Deutschland Chiemgauer Alpen

Kampenwand (1664 m) von Hintergschwendt-Aigen

Charakter 3

Tourdaten:

Aufstieg Aufstieg:  2:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:15 Stunden
Höhenmeter 825 Höhenmeter
Strecke 11,2 Kilometer

Beliebte Bergtour von Hintergschwendt-Aigen zum Ostgipfel der Kampenwand

  • Ohne Aufstiegshilfen beginnt der schnellste Zustieg zur Kampenwand am Parkplatz Hintergschwendt-Aigen
  • Höhepunkt sind die eindrucksvollen und von hohen Felswänden eingerahmten Kaisersäle
  • Mit Abstieg über die Schlechtenbergalm warten gleich drei Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand
Tourenbericht von Didi Hackl
Datum der Tour:  14.09.2021

Wegverlauf:

Parkplatz Aigen (845 m) - Sultensattel (1402 m) - Steinlingalm (1467 m) - Kampenwand-Ostgipfel (1664 m) - Steinlingalm (1467 m) - Sultensattel (1402 m) - Schlechtenbergalm (1260 m) - Parkplatz Aigen (845 m)

Charakter:

Insgesamt anspruchsvolle Bergwanderung. Der Anstieg von Aigen zum Fuße der Kampenwand erfolgt über breite Forstwege, kleine Wald- und Wiesenpfade sowie oberhalb der Steinlingalm über einen schrofigen Steig. Nach dem Bildstock „Bei unserer Lieben Frau“ ist der Wegabschnitt kurzzeitig felsig und quert einen abschüssigen Hang. Am Gipfel der Kampenwand gilt es eine schrofige Rampe, felsige Stufen sowie einen ausgesetzten drahtseilgesicherten Quergang am abgespeckten Fels zu meistern. Für die Besteigung der Kampenwand sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.

Anfahrt:

Über die Autobahn München - Salzburg zur Ausfahrt Frasdorf. Nach der Ausfahrt links abbiegen über die Staatsstraße 2093 nach Aschau im Chiemgau fahren. In Aschau am Kreisverkehr beim Edeka links Richtung Prien und Bernau orientieren. Nach weiteren 2,7 Kilometern rechts zur Seiseralm abbiegen (ausgeschildert) und der schmalen Straße für 3,5 Kilometer an der Seiseralm vorbei zur Verzweigung Höhe Hintergschwendt folgen. Dort links halten und weiter zum großen Wanderparkplatz Aigen fahren (5 Euro Parkgebühr, Stand 2021).

Mit Bus & Bahn:

Der Ausgangspunkt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht zu erreichen. Bei Anreise mit der Bahn eigenet sich der Aufstieg von Aschau besser.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:

47.780239, 12.360998 (in Google Maps öffnen)

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Tourenbeschreibung:

Ein berühmtes Sprichwort besagt, dass der eigene Bauchumfang Schuld daran hätte, weshalb der Gipfel der Kampenwand unerreichbar wäre. Doch ganz so hoch, wie in diesem Einzeiler beschrieben, hängt die Latte für die körperlichen Voraussetzungen einer Kampenwand-Besteigungen nicht. Selbst ohne Aufstiegshilfen hat man vom Parkplatz Aigen-Hintergschwendt überschaubare 825 Höhenmeter bis zum Gipfelglück vor sich. Ein unüberwindbares Hindernis sollte diese Höhendifferenz grundsätzlich nicht darstellen. Auch der Zustiegsweg zur Steinlingalm oder die möglichen Polster an den eigenen Hüften können nicht als solche bezeichnet werden. Etwas mehr gefordert wird der Kampenwand-Aspirant am Gipfelaufbau selbst. Dort wird man von kleinen Klettereien erwartet, deren Schwierigkeiten hauptsächlich durch den abgespeckten Fels und durch den zur Hauptsaison reichlich vorhandenen Gegenverkehr erhöht werden. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind somit für eine Kampenwand-Besteigung unbedingt notwendig. Höhepunkt des Gipfelsturms ist das Durchschreiten der von hohen Felsmauern umgebenen Kaisersäle. Ist der Ostgipfel mit dem weithin sichtbaren Chiemgaukreuz erreicht, lässt sich ein wunderbarer Blick auf den Chiemsee und über die Chiemgauer Alpen zu den Berchtesgadener Alpen und zum Kaisergebirge genießen.

Aufstieg zur Kampenwand:

Wir folgen dem Forstweg in Kehren bergaufVom oberen der beiden Wanderparkplätze bei Hintergschwendt-Aigen (845 m) schlagen wir den breiten Fahrweg in Richtung Kampenwand und Maisalm ein. Wir wandern in südwestlicher Richtung bergauf und verlassen nach wenigen Minuten am Ende der öffentlichen Fahrmöglichkeit den Forstweg linkshaltend über einen kleinen Pfad. Der Waldpfad leitet uns zu Beginn parallel zum Fahrweg und später entlang eines Bachgrabens bergauf. Der zum Ende hin steinige und wurzelige Pfad mündet zu guter Letzt in einen Querweg. Nun wenden wir uns nach links und folgen dem Forstweg in einem Rechtsbogen bergauf. Nach der Kurve kommen wir zu einer Gabelung und wir schlagen den rechten, schmäleren Weg ein. Dieser bringt uns abermals zu einem Querweg, in den wir rechtshaltend einbiegen. Im Anschluss wandern wir in südwestlicher Richtung bergauf, bis sich der Forstweg verzweigt.

...zum Bildstock „Bei unserer Lieben Frau“An diesem Abzweig halten wir uns links und folgen weiterhin dem Forstweg, bis wir zu einer nächsten Verzweigung kommen, an der sich eine Sitzbank befindet. An dieser Stelle biegen wir rechts ab und stoßen später auf einen Querweg. Hier halten wir uns schräg rechts und folgen einem Waldweg in südwestlicher Richtung hinauf zum Bildstock „Bei unserer Lieben Frau“. Wir passieren die Miniaturkapelle und wandern über einen zunehmend felsigeren Steig südwestwärts. Der Steig quert im Wald einen abschüssigen Hang und bringt uns zu guter Letzt über Wurzelwerk zu einer Weggabelung. An dieser Verzweigung biegen wir links ab (Wegweiser „Kampenwand über Steinlingalm“) und queren einen bewaldeten Hang in östlicher Richtung. Wir erreichen eine Lichtung, an der sich unser Pfad nach links (Norden) wendet. Im Anschluss leitet uns der Weg in kurzen Kehren aufwärts und schließlich in östlicher Richtung aus dem Bergwald hinaus.

Nun passieren wir die Sulten-Südseite...Wir bleiben noch kurzzeitig am Waldrand und erreichen nach einer Gehzeit von gut 1 ¼ Stunden mit dem Rossboden (1304 m) den Sattel zwischen dem Sulten und der Gedererwand. Am Rossboden wenden wir uns nach rechts und queren in südlicher Richtung über den moderat ansteigenden Weg die grasige Ostflanke des Sulten. Unser Pfad wendet sich später sanft nach rechts (Südwesten) und wir erkennen vor uns den Sultensattel, der die Kampenwand vom Sulten trennt. Wir verlieren ein paar Höhenmeter, wandern in eine Senke hinab und erreichen in einem kurzen Gegenanstieg den Sultensattel (1402 m, 25 Minuten ab dem Rossboden). Am Sattel treffen wir auf einen Fahrweg, in den wir linkshaltend einbiegen. In weiteren 10 Minuten folgen wir dem breiten Weg empor zur Steinlingalm (1467 m). Auf Höhe des Hauptgebäudes orientieren wir uns an einem Schilderbaum nach rechts und schlagen in südlicher Richtung den Pfad zum Kampenwandgipfel ein.

...und betreten die Kaisersäle Über einen Wiesenpfad halten wir nun südöstlicher Richtung auf die felsige Kette der Kampenwand zu. Wir erreichen einen Latschengürtel und treffen auf den Abzweig zur Hochplatte, den wir links liegen lassen. Wenig später wendet sich unser Pfad nach rechts (Südwesten) und leitet uns in vielen kurzen Kehren durch das Latschengewirr bergauf. Dann kommen wir zu einer schrofigen Rampe, über die wir aufwärts zu einer Rinne und durch diese zu einem Absatz kraxeln. Oben angelangt, wenden wir uns nach links und betreten über felsige Stufen die Kaisersäle. Nach dem Verlassen des ersten Felszimmers gehen wir zu nächsten Felsturm und passieren dort rechtshaltend einen Felsspalt. Nach dem folgenden Saal finden wir uns auf einem kleinen Plateau am Fuße des Ostgipfels wieder. Dieses Plateau verlassen wir linkshaltend und steigen entlang einer Drahtseilsicherung bergab (ausgesetzt). Sobald wir festen Boden unter den Füßen haben, kraxeln wir über Schrofen zum Grat hinauf, wenden uns nach rechts und folgen diesem zu einer Eisenbrücke, über die wir das Chiemgaukreuz erreichen (45 Minuten ab dem Sultensattel).

Abstieg über die Schlechtenbergalm:

Nach einem Übertritt...Über den Hinweg kehren wir vom Gipfelkreuz über die Steinlingalm zurück zum Sultensattel. Dort wenden wir uns nach links und schlagen den Weg in Richtung Aschau und Schlechtenbergalm ein. Im Anschluss folgen wir einem breiten Fahrweg in südwestlicher Richtung bergab. Nach einem kurzen Waldstück erblicken wir unter uns die Schlechtenbergalm und die Gorialm. Der nun geteerte Weg vollzieht zwei Kehren und leitet uns zur Schlechtenbergalm hinunter. Kurz vor dem Almgebäude zweigt rechter Hand ein Pfad ab. Wir wenden uns nach rechts und wandern in nordöstlicher Richtung an einem Marterl vorbei. Wir passieren zwei Bachgräben und queren die Westflanke des Sulten. An seiner Nordwestseite treffen wir auf einen Wegweiser (Wegweiser „Gschwendt, Rottau“) und auf einen Übertritt. Nun halten wir uns leicht rechts und steuern in einem weiteren Quergang auf ein Waldstück zu. Der Waldpfad führt uns zu guter Letzt zurück zum Abzweig, den wir vom Aufstieg her schon kennen. Wir biegen links ab und folgen der uns bekannten Route zurück nach Hintergschwendt (2 ¼ Stunden ab der Kampenwand).

Alternativer Anstieg zur Kampenwand:

Einkehrmöglichkeiten:

  • Steinlingalm (1467 m), Tel. +49 (0)8052/2962. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober. Montags Ruhetag (außer Feiertags), am Donnerstag ist Abendbetrieb. Vom 26. Dezember bis 6. Januar durchgehend geöffnet, danach bis Ende März Donnerstag bis Sonntag geöffnet (Donnerstags Abendbetrieb).
  • Schlechtenbergalm (1260 m), Tel. +49 (0)151/14101695. Je nach Wetter von Mai bis Ende Oktober geöffnet.
  • Gorialm (1250 m), Tel. +49 (0)8052/9511977. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
845 m - 1304 m + 1:20 1:20 Rossboden
1304 m - 1402 m + 0:25 1:45 Sultensattel
1402 m - 1664 m + 0:45 2:30 Kampenwand-Ostgipfel
1664 m - 1402 m + 0:35 3:05 Sultensattel
1467 m - 1260 m + 0:30 3:35 Schlechtenbergalm
1260 m - 845 m + 1:10 4:45 Aigen


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