Chiemgauer Alpen

Kampenwand (1669 m)

Kampenwand
Aufstieg 2:45 h Abstieg 2:00 h
3
1049 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (21) Gipfelbuch (25)
Karte GPS-Track

Parkplatz Aschau/Kohlstatt (650 m) – Steinlingalm (1473 m) - Kampenwand (1669 m)

Charakter: Bis zur Steinlingalm leichte Bergwanderung. Von dort geht es steiler Richtung Gipfel. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel erfordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da es zu leichteren Kraxeleien kommt.

Anfahrt: Von München auf der A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Frasdorf, dort weiter nach Aschau. In Aschau links in die Aufhamerstraße abbiegen. Dann weiter Richtung Meisalm/Kohlstatt halten, bis der Parkplatz erreicht ist.

Mit der Bahn: Mit der Bahn von Prien am Chiemsee nach Aschau (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof zu Fuß in 20 Minuten (1,2 km) über die Aufhamer Straße und den Kohlstattweg zum Ausgangspunkt. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer nach Aschau.

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Kompasskarte 10 - Chiemsee, Chiemgauer Alpen (1:50 000)

Aufstieg: Vom Parkplatz führt uns zunächst eine breite Forststraße (E4/23) in einer knappen halben Stunde zur Maisalm in 980 Metern Höhe. Wer noch nicht gefrühstückt hat, kann dies in den Sommermonaten hier tun.

Wir folgen der Straße (E4/38) weiter, bis uns ein Schild den Weg zur Steinlingalm und der Kampenwand zeigt. Wenig später erreichen wir ein weiteres Schild Richtung Kampenwand. Bald wird der Weg zu einem schmalen Pfad. Es geht vorbei an einem kleinen Marienaltar, und kurz darauf zeigt uns ein weiterer Wegweiser den richtigen Weg.

Langsam lichtet sich der Wald und der Pfad führt allmählich auf den Sattel zwischen Gedererwand und Sulten. Hier kommt im Osten die Hochplatte zum Vorschein. Während wir weiter den Sulten umrunden lässt sich erstmals der Gipfel der Kampenwand erblicken. Nicht mehr weit, und die Steinlingalm ist erreicht.

Wie alle nutzen auch wir hier die Gelegenheit, sich auf den kleineren Felsen rings um die Hütte in Extremsituationen fotografieren zu lassen.

Hinterhalb der Hütte führt nun ein steilerer Pfad auf die felsige Gipfelregion zu. Dabei zeichnet sich im Norden immer deutlicher das bayerische Meer und der Simssee ab. Je näher man sich dem Gipfel nähert, um so öfter kommt man nicht drum rum auch seine Hände bei den einfachen Klettereien zu benutzen.

Auf den letzten Höhenmeter fühlt man sich wie in einem Canyon, da rechts und links meterhohe Felsen jede Sicht in die Täler versperren. Dies ist jedoch nicht von langer Dauer. Nach dem man den letzten Felsen mit Hilfe eines Drahtseils umrundet, trennt den Bergsteiger nur noch eine kleine Brücke vom riesigen Gipfelkreuz, welches die Gefallenen des Chiemgaus ehrt.

Wir genießen kurz die hervorragende Aussicht auf dem überfüllten Gipfel und ziehen uns dann wenige Höhenmeter zurück, um in etwas ruhigeren Gefilden unsere Gipfelhalbe zu genießen.

Abstieg: Der zweistündige Rückweg auf gleichem Wege kann nach Belieben durch einen Aufenthalt auf der Steinlingalm verlängert werden.

Einkehrmöglichkeiten:
  • Maisalm (980 m), privat, Tel.: 08052 / 2927, geöffnet von April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag und von Dezember bis März am Wochenende.
  • Steinlingalm (1473 m), privat, Tel.: 08052 / 2962, geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober, Montags Ruhetag (außer Feiertags), Donnerstags Abendbetrieb. Vom 26. Dezember bis 6. Januar durchgehend geöffnet, danach bis Ende März Donnerstag bis Sonntag geöffnet (Donnerstags Abendbetrieb).

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
650 m - 1473 m + 2:15 2:15 Steinlingalm
1473 m - 1669 m + 0:30 2:45 Kampenwand Ostgipfel
1669 m - 650 m + 2:00 4:45 Parkplatz Aschau/Kohlstatt

Autor: Tom Lindner
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