einem Holzzaun folgend bergab und verlieren dabei gut 20 Höhenmeter. Nach einem Linksknick gelangen wir zu einer Weggabelung, wählen den rechten Weg (Wegweiser „Spitzsteinhaus, Spitzstein“) und folgen nach einem Übertritt einem Pfad entlang eines Weidezauns westwärts. Schließlich verlassen wir den Weidezaun und der nun breite Karrenweg führt uns über Wiesengelände in nordwestlicher Richtung zu einem Waldstück hinauf.

Nun tauchen wir wieder in dichten Bergwald ein und gewinnen über einen steinigen Waldweg weiter an Höhenmetern hinzu. Der Waldweg wendet sich zu guter Letzt Richtung Norden und leitet uns nach einer Viertelstunde aus dem Wald hinaus. Nun ignorieren wir den Abzweig zur Stoanaalm, halten uns leicht rechts und folgen dem grasigen Hang stets am Waldrand bleibend bergauf. Gut zehn Minuten später passieren wir die Steinmoosalm an ihrer rechten Seite und gelangen wenige Minuten darauf zu einem Karrenweg, den wir überqueren. Danach steuern wir auf das bereits sichtbare Spitzsteinhaus und steigen zu guter Letzt in mehreren Kehren zum Schutzhaus des Deutschen Alpenvereins (1252 m) hinauf (1 ½ Stunden ab Sachrang).

Wir gehen rechts an der Terrasse des Spitzsteinhauses vorbei und wandern über einen steilen Pfad innerhalb von zwei Minuten hinauf zur Altkaseralm (1279 m). Dort spazieren wir rechtshaltend an der Alm vorbei und steuern über einen ausgewaschenen Pfad und einen schwach ausgeprägten Rücken auf den Gipfelhang des Spitzsteins zu. Nun steigen wir in einigen Kehren die Gipfelflanke hinauf (rote Punkte als Markierungen) und kommen an einem Weidezaun zu einer schrofigen Rampe. Wir folgen den roten Punkten über die abgespeckten Felsen hinweg. Sobald wir die Schrofen hinter uns gelassen haben, queren wir in nordwestlicher Richtung in die Gipfelflanke hinein. Nach dem kurzen Quergang vollzieht unser Weg einen Rechtsknick und wir passieren später den Durchlass eines Weidezauns.

Wenig später leitet uns der Pfad in einem Linksbogen zum Waldgürtel am Gipfelaufbau empor. Der nun schrofige und holprige Weg schlängelt sich im Anschluss steil durch den Bergwald empor und führt uns zu guter Letzt über eine Latschengasse zum hölzernen Gipfelkreuz und zur kleinen Gipfelkapelle am Spitzstein (1596 m) hinauf (1 Stunde ab Spitzsteinhaus). In nördlicher Richtung blicken zur Chiemgauer Nachbarschaft mit der Hochries und der Kampenwand und in westlicher Richtung über den Wendelstein zu den Bayerischen Voralpen. Im Südosten erkennen wir einige Gipfel der Reiter Alm sowie die Loferer Steinberge und die Hohen Tauern. Weiter im Süden erhebt sich das Kaisergebirge und über das Inntal werfen wir einen scheinbar grenzenlosen Blick über die Tuxer zu den Zillertaler Alpen.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Spitzsteinhaus (1252 m), DAV Sektion Spitzstein, Tel.: +43 (0)5373/8330, ganzjährig geöffnet. Am 24. und 25. Dezember ist die Hütte geschlossen.

Einkehrmöglichkeit:
Altkaseralm (1279 m), privat, +43 (0)676/8432 64465, ganzjährig geöffnet. Montag ist Ruhetag.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
772 m - 1252 m + 1:30 1:30 Spitzsteinhaus
1252 m - 1596 m + 1:00 2:30 Spitzstein
1596 m - 1252 m + 0:40 3:10 Spitzsteinhaus
1252 m - 772 m + 1:05 4:15 Sachrang

Autor: Didi Hackl
zu den Bildern