Deutschland Chiemgauer Alpen

Erlbergkopf (1134 m) und Adersberg von Rottau

Charakter 1
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  2:00 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:00 Stunden
Höhenmeter 585 Höhenmeter
Strecke 10,5 Kilometer

Parkplatz Rottauer Tal (615 m) - Abzweig Maureralm (1015 m) - Erlbergkopf (1134 m) - Herrenalm (847 m) - Adersberg (820 m) - Parkplatz Rottauer Tal (615 m)

Charakter: Leichte Bergwanderung, die über breite Forstwege sowie kleine Waldwege und Wiesenpfade führt. Der Erlbergkopf ist nirgendwo ausgeschildert, daher ist Orientierungssinn notwendig, besonders bei der Variante über die Weißenalm. Der Abstieg vom Erlbergkopf zur Vockalm ist stellenweise steil und kann bei Nässe rutschig sein. Trittsicherheit sollte für die beschriebene Rundtour vorhanden sein.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Bernau. Über Bernau nach Rottau fahren und gleich am Ortseingang rechts zum Wanderparkplatz einbiegen. Den ersten Wanderparkplatz links liegen lassen und der Adersbergstraße für weitere 650 Meter folgen. Nach einer Rechtskurve vor einer Verzweigung (Schild „Adersberg 1,3 km“) linker Hand am Waldparkplatz das Auto abstellen.

Mit Bus & Bahn: Mit dem Meridian von München Hauptbahnhof (Richtung Salzburg) über Rosenheim nach Prien am Chiemsee. Von Übersee mit der Bus-Linie 9505 Richtung Reit im Winkl zur Haltestelle Rottau Verkehrsbüro, Grassau (Chiemgau) (Fahrplan und Buchung). Von der Bushaltestelle zu Fuß über Mühlwinkel in 20 Minuten (1 Kilometer und 75 Höhenmeter) zum Ausgangspunkt im Rottauer Tal. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 26 Euro + 8 Euro je Mitfahrer nach Rottau.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.790849, 12.402009 (in Google Maps öffnen)

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Der Erlbergkopf, auch Irlbergspitz genannt, gehört zu den weniger prominenten und ruhigeren Gipfelzielen im Einzugsgebiet rund um die Kampenwand. Am schnellsten wird der kleine Berg vom hochgelegenen Wanderparkplatz Aigen bei Hintergschwendt erreicht. Etwas zeitintensiver gestaltet sich der Anstieg von Rottau. Vom Parkplatz an der Adersbergstraße im Rottauer Tal trennen uns etwa 2 Stunden Gehzeit vom Gipfelglück. Zu Beginn unserer Wanderung folgen wir dem Rottauer Bach in den Talschluss hinein, um später durch schattigen Bergwald zum schönen Almgelände am Fuße der Gedererwand hinauf zu steigen. Von der Schmiedalm führt uns ein zwar nicht markierter, aber mit Steinmännern versehener Wiesenpfad über die Südflanke des Erlbergkopfs hinauf zum kleinen Holzkreuz. Hier können wir den schönen Blick zur Kampenwand, zur Hochplatte und auf den Chiemsee genießen, bevor wir den alternativen Abstieg über die Nordseite einschlagen. Dieser leitet uns über die Voggalpe zur Herrenalm, an der wir nochmal von einem Gegenanstieg erwartet werden. Auf Höhe der Lindlalm treten wir den finalen Abstieg an und kehren über Adersberg mit dem gleichnamigen Berggasthof zurück ins Rottauer Tal.

Wir wählen den linken (unteren) Weg...Aufstieg: An der Verzweigung nach dem Parkplatz im Rottauer Tal (615 m) lassen wir die Teerstraße nach Adersberg rechts liegen und folgen der Forstweg linkshaltend in Richtung Kampenwand, Hochplatte und Weißenalm. Über den breiten Forstweg gewinnen wir die ersten Höhenmeter und wandern in südwestlicher Richtung weiter in das Rottauer Tal hinein. Wir kommen zu einer ersten Weggabelung und wählen dort den linken (unteren) Weg (Wegweiser „Kampenwand“). Wir bleiben somit im Taleinschnitt, durch den sich der Rottauer Bach links unter uns seinen Weg bahnt. Der breite Fahrweg ist in der Folgezeit nur mehr moderat steil. Nach dem Passieren zweier Bachgräben lassen wir einen unbeschilderten Abzweig links liegen. Wir gehen weiter südwärts und begleiten weiterhin den Bachlauf. Schließlich kommen wir zu einer Lichtung, auf der sich linker Hand die Vorderalm befindet.

...zur VorderalmAuf Höhe des Forsthauses biegen wir rechts ab und überqueren den Rottauer Bach (Wegweiser „Adersberg, Lindlalm“). Gleich nach der Brücke vollzieht unser Weg eine scharfe Rechtskurve und leitet uns im Anschluss steiler bergauf. Nach einer sanften Rechtskurve verlassen wir den breiten Weg über einen holprigen und nicht beschilderten oder markierten Karrenweg nach schräg links. Der Karrenweg führt uns wieder inden dichten Bergwald hinein und wir erreichen nach einem langgezogenen Linksbogen eine Verzweigung. Wir halten unsere Grundrichtunug bei (Wegweiser „Kampenwand“) und kommen nach einem weiteren Anstieg zurück zum breiten Forstweg. Nun wenden wir uns nach rechts (Wegweiser „Kampenwand, Weißenalm“) und folgen dem moderaten ansteigenden Fahrweg zum Waldrand.

Felsblock mit Marterl vor der GedererwandAm Waldrand treffen wir auf eine Verzweigung*. Wir gehen geradeaus weiter, passieren ein Gatter und folgen einem Wiesenpfad am Waldrand bleibend nach Südwesten. Bald darauf wendet sich unser Pfad in einem Linksbogen vom Waldstück weg und leitet uns auf einen Schilderbaum zu. Nahe der Maureralm treffen wir am Wegweiser (1015 m) auf einen Querweg und wenden uns nach rechts. In nordwestlicher Richtung erreichen wir wiederum ein Waldstück und halten uns gleich am ersten Abzweig rechts. Nun erreichen wir das Almgeläde der Schmiedalm, gehen kurz nordwärts und verlassen den Weg, sobald dieser einen Linksknick vollzieht, rechtshaltend. Wir folgen den Trittspuren nach Nordosten und treffen schon bald auf die ersten Steinmännchen. Diese leiten uns in einem langgezogenen Linksbogen über die Südflanke hinauf zum Erlbergkopf (1134 m, 2 Stunden ab dem Parkplatz im Rottauer Tal).

Blick zur Weißenalm...* Variante über die Weißenalm: Wer in der zur Weidesaison bewirtschafteten Weißenalm einkehren möchte, wendet sich an der Verzweigung am Waldrand nach rechts und gleich wieder nach links. Nach Verlassen des Waldes leitet uns ein Karrenweg hinauf zur Weißenalm (1010 m, Montag ist Ruhetag). Westlich der Alm findet sich am Weidezaun ein Übertritt, der zum Gelände der Schmiedalm hinüber führt. Nach dem Übertritt steigt man rechtshaltend über den Hang weglos und steil hinauf zum Wiesenpfad, der von der Schmiedalm herauf kommt und folgt ihm rechtshaltend zum Gipfel empor. Bei dieser Variante ist in jedem Fall Gespür fürs Gelände gefragt.

Wir steigen in den Sattel zwischen Schwarzenberg und Erlbergkopf hinab...Abstieg: Wir überschreiten den Gipfel in nordöstlicher Richtung und steigen in die Einsattelung zwischen dem Erlbergkopf und dem Schwarzenberg hinunter. Kurz vor dem Sattel wendet sich der Weg nach links und leitet uns auf die Schwarzenberg-Südflanke zu. Dort vollzieht der Wiesenpfad einen langgezogenen Linksbogen. Ein erodierter Hangabschnitt wird an seiner Unterseite umgangen und wir steigen zu guter Letzt in südwestlicher Richtung zwischen Vockalm und Voggalpe zu einem Karrenweg hinab. Diesem folgen wir nach rechts und kurz nach der Voggalpe vollzieht unser Weg eine Links- sowie eine Rechtskurve. Wir lassen das Almgelände der Vockalm hinter uns und folgen dem breiten Weg in westlicher Richtung bergab. Nach dem Überqueren des Moosbachs und einer Rechtskurve kommen wir zu einer Weggabelung und halten uns dort rechts (Wegweiser „Adersberg, Rottau, Herrenalm“).

...geht es zu einem Sattel südlich der LindlalmNach dem Abzweig folgen wir dem Moosbach weiter nordwärts und erreichen wenig später eine weitere Weggabelung. Hier halten wir uns rechts (Wegweiser „Adersberg“) und folgen dem Forstweg in nordöstlicher Richtung bergauf zu einem nächsten Abzweig. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Der schönere Weg führt links hinunter zur Herrenalm (847 m) und von dort leicht rechtshaltend über einen Karrenweg in südöstlicher Richtung bergauf. Nach einer Marienstatue leitet einen ein Pfad durch eine Mulde und durch ein Waldstück leicht linkshaltend empor zu einem Übertritt. Nach dem Überitt treffen wir auf den Querweg, der von der Lindlalm herunter kommt, und überschreiten diesen (Wegweiser „Adersberg“). Für die direktere Route bleiben wir am Abzweig zur Herrenalm rechtshaltend auf dem Forstweg und wir wandern bergauf zu einer Kreuzung. Nun biegen wir links Richtung Lindlalm ab und treffen gleich nach der Weideeinrichtung in einer Senke sowie am Schilderbaum auf den Pfad, der von der Herrenalm herauf kommt. Dort wenden wir uns nach rechts (Wegweiser „Adersberg“).

...zu einigen WeihernEin Wiesenpfad leitet uns in östlicher Richtung bergab. Sobald sich dieser einer kleinen Hütte zuwendet, halten wir uns leicht rechts und wandern durch eine grasige Mulde an einem freistehenden Baum vorbei (Wegweiser „Adersberg“) und hinunter zum Waldrand. Dort wird der Pfad wieder deutlich und führt uns in einigen Kehren durch den schattigen Bergwald bergab. Nach verlassen des Waldes mündet unser Pfad in einen Querweg und wir wenden uns nach links. Dem Karrenweg folgen zu einer Lichtung mit Fischweihern. In einem Rechtsbogen umrunden wir die Weiher und tauchen wiederum in den Bergwald ein. Wenige Minuten später erreichen wir Adersberg (820 m), passieren den Berggasthof und folgen der Teerstraße wenige Meter bergab. Noch vor der ersten Linkskurve biegen wir rechts am Beginn der Leitplanke in einen Waldpfad ein (Wegweier „Rottau“). Steil und in kurzen Kehren leitet uns dieser in südöstlicher Richtung hinab zu einem Querweg. Dem Teerweg folgen wir nach links und hinunter ins Rottauer Tal, wo wir auf unseren Aufstiegweg treffen. Über den uns bekannten Weg spazieren wir zurück zum Parkplatz (2 Stunden ab Erlbergkopf).

Einkehrmöglichkeiten:
  • Herrenalm (847 m), geöffnet von Ende Mai bis ca. Ende September, Dienstag und Mittwoch ist Ruhetag.
  • Weißenalm (1010 m), Tel. +49 (0)8641/3925, geöffnet während der Weidesaison von Juni bis September. Montag ist Ruhetag.
  • Berggasthof Adersberg (820 m), Tel. +49 (0)8641/699 36-0, derzeit wegen Renovierung geschlossen.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
615 m - 1050 m + 1:35 1:30 Abzweig Maureralm
1050 m - 1134 m + 0:25 2:00 Erlbergkopf
1134 m - 847 m + 0:45 2:45 Herrenalm
847 m - 820 m + 0:45 3:30 Adersberg
820 m - 615 m + 0:30 4:00 Parkplatz Rottauer Tal

Autor: Didi Hackl
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